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Sichtbar machen und Bildern Sprache geben

Psychoanalytische Kunstbetrachtungen

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 10.2019
Format 20,5 × 16 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 295 Seiten
Gewicht 563
ISBN 9783837928433

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Zu diesem Buch

Was verbindet Kunstbetrachtung mit dem anderen, dem tiefen-geschärften Blick der Psychoanalyse? Anita Eckstaedt zeigt in diesem Buch an ausgewählten Kunstwerken eindrucksvoll und spannend, wie eine genaue Bildbeschreibung zur psychoanalytischen Interpretation zu führen vermag. Dabei besteht immer auch die Frage, wie Künstlerinnen und Künstler es mit den Mitteln der Kunst vermögen, mögliche Konflikte konstriktiv zu bearbeiten.

Kriegstraumata aus dem Zweiten Weltkrieg oder dem Spanischen Bürgerkrieg sowie deren Nachwirkungen auf die folgenden Generationen sind Themen der Werke, welche die Autorin aufgreift. Das psychoanalytische Wahrnehmen und Denken entfaltet sich in diesem reich bebilderten Buch klar und nachvollziehbar hin zu Deutungen und letztlich Interpretationen und hilft, unerklärlich Erscheinendes der Kunstwerke zugänglich zu machen.

Aus dem Vorwort der Autorin

"Die hier zusammengestellten Arbeiten über verschiedene Kunstwerke sind über einen langen Zeitraum hin entstanden. Es war ein intuitives Verstehen oder es waren besondere Eindrücke einzelner Werke, die jeweils mein Schreiben über ein solches Kunstwerk veranlassten. (...) .Dank gilt [auch] allen Mitgliedern der Gruppe von Psychoanalytikern, die über Jahre im Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt am Main mit Jean-Christoph Ammann, dem inzwischen verstorbenen ehemaligen Gründungsdirektor des MMK, regelmäßig zusammenkamen, um sich gemeinsam in eine Arbeit zu vertiefen. Immer wieder haben wir feststellen müssen, dass wir allein, ohne ›Führung‹, ein solches Werk nie wirklich gesehen und nur in Ansätzen verstanden hätten. In aller Offenheit haben die Mitglieder dieser Gruppe einschließlich Amman ihre Eindrücke und Kommentare miteinander ausgetauscht, um sie im Weiteren zu einem vertieften Verständnis eines Werkes zusammenzuführen. (...) Jean-Christoph Ammann (1939–2015) möchte ich ein dankbares Gedenken aussprechen. Er freute sich stets auf uns und widmete sich uns regelmäßig einmal im Monat an Samstagnachmittagen. Kunstwerke besaßen für ihn einen poetischen Charakter. In seiner Entdeckerfreude und seiner großen Nähe zu den Künstlern riss er uns jedes Mal in einer leidenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Kunst der Gegenwart mit. Jenseits jeder Belehrung fühlten wir uns bei den Besuchen durch seine kluge, einfühlsame wie auch streitbare Art bereichert. (...)"

Stimmen zum Buch

»Kunst – das wird in diesem Buch sehr schön und immer wieder eindrücklich vorgeführt – ist ein Spiel der Formen und Formate, die wiederum nicht einfach nur Gefäße für vorgegebene und schon gewusste Inhalte sind, sondern solchen Inhalt nicht nur ständig wandeln, ihn darüber hinaus in neuen und anderen Formationen und Medien erst generieren (...)«

Rezension von Olaf Knellessen, in: Journal für Psychoanalyse, 40. Jg., Nr. 61, 2020

Inhalt

Dank

Einführung

  • 1 Traumatisches Geschehen und seine Folgen - Vier Bilder von Siegfried Klapper, entstanden 1948 bis 1984
  • 2 Trauma und Kreativität - Der Prozess der Trauer bei Isabel Quintanilla in Bildern und Zeichnungen von 1970 bis 1978
  • 3 »Lustige Geschichten und drollige Bilder«? - Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter von 1844
  • 4 Generationenablösung und Transgeneration - Vier Farbfotoarbeiten von Stefan Exler aus den Jahren 1994 bis 1996
  • 5 List und Intrige - Andreas Slominskis Fallen (1984–1987) im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main
  • 6 Ein Sprung in der Wahrnehmung? - Andy Warhols ›Historienbild‹ Daily News von 1962
  • 7 Von der Oberfläche zur Tiefe - Roni Horns Glasskulptur Untitled (Flannery) von 1996/1997
  • 8 Landschaft und Vergänglichkeit - HM Erhardts 12 paysages cévenols von 1966, gesehen als Metapher für den psychoanalytischen Prozess

Literatur / Abbildungsnachweise

Die Autorin

Dr. med. Anita Eckstaedt, Diplom-Psychologin und Nervenärztin, ist Lehr- und Kontrollanalytikerin (DPV, IPV) im Ruhestand. Vor ihrer 1974 aufgenommenen Praxistätigkeit war sie über viele Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin an Universitätskliniken sowie fünf Jahre am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main unter Alexander Mitscherlich. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Diagnostik mittels des szenischen Verstehens und die Indikation zur Psychoanalyse, der Nationalsozialismus und seine transgenerationalen Folgen sowie psychoanalytische Kunstinterpretationen.

Rezensionen

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