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Sequentielle Traumatisierung bei Kindern

Untersuchung zum Schicksal jüdischer Kriegswaisen. Neuausgabe

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 2. Auflage des Nachdrucks 2010
Format 22,5 × 15,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 464 Seiten
Abbildungen div. Tabellen
Gewicht 756
Reihe edition psychosozial
ISBN 9783898064569

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Zu diesem Manual

Hans Keilson analysiert die massiv-kumulative Traumatisierung bei Kindern am Beispiel der jüdischen Kriegswaisen in den Niederlanden in je einem deskriptiv-klinischen und einem quantifizierend-statistischen Untersuchungsgang. Zugleich überprüft er damit die Hypothesen der altersspezifischen Traumatisierung sowie einen Teil der psychoanalytischen Theorie der Traumatisierungsintensität.

Inhalt

Sinn und Ziel der Arbeit - Kinder als Kriegsopfer - Die jüdischen Kriegswaisen in den Niederlanden - Das lückenhafte Material - Motivation - Allgemeine Problemstellung - Materiallage - Die zur Verfügung stehenden Dossiers - Beschreibung der Dossiers - Beschreibung des Untersuchungsganges - Problemstellung - Auswahl einer repräsentativen Verfolgtengruppe - Exploration des Dossiers-Materials - Erarbeitung des endgültigen Fragebogens - Die tabellarische Darstellung - Nachuntersuchung - Die quantifizierend-statistische Bearbeitung - Historisches Intermezzo - Zur Demographie der Juden in den Niederlanden - Sozialer Status und Überlebenschancen-- Die Arbeit der Kommission OPK

THEORETISCHE GRUNDLAGEN:

Allgemeines - Literaturübersicht - Problematik und Problemstellung - Einteilung der Altersgruppen - Konzentrationslager-Kinder und Untertauch-Kinder - Verfolgungsschäden bei Kindern - Zur Bearbeitung der Dossiers - Zur Nachuntersuchung - Hypothesen - Entwicklung des Traumabegriffes - Vom Trauma zur traumatischen Situation - Zuweisung der Vormundschaft an die Organisation HAO - Fall "Arje" (BP); Fehlentwicklung auf Basis initialer Depression in der Kriegspflegefamilie In der Adoleszenz zweimaliger Wechsel des Pflegemilieus Ausbildungsschwierigkeiten Verstärkte Loyalitäts- und Identitätsproblematik Übersiedlung nach Israel (Charakterneurotische Entwicklung) - Wechsel der Vormundschaft - Fall "Adele" (BH); Streitfall; Fehlentwicklung auf Basis einer initialen Depression im Kriegspflegemilieu; Vormundschaftswechsel; teilweise aufgehobene psychosoziale Defizienzerscheinungen (Chronisch-reaktive Depression) - Fall "Adam" (CH); Entwurzelungsproblematik mit profunder Idenlilälskrisis; gestörte Trauerverarbeitung Vormundschaftswechsel nach Scheitern in jüdischem Nachkriegspflegemilieu Schwere psycho-soziale Defizienzerscheinungen (Charakterneurotische Entwicklung) - Zweite Altersgruppe (Trennung von der Mutter im Alter von 18 Monaten bis 4 Jahren) - Allgemeines - Einführung in die altersspezifische Problematik - Zusammensetzung und nähere Beschreibung der Gruppe - Zur Auswahl und Darstellung der Fälle - Kasuistik - Konzentrationslager-Kinder - Fall "Bernd" (BE); Sanatoriumaufnahme (Tbc); Entwurzelungsdepression; unstet, konfliktuös; Aufnahme in Pflegefaniilien und Kinderheim Ausbildungsschwierigkeiten Intensive soziale Rehabilitation (Charakterneurotische Entwicklung ) - Fall "Bianca" (BG); Sanatoriumaufnahme (Tbc); Kinderheim; zu gute Anpassung; anaesthesie -- affective Hospitalisation Ausbildungsdefizienz (Angstneurotische Entwicklung ) - Fall "Baruch" (CB); im Stich gelassen Basisdepression; Angst vor affektiven Bindungen; Loyalitätsprobiematik Unstet, konfliktuös Fehlentwicklung in Pflegefamilien und Heim Ausbildungsdefizienz Psychotherapie (Charakterneurotische Entwicklung ) - Untergetauchte Kinder -- Fall "Ben" (DG); Entwurzelungsdepression Chaotische Entwicklung mit schweren Lern- und Verhaltensstörungen Ausbildungsdefizienz Intensive soziale Rehabilitation; Psychotherapie (Charakterneurotische Entwicklung ) - Fall "Bob" (FB); Entwurzelung; gescheitert in jüdischer Pflcgcfamilie; jüdisches Kinderheim Problemkind Gescheiterte Emigration nach Israel; Rückkehr Psychopathiforme Entwicklung; schwer erziehbar; verschiedene Heime Psychotherapie und intensive soziale Betreuung (Angstneurotische Entwicklung ) - Dritte Altersgruppe (Trennung von der Mutter im Alter von 4 bis 6 Jahren) -- Allgemeines -- Einführung in die altersspezifische Problematik - Zusammensetzung und nähere Beschreibung der Gruppe -- Zur Auswahl und Darstellung der Fälle - Kasuistik - Fall "Carla" (FK); Vormundschaftszuweisung an entfernte Verwandte; bleibt in der Kriegspflegefamilie Starke Wiederbelebung früher abgewiesener Erinnerungsreste an das elterliche Haus in der Adoleszenz; Konflikt mit der Kriegspflegefamilie; Rückkehr ins kongeniale Milieu (Psychosomatose Fall "Ciska" (GL); Vormundschaftszuweisung an die Kriegspflegefamilie; starke Verdrängung der affektiven Ladung bei festumrissenen Erinnerungsbildern an die eignen Eltern und Geschwister - (Normale Entwicklung ) - Fall "Cornelius" (GB); Fehlentwicklung im jüdischen Nachkriegspflegemilieu; jüdisches Heim; Lern-und Verhaltensstörungen mit Regressionserscheinungen Verdrängung der affektiven Komponente - aus den Erinnerungsbildern an die Eltern (Angstneurotische Entwicklung ) - Fall "Cora" (EF); Konzentrationstager-Kind; Agressivität als Kontaktphänomen in jüdischer Nach-kriegspflegefamilie und im Kinderheim Defizienter Entwicklungsgang u. a.

Über den Autor

Hans Keilson (1909-2011), Arzt, Schriftsteller und Psychoanalytiker, ab 1999 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, wurde 1909 als Sohn eines jüdischen Textilhändlers in Bad Freienwalde an der Oder geboren; er studierte Medizin und Sport in Berlin. 1936 mußte Hans Keilson als Jude seine Heimat verlassen; er emigrierte mit seiner Frau in die Niederlande, wo er Krieg und Besatzung im Untergrund erlebte und erlitt. Nach der Befreiung der Niederlande gründet Hans Keilson eine Organisation für aus Konzentrationslagern und Verstecken auftauchende jüdische Waisenkinder. Nach einer Ausbildung zum Psychoanalytiker verfasste er das in mehrere Sprachen übersetzte und bis heute maßgebliche Standardwerk Sequentielle Traumatisierung bei Kindern (Enke Vlg. 1979) und führte damit diesen Terminus in das psychotherapeutische Vokabular ein.

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