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Schöne Paranoia

Wilhelm Fließ, die Plagiatsaffäre und Sigmund Freud

Details

Verlag Turia + Kant
Auflage/ Erscheinungsjahr 1. Auflage 2005
Format 24 × 16 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung broschiert
Seiten/ Spieldauer 318 Seiten
Abbildungen zahlreiche Abb., Faksimile von Originaldok.
SFB Artikelnummer (SFB_ID) 3-85132-373-4

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Dass es kein intellektuelles Eigentum gibt, zum Beispiel, will nicht besagen, dass es keine Entwendung gibt. Gerad edurch sie beginnt überhaupt erst das Eigentum

J.Lacan, D‘ un Autre a l‘ autre, 20.11.1968

Zu diesem Buch

Den Berliner Arzt Wilhelm Fließ verband mit Sigmund Freud in der Anfangsphase der Psychoanalyse eine intenive Freundschaft, die in einem besonders regen brieflichem Gedankenaustausch ihren Ausdruck fand. Freud nahm über viele Jahre hinweg starken Anteil an der Arbeit von Fließ, der eigenwillige Theoreme über eine bisexuell konnotierte Periodizität des Lebens entwarf.

Das Ende dieser Freundschaft wurde durch den Vorwurf von Fließ an Freud eingeleitet, er habe seine Ideen an Otto Weininger weitergegeben, der ihm so mit deren Publikation zuvorgekommen wäre. 1906 kam es zu einem öffentlich ausgetragenen Plagiatsstreit an, der eine Zeit lang die Gemüter erhitzte. Der Autor hat hierzu bisher unbekanntes biographisches Material über Fließ zusammengetragen und analysiert die Hintergründe des Streits. Er greift dabei die These der »Paranoia scientifica« auf und zeigt, daß die wissenschaftliche Arbeit Fließ zeitlebens vor psychotischen Attacken zu bewahren vermochte.

An diesem Punkt macht Porge die Bedeutung dieses Streits fest. Indem er sich mit dem Umfeld des Entstehens der Psychoanalyse, mit den neuen Theorien in den Wissenschaften am beginnenden 20. Jahrhundert und der problematischen Vorstellung von »geistigem Eigentum« befasst, soll geklärt werden, wo die Trennlinie zwischen dem tragfähigeren Wissen Freuds und den delirierenden Theorien von Fließ liegen und wie sich Freuds Affinität zu Fließens Gedankengebilden verhält? - Das Buch enthält umfassendes Quellenmaterial.

Aus dem Inhalt

Einleitung

  1. Wilhelm Fließ
  2. Die Affäre des doppelten Plagiats
  3. Die Rückläufigkeit des Plagiats
  4. Die Realität des Plagiats
  5. Einführung in die Frage von Fließ‘ Wahn
  6. Der Einsatz der Bisexualität >Marke Fließ<
  7. Das Wissen der Sprache
  8. Der Platz des Vaters in Fließ‘ Theorie
  9. Fließ: anderer, Publikum und Leser von Freud

Schlussfolgerung / Anmerkungen

Anhang

  • In eigener Sache von Wilhelm Fließ
  • Präsaentation der Texte von Swoboda und Pfennig

Dokumentenanhang / Bibliographie / Nachwort der Übersetzerin

Über den Autor

Erik Porge, geb. 1945, arbeitete als Psychoanalytiker sowie Psychiater in Paris. 1981 hat er die Zeitschrift Littoral mitbegründet, heute gibt er die Zeitschrift Essaim heraus. Er ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher.

Lieferbarkeitshinweis

Im Modernen Fachantiquariat der SFB in einigen verlagsfrichen Archivexemplaren zum Angebotspreis verfügbar; im Innenteil ohne Anstreichungen und Anmerkungen; beim Verlag vergriffen.

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