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Schnee, der auf Zedern fällt

Roman. - Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 1995

Details

Verlag Hoffmann und Campe
Auflage/ Erscheinungsjahr Neuausgabe 2013
Format 21,5 × 14,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden
Seiten/ Spieldauer 512 Seiten
Gewicht 767 g
ISBN 9783455403794

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19,99 €


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Zu diesem Buch

Eines Morgens wird der deutschstämmige Lachsfischer Carl Heine tot in seinen Netzen hängend aufgefunden. Der Sheriff von San Piedro, einer kleinen, regenreichen Insel vor der Nordostküste Amerikas, unweit der kanadischen Grenze, verhaftet wegen dringenden Tatverdachts Kabuo Miyamoto, Sohn japanischer Einwanderer. Es ist das Jahr 1954 - die Erinnerungen an den Krieg und seine Narben sind noch frisch - auch auf dieser Insel, die von vielen Einwandererfamilien bewohnt wird.

Kabuo wird des Mordes an seinem einstigen Schulfreund Car, angeklagt, weil rasch ein plausibel scheinendes Tatmotiv zur Hand ist: Groll & Rache. Aber war es wirklich Mord? Und falls ja, war Kabuo wirklich der Täter? - Inselreporter Ishmael Chambers begleitet die Gerichtsverhandlung, die bei winterlicher Kälte und Sturm stattfindet - und Chambers Erinnerungsschleusen mit Macht öffnent und ihn unversehens mit herben Verlusten und bitteren Wahrheiten aus dem eigenen Leben konfrontiert.

Aus einer ausführlichen Rezension

" (...) David Guterson erzählt das mit atmosphärischem Gespür, mit menschlichem Einfühlungsvermögen und eminenter Detailkenntnis - er selbst lebt auf einer der Inseln im Puget Sound. Obwohl formal und in den Tonlagen völlig konventionell, ist das doch handwerklich sehr gekonnt und zudem mit Hingabe ausgeführt. Allerdings wären solche passablen Qualitäten allein - die zudem bei amerikanischen Autoren nicht so selten wie bei deutschen sind - noch nicht geeignet, Furore zu machen.

Es sei denn - und hier heben wir ab in die Spekulation - es gäbe eine verbreitete Sehnsucht nach überschaubaren kleinen Welten, über die ein Roman - entgegen allen modernen Theorien - endlich wieder einmal erschöpfend Auskunft geben kann. Gutersons Roman jedenfalls ist von dieser Art. Er ist weder modern noch postmodern und thematisch nicht sonderlich aktuell. Vor allem aber verschont er seine Leser mit unauflösbaren Irritationen und beunruhigenden Perspektiven. Keine Frage, kein Problem taucht da auf, ohne auch gelöst zu werden. Guterson bietet Vergnügen und Belehrung in angenehmster Form. Ohne Konflikte zu unterschlagen, gibt er auf wohltuende Weise der Versöhnlichkeit eine Chance. Das Vergnügen liegt in der Spannung, die er aufbaut, und die Belehrung in der Plastizität seiner Schilderungen und Charakterbilder. (...)" 

Eberhard Falcke, Deutschlandfunk (1996)

Über den Autor

David Guterson wurde 1956 in Seattle geboren. Er wuchs dort auf und studierte American Literature an der University of Washington. 1984 entfloh Guterson der Hektik der Großstadt auf eine kleine Insel im Puget Sound und lebt seitdem mit seiner Frau Robin und seinen vier Kindern auf Bainbridge Island, wenige Meilen von Seattle entfernt. Zehn Jahre lang arbeitete Guterson als Lehrer für Geographie und Englisch an der örtlichen Bainbridge High School. Neben Romanen veröffentlichte er Erzählungen und Artikel in diversen Magazinen.

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