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erweiterte Neuauflage


Ermann, Michael (Hg.)

Scham und der böse Blick

Verstehen der negativen therapeutischen Reaktion

Details

Verlag Kohlhammer
Auflage/ Erscheinungsjahr 3. Auflage 04.2019
Format 20,3 × 14 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 236 Seiten
Gewicht 292
Reihe Lindauer Beiträge zur Psychotherapie und Psychosomatik
ISBN 9783170341784

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29,00 €


Merkliste

Zu diesem Buch

In diesem Buch geht es dem Autor nicht nur um die vordringlich nach außen gerichtete Scham, vielmehr um deren Innerlichkeit. Léon Wurmser beleuchtet, wie sich solche inneren Schamkonflikte in allen Beziehungen widerspiegeln. Dabei legt er den Schwerpunkt auf folgende Themen: die "negative therapeutische Reaktion", das "Böse Auge", die Dynamik von Neid und Eifersucht und deren Wurzeln im Schamgefühl, die Lüge und den Verrat.

In diesem Rahmen geht er auch auf einige Grundzüge der Arbeit mit schweren Neurosen und auf die sich ständig verwandelnde Identität von Analytiker und Therapeut und die damit verbundenen Konflikte ein. Auch die Ursprünge der Gewissensbildung und der Zwiespalt des "inneren Richters" und seine verschiedenen Seiten kommen zur Sprache.

Inhalt

Danksagung
Einführung – Konflikt und Dialog

  • Umriss
  • Einige Grundmetaphern für die psychotherapeutische Arbeit
  • Übertragungsdeutungen gegenüber Deutungen außerhalb der Übertragung
  • Arbeit an der äußeren Realität
  • Der Konflikt zwischen der Identität als Botschafter der Innenwelt und der Identität des „Praktischen‘‘
  • Das Verständnis der Konflikte im Über-Ich
  • Die Frage der Intersubjektivität und der realen Beziehung

1. Vorlesung

  • „Gib dein Herz dir selbst zurück‘‘ – Scham und Schamabwehr
  • Sich vor sich selbst schämen
  • Umschreibung
  • Scham, Entwertung und Entfremdung als Übertragungswiderstand und die negative therapeutische Reaktion
  • Absolutheit des Urteilens und Verleugnung der Realität
  • Traumatische Identität und Scham
  • Traumatogene Scham

2. Vorlesung

  • Die negative therapeutische Reaktion – eine integrative Sicht

3. Vorlesung

  • „Hilf mir, aber hilf mir nicht!‘‘ – Der Zwang, den anderen zu enttäuschen
  • Gegenübertragung
  • Vampirfantasie: „Ich will dein Blut saugen‘‘
  • „Double-Bind‘‘ und gespaltene Loyalitäten

4. Vorlesung

  • Die Verleugnung der Zeit durch die Macht der Negativität
  • Peripetie
  • Der Zwang, zu spät dran zu sein
  • Eine allgemeinere Reflexion: Zeitstillstand und Abbrechen der Zeit
  • Die Macht der Negativität
  • Die Sexualisierung des Traumas
  • Einige abschließende technische Erwägungen

5. Vorlesung

  • Doppelleben – Psychoanalytische Gedanken über Verrat und Lüge
  • Scham als Folge von Verrat
  • Sexueller Missbrauch als Verrat
  • Scham als Ursache von Verrat
  • Verrat bei sadomasochistischer Beziehung
  • „Die Kultur der Unehrlichkeit‘‘ – Verrat und Lüge im politischen Leben
  • Doppelte Wirklichkeit und Doppelleben
  • Perversion als Vertrag gegen die Realität
  • Charakterperversion und doppelte Wirklichkeit

6. Vorlesung

  • Das „böse Auge‘‘ und das „leuchtende Antlitz‘ (zusammen mit Heidrun Jarass)
  • Kultureller Hintergrund: Der böse Blick und das segnende Auge
  • Die Projektion von Scham, Neid und Eifersucht und der Ahndung durch das Über-Ich
  • Faszination
  • Beschwörung des bösen Auges – eine Kindbeobachtung
  • Der penetrierende Blick
  • „Das Geierauge‘‘ und „das höllische Getrommel des Herzens‘‘ (von Heidrun Jarass)
  • Die Macht des Auges
  • Zur Versöhnlichkeit – „Ich sehe mich in deinen Augen‘‘

7. Vorlesung

  • Über-Ich-Analyse und das Verweben von Scham- und Schulddynamik
  • Die Ursprünge des Über-Ichs in der Biologie
  • Trauma, Affektdysregulation und moralischer Masochismus
  • Das tragische Dilemma: der Scham-Schuld-Konflikt
  • Schwere Traumatisierung und die Absolutheit des inneren Richters

8. Vorlesung

  • Fünf philosophische Dimensionen der Psychoanalyse
  • Verborgene Voraussetzungen
  • 1. Dialog, innige Beziehung, Liebe
  • 2. Innerer Konflikt
  • 3. Das Gewissen – der innere Richter
  • 4. Primärvorgang und mythisches Denken
  • 5. Zum Schluss: ein paar Reflexionen zur Weisheit

Literatur / Stichwortverzeichnis / Personenverzeichnis.

Pressestimmen

"In diesem anspruchsvollen Kompendium vieler seiner Ideen zeigt sich Leon Wurmser sehr persönlich und zugleich als großer Gelehrter."

F.-W. Eickhoff, Tübingen, in: Psyche 7/ 2012

Über den Autor

Prof. Dr. Léon Wurmser genießt internationales Renommee als Psychiater und Psychoanalytiker. Er ist in eigener Praxis in Towson, Maryland, und als Lehranalytiker und Supervisor der New York Freudian Society tätig.

Rezensionen

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