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Resonanz

Eine Soziologie der Weltbeziehung (Wissenschaftliche Sonderausgabe)

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr 11.03.2018
Format 21,6 × 13,1 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 816 Seiten
Gewicht 605
ISBN 9783518587126

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25,00 €


Merkliste

Der wichtige Grundlagentitel zur Kultur- und Gesellschaftstheorie ab sofort in einer gebundenen Studienausgabe zum Angebotspreis

»Resonanz bleibt das Versprechen der Moderne; Entfremdung aber ist deren Realität.«

Zu diesem Buch

Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung. Dies ist, auf die kürzest mögliche Formel gebracht, die Kernthese des neuen Buches von Hartmut Rosa, das als Gründungsdokument einer Soziologie des guten Lebens gelesen werden kann. An seinem Anfang steht die Behauptung, dass sich die Qualität eines menschlichen Lebens nicht in der Währung von Ressourcen, Optionen und Glücksmomenten angeben lässt. Stattdessen müssen wir unseren Blick auf die Beziehung zur Welt richten, die dieses Leben prägt und die dann, wenn sie intakt ist, Ausdruck stabiler Resonanzverhältnisse ist.

Um dies zu begründen, präsentiert Rosa zunächst das ganze Spektrum der Formen, in denen wir eine Beziehung zur Welt herstellen, vom Atmen bis hin zu kulturell ausdifferenzierten Weltbildern. Dann wendet er sich den konkreten Erfahrungs- und Handlungssphären zu – etwa Familie und Politik, Arbeit und Sport, Religion und Kunst –, in denen wir spätmodernen Subjekte Resonanz zwar suchen, aber immer seltener finden. Das hat maßgeblich mit der Steigerungslogik der Moderne zu tun, die sowohl Ursache als auch Folge einer gestörten Weltbeziehung ist, und zwar auf individueller wie kollektiver Ebene.

Denn auch die großen Krisentendenzen der Gegenwartsgesellschaft – Ökokrise, Demokratiekriese, Psychokrise – lassen sich resonanztheoretisch analysieren, wie Rosa in seiner Soziologie der Weltbeziehung zeigt. Als eine umfassende Rekonstruktion der Moderne in Begriffen ihrer historisch realisierten Resonanzverhältnisse wagt sie den Versuch, den Rahmen für eine erneuerte Kritische Theorie abzustecken.

Aus dem Inhalt

Einleitung

  • Die Soziologie, die Moderne und das gute Leben
  • Die Grundidee: Gelingende und misslingende Wellbeziehungen
  • Was ist die Welt? Wer ist ein Subjekt?
  • Der Gang der Untersuchung

Körperliche Weltbeziehungen

  • In-die-Welt-Gestelltsein
  • Atmen
  • Essen und Trinken
  • Stimme, Blick und Antlitz
  • Gehen, Stehen und Schlafen
  • Lachen, Weinen und Lieben

Weltaneignung und Welterfahrung

  • Inskription und Expression: Der verweltlichte Körper als gestaltetes Selbst
  • Medien der Weltbeziehung
  • Von außen zurichten oder von innen gefügig machen: Der Körper als Ressource, Instrument und Gestaltungsobjekt
  • Selbstentfremdung: Wenn der Körper zum Feind wird
  • Arbeit: Wenn das Material zu antworten beginnt
  • Schule als Resonanzraum
  • Sport und Konsum als Versuche, sich zu spüren

Vertikale Resonanzachsen

  • Die Verheißung der Religion
  • Die Stimme der Natur
  • Die Kraft der Kunst
  • Der Mantel der Geschichte

Die Moderne als Geschichte einer Resonanzkatastrophe

  • Was ist die Moderne?
  • Das Weltverstummen in Literatur und Philosophie
  • Aufdem Wegzu einer Soziologie der Weltbeziehung
  • Die Moderne als Geschichte gesteigerter Resonanzscnsibi-lität
  • Wüsten und Oasen des Lebens: Moderne Alltagspraktiken, resonanztheoretisch interpretiert

Soziale Bedingungen gelingender und misslingender Weltbeziehungen

  • Kontextuelle Faktoren: Von Atmosphären und Stimmungen
  • Kulturelle und sozialstrukturelle Faktoren: Ist Resonanz katholisch, weiblich, jung?
  • Institutionelle Faktoren: Zwischen Schule und Börse

Dynamische Stabilisierung: Die Steigerungslogik der Moderne und ihre Folgen

  • Was heißt "dynamische Stabilisierung"?
  • Wettbewerb und Beschleunigung: Individuelle Welt-beziehungen unter den Bedingungen eines cskala-torischen Regimes
  • Unlesbarkeit: Die Welt als Gegner und als Kränkung

Resonanzkrisen der Spätmoderne und die Konturen einer Postwachstumsgesellschaft

  • Die Krise und das Weltverstummen
  • Konturen einer Postwachstumsgesellschaft

Über den Autor

Hartmut Rosa, geboren 1965, ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt.

Rezensionen

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