Bestelltelefon: 0800 588 78 30

Soeben erschienen

Naumann, Thilo Maria; Krause-Girth, Cornelia (Hg.)

Psychoanalytisches Verstehen – von Liebe beseelt und von Wissen geleitet

Erinnerungen an Stavros Mentzos

Details

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
Auflage/ Erscheinungsjahr 12.017
Format 23,2 × 15,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 250 Seiten
Abbildungen Mit Fotos von Dominik Mentzos und 5 Grafiken
ISBN 9783525451373

Kauf-Optionen

40,00 €


Merkliste

Zu diesem Band

Stavros Mentzos (1930–2015) war Psychoanalytiker, Psychiater, Universitätsprofessor, Einzel- und Gruppensupervisor, Lehranalytiker, Kontrollanalytiker und Sozialkritiker – und, so die Herausgeber - "ein wunderbarer Mensch".

Einer breiten Fachöffentlichkeit ist Mentzos mit seinen Büchern wie „Neurotische Konfliktverarbeitung“ oder „Lehrbuch der Psychodynamik“, mit seinen bedeutenden Beiträgen zur psychodynamischen Psychosentherapie und durch seine sozialkritischen Werke, etwa „Der Krieg und seine psychosozialen Funktionen“, bekannt geworden. Sein Konzept der universellen Bipolarität, seine haltgebende Art und seine verständliche Sprache haben vielfältig positive Resonanz erzeugt. In diesem Buch erinnern Menschen, die ihm in fachlichen Kontexten persönlich begegnen konnten, an Stavros Mentzos, an seine psychotherapeutischen Verdienste und seine theoretischen Arbeiten wie auch an seine neugierige, fehlerfreundliche, verstehende und ermutigende Haltung. Diese Haltung zu bewahren und zu reflektieren, die Anwendung, Wirkung und Weiterentwicklung seiner Erkenntnisse spürbar zu machen, ist ihr Anliegen.

Aus dem Vorwort der Herausgeber

"»Das gute Leben ist von Liebe beseelt und von Wissen geleitet« (Russell, 1968, S. 64). Das berühmte Zitat von Bertrand Russell schien uns zur Erinnerung an Stavros Mentzos besonders geeignet. Seine Art des psychoanalytischen Verstehens lässt sich am besten mit diesen Worten charakterisieren: »von Liebe beseelt und von Wissen geleitet«.

(...) Der durch Russel inspirierte Titel dieses Buches eröffnet eine Annäherung an Mentzos’ Persönlichkeit und seine psychoanalytische Haltung: menschlich zugewandt und grundsätzlich verstehen wollend. Er war überzeugt, dass psychische Störungen nicht nur defizitäre Entwicklungen anzeigen, sondern sinnhafte (Not-)Lösungen und aktive Bewältigungsstrategien unlösbar erscheinender Konflikte sind, die es zu verstehen und anzuerkennen gilt. Neugierig, genügend angstfrei und auf der Suche nach Sinn und Funktion nahm Mentzos auch Patienten und Patientinnen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen in Therapie, begleitet von der Frage nach adäquaten Settings und Methoden. Mit dieser Haltung erforschte er lebenslang die Psychodynamik und die »Funktion der Dysfunktionalität psychischer Störungen«, wie er den Untertitel seines Lehrbuchs nannte (2009). Seine psychodynamischen Erklärungsmodelle und weiterführenden Behandlungsmethoden entwickelte er aus seinen Erfahrungen in der therapeutischen Arbeit. (...)

In seinem Lehrbuch dankt Mentzos an erster Stelle seinen Patienten, »weil die Begegnung mit ihnen und mit ihrem je eigenen individuellen Schicksal und Leid erheblich zum Verständnis psychodynamischer Zusammenhänge beigetragen hat« (2009, S. 15). Auf bescheidene Art zeigt er so seine intersubjektive Haltung, die seine Begegnungen mit Patienten ebenso wie mit Supervisanden
und Kollegen auszeichnete: Lernen und Veränderung gelingt am besten in gemeinsamen, wechselseitigen Entwicklungsprozessen. (...)"

Die Beiträge

  • Thilo Maria Naumann; Cornelia Krause-Girth: Erinnerungen an Stavros Mentzos
  • Alois Münch: Zur Geschichte einer Kooperation
  • Alois Münch; Stavros Mentzos: Stavros Mentzos wird zu seinem 80. Geburtstag von Alois Münch interviewt
  • Günter Lempa: Mentzos und die Schizophrenie
  • Elisabeth Troje: Lesen Sie »Die Brüder Karamasow«!
  • Friedrich Markert: Philosophie der Lebenskunst und Psychoanalyse. Stavros Mentzos – ein Stoiker und Epikureer?
  • Jannis S. Kontos: Das Negative als Konsequenz der mütterlichen Psychose – der Fall Antigone
  • Waltraud Nagell: Von der unerbittlichen Nachgiebigkeit. Persönliche Erfahrungen in der
  • (Ausbildungs-)Supervision mit Stavros Mentzos
  • Anatoli Pimenidou: Das Bipolaritätsmodell und die hinreichend gute Therapeutin
  • Marianne Andrasch-Roth, Dieter Brockschmidt, Eva Fischer-Mertens, Renate Hausmann, Werner Menz, Gabriele Otto, Hildegard Wollenweber: Gruppensupervision bei Professor Mentzos –Erfahrungen einer Ärztegruppe
  • Thilo Maria Naumann: Die universelle Bipolarität des Menschen – destruktive Tendenzen und schöpferische Potenziale im psychosozialen Feld

Die Autorinnen und Autoren

Die Herausgeber

Thilo Maria Naumann, Prof. Dr. phil., Diplom-Politologe, ist Hochschullehrer für Pädagogik am Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt, Gruppenanalytiker, stellvertretender Vorsitzender des Instituts für Gruppenanalyse Heidelberg (IGA), Mitglied im Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische Pädagogik (FAPP) und der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G).

Cornelia Krause-Girth, Prof. Dr. med. Diplom-Psychologin und Ärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin (DPV), Gruppenlehranalytikerin, Supervisorin und Organisationsberaterin (D3G), war bis 2015 Hochschullehrerin für Klinische Psychologie am Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt.

Rezensionen

Sie sind eingeladen, Ihre Meinung zum Buch, durchaus auch eine vollständige Rezension, an dieser Stelle zu veröffentlichen. Wir behalten uns vor, unpassende Kommentare zu löschen.

  • 1

Der Artikel wurde in den Warenkorb gelegt.

weiterstöbern zum Warenkorb