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Psychoanalytische Konzepte in der Psychosenbehandlung

Entwicklungspsychologie, Störungsbild und Beziehungsdynamik

Details

Verlag Kohlhammer
Auflage/ Erscheinungsjahr 31.12.2021
Format 23,2 × 15,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 159 Seiten
Gewicht 245
ISBN 9783170329980

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36,00 €


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Zu diesem Buch

Psychotische Störungen lassen sich bestimmen als Störungen des Denkens oder des Ichs. Die berührten Bereiche gehören zu ihren zentralen Feldern, und doch hat die Psychoanalyse einen langen Weg genommen, um sich auf das spezifische Feld psychotischer Störungen zu beziehen. Im vorliegenden Band geht es um eine Prüfung psychoanalytischer Konzepte für die Konzeptualisierung und Behandlung v.a. der Schizophrenie. Dazu werden vor dem Hintergrund psychoanalytischer Entwicklungstheorie, Methodologie und Konzeptbildung die konzeptuellen Linien nachgezeichnet sowie eine zeitgenössische Sicht entwickelt.

Inhalt

Vorwort zur Reihe

1 Einleitung

2 Zum konzeptuellen und methodischen Verständnis von Psychoanalyse

  • 2.1 Skizze der psychoanalytischen Entwicklungs- und Persönlichkeitstheorie
    2.1.1 Grundpfeiler der psychoanalytischen Theorie
    2.1.2 Die psychoanalytische Entwicklungstheorie im Hinblick auf Körperlichkeit, Denken und Fühlen
  • 2.2 Skizze des psychoanalytischen Verstehens und der Konzeptbildung
    2.2.1 Die Kritik Jaspers’ am psychoanalytischen Verstehen
    2.2.2 Klinisches Verstehen
    2.2.3 Methodologie des Verstehens
    2.2.4 Konzeptbildung
    2.2.5 Fallbeispiel A
  • 2.3 Nosologie, Biologie, Psychopharmakologie, Psychotherapieforschung
    2.3.1 Zu Nosologie und Diagnostik
    2.3.2 Zum Ausdruck »psychotisch« in der Psychoanalyse
    2.3.3 Genetische und neurobiologische Aspekte der Schizophrenie
    2.3.4 Psychopharmaka
    2.3.5 Forschungsergebnisse zur psychodynamischen Therapie psychotischer Störungen

3 Traditionslinien

  • 3.1 Freud
    3.1.1 Freuds Kommentar zum Fall Daniel Paul Schreber
    3.1.2 Zu Freuds Annahme der verdrängten Homosexualität
    3.1.3 Wort- und Sachvorstellungen
    3.1.4 Weitere Bemerkungen zur Psychose
    3.1.5 Das Problem der Übertragung in der »narzisstischen Neurose«
  • 3.2 Nordamerika: Von der Ich-Psychologie zur Relationalität
    3.2.1 Victor Tausk und der »Beeinflussungsapparat«
    3.2.2 Paul Federn und die (Körper-)Ich-Grenzen
    3.2.3 Harry Stack Sullivan und der interpersonelle Ansatz
    3.2.4 Chestnut Lodge
    3.2.5 Harold F. Searles: Gestörte Fähigkeit zur Integration und Differenzierung
  • 3.3 Britische Objektbeziehungstheorie
    3.3.1 Melanie Klein: Die paranoid-schizoide Position in der psychischen Entwicklung
    3.3.2 Herbert Rosenfeld: Destruktiver Narzissmus und chronische Verwirrung
    3.3.3 Wilfred R. Bion: Vom Hass auf die Realität zur Bildung bizarrer Objekte
    3.3.4 Donald W. Winnicott: Vom Nutzen des überlebenden Objekts
    3.3.5 Zusammenfassung und weitere Aspekte
  • 3.4 Frankreich: strukturale Psychoanalyse und darüber hinaus
    3.4.1 Jacques Lacan: Die Verwerfung der symbolischen Ordnung
    3.4.2 Paul-Claude Racamier: Überlebensprinzip, Ursprungskonflikt und Anti-Ödipalität
    3.4.3 Andre Green: Negative Halluzination, Desobjektalisierung und weiße Psychose
    3.4.4 Zusammenfassung und weitere Aspekte
  • 3.5 Weitere Linien
    3.5.1 Gaetano Benedetti: Personalität und Ichdesorganisation als »Todeslandschaft«
    3.5.2 Stavros Mentzos: Dilemmata und Funktion der Dysfunktionalität
    3.5.3 Hermann Lang: Die strukturale Triade
    3.5.4 Salomon Resnik: Traumlogik und Körperlichkeit
    3.5.5 Yrjö O. Alanen: Familientherapeutischer und selbstpsychologischer Ansatz
    3.5.6 Giuseppe Civitarese: Transformation in Halluzinose
    3.5.7 Franco De Masi: Emotionales Unbewusstes und Befriedigung in der Wahnwelt
    3.5.8 Die Mentalisierungstheorie
    3.5.9 Joachim Küchenhoff: Psychodynamisches Faktorenmodell

4 Zu Entwicklung, Psychodynamik und Symptomatik psychotischer Störungen

  • 4.1 Psychosoziale Entwicklung
    4.1.1 Psychose als Ich-Störung
    4.1.2 Psychose als narzisstische Störung
    4.1.3 Psychose als Symbolisierungsstörung
  • 4.2 Psychodynamik
    4.2.1 Fallbeispiel B
    4.2.2 Unbewusstes
    4.2.3 Narzissmus und Ich-Funktionen
    4.2.4 Körpererleben
    4.2.5 Negativität
    4.2.6 Zeiterleben
    4.2.7 Gestörte Fähigkeit zur Differenzierung und Integration
    4.2.8 Dilemma statt Konflikt
  • 4.3 Auslösende Situation
  • 4.4 Symptomatik
    4.4.1 Abwehr
    4.4.2 Wahnbildungen
    4.4.3 Halluzinationen
    4.4.4 Negativsymptomatik
    4.4.5 Weitere Äußerungsformen der Ich-Störung

5 Behandlung

  • 5.1 Freuds Haltung zur Behandelbarkeit und die Frage nach der Übertragung
  • 5.2 Die Übertragungspsychose
    5.2.1 Ruth Mack Brunswick
    5.2.2 Paul Federn
    5.2.3 Herbert Rosenfeld
    5.2.4 Harold Searles
    5.2.5 Weitere Aspekte und Zusammenfassung
  • 5.3 Haltung und Gegenübertragung
  • 5.4 Zur Frage der Deutung
  • 5.5 Manualisierungen

6 Psychoanalyse und Sozialpsychiatrie

  • 6.1 Psychosoziale Aspekte einer psychiatrischen Behandlung
  • 6.2 Sozialpsychiatrie und Psychoanalyse
  • 6.3 Fallbeispiel E

7 Psychoanalyse im Dialog mit Psychopathologie und phänomenologischer Psychiatrie: Grenzen und Horizonte

Literatur

Die Autoren

Prof. Dr. phil. Timo Storck, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker und psychologischer Psychotherapeut, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin.

Daniel Stegemann, Dipl.-Psych., Psychoanalytiker und Psychologischer Psychotherapeut, jahrelange Tätigkeit in der ambulanten und stationären gemeindepsychiatrischen Versorgung von Menschen mit psychotischen Erkrankungen.

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