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Psychoanalyse und Zwischenleiblichkeit

Klinisch-propädeutisches Seminar

Details

Verlag Brandes & Apsel
Auflage/ Erscheinungsjahr 11.2020
Format 16.1 × 1.4 × 24.4 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 137 Seiten
ISBN 9783955582876

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19,90 €


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Zu diesem Buch

In der Zwischenleiblichkeit sind wir mit unserem Körper – bevor wir überhaupt denken – immer schon auf den Anderen bezogen, sodass der Leib in gewisser Weise alles ist und an der Konstitution aller Phänomene beteiligt ist. Welche Bedeutung kommt dann dieser Dimension des Zwischenleiblichen in der psychotherapeutischen Situation zu? Wird doch oft das, was uns unmittelbar auf den Leib rückt, aus dem bewussten Gewahrsein herausgefiltert, weil es uns damit konfrontiert, dass das Ich eben doch nicht autonom ist. Ist es möglich, die Aufmerksamkeit für das zwischenleibliche Geschehen in der psychotherapeutischen Situation zu schulen? Diesem ganzen Komplex widmet sich das Buch von Jörg Scharff auf innovative und fachlich-kompetente Weise. Im geschützten Übergangsraum eines klar definierten Settings bietet sich den Seminarteilnehmern die Gelegenheit, in der Rolle eines virtuellen Patienten oder Therapeuten.

Minisequenzen, die im therapeutischen Alltag regelmäßig vorkommen, performativ in Szene zu setzen. Das von allen Teilnehmern Erlebte aufgearbeitet und theoretisch eingeordnet. Die Ausführungen basieren auf den Erfahrungen, die in einer ganzen Reihe von Seminaren dieses Typs gemacht wurden. Es handelt sich um ein unmittelbares, leibnahes, höchst intensives Erfahrungslernen, in dem nicht einfach »über« etwas gesprochen wird, sondern in dem als gemeinsamer Bezugspunkt die lebendige Teilhabe an einer aktuell erlebten Szene figuriert. Deshalb empfiehlt Scharff, solche Seminare an den Anfang der behandlungspraktischen psychoanalytischen sowie allgemein psychodynamischen Ausbildung zu stellen.

Der Autor

Jörg M. Scharff, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV/IPA) in freier Praxis. Ausbildungstätigkeit bei Pro Familia, am Anna-Freud-Institut Frankfurt sowie als Dozent und Lehranalytiker am Frankfurter Psychoanalytischen Institut. Veröffentlichungen zur psychoanalytischen Theorie der Denkstörung und Perversion, zur inszenierenden Interaktion, zur psychoanalytischen Behandlungstechnik und zu den musikalischen Aspekten des psychoanalytischen Dialogs.

Aus dem Inhalt

  • Worum geht es in diesem Buch?
  • 1. Aufmerksamkeit für die Zwischenleiblichkeit
  • 2. Zur Zwischenleiblichkeit in der analytischen Situation
  • 3. Das Seminar
  • 4. Beispiele für mögliche klinische Rollenspiele
  • 5. Detaillierte Anweisungen zum Ablauf des klinischen Rollenspiels
  • 6. Ausgewählte Rollenspielsequenzen in ihrem konkreten Verlauf:
  1. Auf das Stimmliche zentriert
  2. Auf das Mimische zentriert
  3. Gesamtgestus
  • 7. Ergebnisse:
  1. Eine unaufhebbare Spannung: Schulung einerseits - Unverfügbarkeit andererseits
  2. Lernen vor Ort
  3. Das Spiel ist Ernst
  4. Leibliches Erleben
  5. Vielfalt der Antworten auf ›gleiche‹ Vorgaben
  6. Vorgabe und deutende Kontextualisierung
  7. In das Sprechen hineinhören
  8. Forschung an den Mikroprozessen, die ›Zeitlupe‹, Erkenntnispotenziale in der ›psychoanalytischen Fundgrube‹
  9. Wahrnehmungsschulung oder Verführung zur Manipulation?
  10. Ist auch die normale analytische Situation ein Rollenspiel?
  11. Denkbare Modifikationen und Erweiterungen. Grenzen
  • 8. Konsequenzen
  • 9. Anhang: Auswahl möglicher Vorgaben / 10. Literatur

Rezensionen

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