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Psychoanalyse und Säuglingsforschung

Details

Verlag Springer Berlin
Auflage/ Erscheinungsjahr Reprint der EA 29.01.1991
Format 23,5 × 15,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 241 Seiten
Gewicht 397
ISBN 9783540525561

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74,99 €


Merkliste

Aus dem Vorwort des Autors

"Meine Beschäftigung mit den Befunden der Sauglings- und Kleinkindforschung über die ersten 2 Lebensjahre erwächst aus meinem wichtigsten beruflichen Anliegen: ich bin Kliniker, und mir geht es urn die Psychoanalyse von Patienten.

Ich habe 30 Jahre lang aus meiner klinischen EinsteIIung heraus gearbeitet und theoretisiert und es immer als lohnend und spannend empfunden, meine Fragen aus der Beobachtung des Abnormalen abzuleiten; ich versuchte Hypothesen darüber aufzusteIIen, wie sich Krankheitsbilder entwickeln. Ich war viele Jahre lang von der inneren Stimmigkeit, die von den Antworten der analytischen Theorie ausging, und auch von ihrer klinischen Nützlichkeit buchstäblich so absorbiert, daß ich übersah, daß möglicherweise meine analytische Haltung die Konstrukte prägte, die ich verwendete. Als ich dann allerdings zunehmend auf die, ´new wave` der Sauglingsforschung aufmerksam wurde, beeindruckten mich nicht nur die neuartigen Ergebnisse, sondern auch die ganz andere Haltung, in der die Beobachtungen durchgeführt wurden. Statt dem bereits eingefahrenen, pathologiezentrierten Fragestellungsmodus zu folgen, warfen die Sauglingsforscher einen unverbrauchten Blick auf die Frühentwicklung. Vom Standpunkt eines analytischen Theoretikers aus, der Konzepte wie das Stadium des Narzißmus von vorneherein zugrundelegt, erschienen die Sauglingsforscher dagegen salopp gesagt als ´naive` Naturalisten. (...)"

Inhaltsverzeichnis

Teil I: Das Neugeborene

1. Neugeborenenforschurig als Herausforderung für die psychoanalytische Theorie

  • Einige Fragen zur Triebtheorie
    Ist Spannungsreduktion eine angemessene Modellvorstellung?
    Ist Bedürfnisbefriedigung die einzige Grundlage der Objektbeziehungen?
  • Eine Erweiterung der Ich-Psychologie
  • Inplikationen für die Theorie der Objektbeziehungen
  • Eine neue Vorstellung von Affekten
  • Abschließende Bemerkungen

2. Wie können wir das anfängliche Selbst- und Objektempfinden untersuchen?

  • Genetische Ausstattung
  • Die Neigung zu generalisieren und zu spezifizieren
  • Der Kontext
  • Schematische Formalismen im Gegensatz zur Reichhaltigkeit der Erfahrung

Teil II: Das erste Lebensjahr

3. Zu einem Verständnis für Anpassungsvorgänge im 1. Lebensjahr

  • Organisation durch States und die Strukturierung der Reaktion
  • Stimulationssuchende Aktivität und beginnende Kommunikation
  • Die Ausgestaltung von Persönlichkeitszügen
  • Die Regulierung dystonischer Stimulation

4. Müssen wir für das 1. Lebensjahr eine Selbst-Objekt-Differenzierung annehmen?

  • Intrapsychische Repräsentation
  • Die Repräsentation von Intentionalität auf der Vorstellungsebene
  • Affektive Einstellungen gegenüber anderen

5. Weitere Überlegungen zum Zeitplan

  • Phantasie
  • Emotion
  • Antizipation
  • Gedächtnis
  • Die Abwehrorganisation

6. Gedanken über das Ich und das Es im I. Lebensjahr

Teil III: Das zweite Lebensjahr

7. Anfänge der Abbildungsfähigkeit und der Informationsaustausch durch Zeichen und Signale

  • Der Übergang zur Abbildungsfähigkeit
  • Die Bedeutung der Abbildungsfähigkeit
  • Der Spiegel und das Selbst
  • Weitere Aspekte der Abbildungsfähigkeit
  • Spezielle Überlegungen
  • Schlußfolgerung

8. Spekulationen über das ganzheitliche Selbst als „auftauchendes Merkmal“

  • Das Empfinden für das Selbst als Leitfigur

9. Die Auswirkungen von Selbstbehauptung und genitaler Bewußtheit auf das auftauchende Selbst

  • Die Aufwallungen der Selbstbehauptung
  • Zunehmende Genital- und Leibempfindungen

10. Symbolische Repräsentation und die Konsolidierung des Selbst

  • Informationsverarbeitung in 2 kognitiv-affektiven Modi
  • Die Auswirkungen auf das Kleinkind

Teil IV: Anwendungen

11. Erogene Zonen und Alternativmodelle für die Organisation in der frühen Kindheit

  • Wie interpretieren wir Bedeutung?
  • Wie Entwicklung verstanden wird
    Freuds Konzeption
    Die Ansichten der Säuglingsforschung
  • Auf dem Weg zu einer neuen Lerntheorie
    Die Bedeutung spannungsreicher Erlebnisse
    Eriksons Vorstellungen über Organmodi
    Was ist für einen Ausgleich der Standpunkte erforderlich?
  • Die Bedeutung der Affekte
    Weitere Überlegungen zur Regulierung
  • Die Umformung der Früherfahrung
    Schlußfolgerung

12. Die psychoanalytische Situation und die frühe Kindheit

  • Deutungsprogramme im Wandel
    Das Kleinianische Programm
    Kernbergs Sichtweise
    Die Schemata von Mahler und Kohut
    Weitere Fragestellungen für unser klinisches Vorgehen
  • Klinische Beispiele
  • Anwendungen auf die psychoanalytische Situation
    Vordergrund- und Hintergrundkommunikation
    Der Stellenwert der Empathie
    Die Mutter-Kind-Interaktion als Metapher

13. Eine erlebnisnahe Auffassung von der Heilwirkung der Psychoanalyse

  • Verschiedene Vorstellungen von Heilung
    Frühe Ansichten
    Das strukturelle Modell
    Die Fokussierung des Selbst und der Objektbeziehungen
    Konfrontierendes vs. cmpathisches Vorgehen
  • Eine überarbeitete Auffassung vom therapeutischen Prozeß
  • Eine abschließende Stellungnahme

Literatur
Namenverzeichnis
Sachverzeichnis

Über den Autor

Joseph D. Lichtenberg, us-amerikanischer Psychiater und Psychoanalytiker, war Professor, Lehr- und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut Washington; zahlreiche Buchpublikationen. Beiträge in der Zeitschrift Selbstpsychologie.

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