Bestelltelefon: 0800 588 78 30

Frick, Eckhard; Hamburger, Andreas; Maasen, Sabine (Hg.)

Psychoanalyse in technischer Gesellschaft

Streitbare Thesen

Details

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
Auflage/ Erscheinungsjahr 12.08.2019
Format 20,5 × 12,3 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 205 Seiten
Abbildungen mit 2 Abb.
ISBN 9783525403877

Kauf-Optionen

30,00 €


Merkliste

Sind psychoanalytische Konzepte und Ansätze noch von Relevanz in einer durchtechnisierten und zusehends digital-medialisierten Welt?

Zu diesem Reader

Die fortschreitende Digitalisierung und Medialisierung läßt den Menschen sowohl als Individuum als auch im Kollektiv immer unentrinnbarer eingewoben sein in die Strukturen des Big Data - des immer anwesenden BigBrothers - der unser Privat- und Arbeitslebenleben zunehmend coacht, strukturiert, überwacht und inzwischen immer mehr auch sanktioniert. Das Leben, die Arbeit, der Mensch und das Menschenbild selbst verändern sich gewaltig.

Kann Sigmund Freuds Absicht, psychische Prozesse naturwissenschaftlich zu erklären, mit den avancierten Mitteln der Technik verwirklicht werden, oder wird nun immer deutlicher, welcher Paradigmenfehler in dieser Hoffnung steckte? Gelingt es der technisierten Lebenswelt mit Hilfe der Psychoanalyse, Subjektivität neu zu fassen in unserem medialisierten Alltag und mit einer vorherrschend technischen Auffassung von Körper und Krankheit? Inwiefern kann sich die technisierte Gesellschaft durch psychoanalytische Reflexion verstehen und gestalten? Die Beiträge dieses Bandes fragen aus soziologischer, psychologischer, medizinischer und philosophischer Sicht nach der Relevanz des psychoanalytischen Diskurses für unsere Gesellschaft.

Die Beiträge dieses Bandes fragen aus soziologischer, psychologischer, medizinischer und philosophischer Sicht nach der Relevanz des psychoanalytischen Diskurses für unsere Gesellschaft.

Die Beiträge des Bandes

Geleitwort von Christa Rohde-Dachser // Vorwort der Herausgeber

I Heilung

  • 1 Andreas Hamburger, Eckhard Frick und Sabine Maasen: Einleitung zu Teil I: Die leise, aber beharrliche Stimme der Psychoanalyse im vielstimmigen Konzert der psychotherapeutischen Versorgung
  • 2 Eckhard Frick: Übertragung per Mausklick? Nüchtern und jenseits der Pro-Kontra-Falle über Online-
  • Psychotherapie reflektieren
  • 3 Wolfgang Mertens: Psychoanalytische Wahrheitssuche im postfaktischen Zeitalter – veraltet, überflüssig oder wichtiger denn je?
  • 4 Daniel Teufel; Pascal O. Berberat: Einem großen Teil des Materials verständnislos gegenüber. Was die moderne Medizin noch von der Freud’schen Psychoanalyse lernen kann – und sollte
  • 5 Joram Ronel; Eckhard Frick: Zwischen technischer und psychoanalytischer Codierung.

II Forschung

  • 6 Eckhard Frick, Sabine Maasen; Andreas Hamburger: Einleitung zu Teil II
  • 7 Eckhard Frick: Evidenzbasierte Medizin als Gestalt des technischen Unbewussten
  • 8 Anna Buchheim: Die Herausforderung der experimentellen Untersuchung des Unbewussten. Überlegungen zur Psychoanalyse im Spannungsfeld neurowissenschaftlicher Forschung
  • 9 Peter Henningsen: (Wie) Passt die Psychoanalyse zur biopsychosozialen Medizin von heute?
  • 10 Christian Roesler: Tele-Analyse – Psychotherapie über technische Medien und die Konsequenzen für Interaktion und Beziehung
  • 11 Andreas Hamburger: Hätte Freud ein MRT gehabt. Forschungsperspektiven zur Mikrodynamik des sozio-affektiven Austauschs.
  • 12 Der Psychoanalytiker zu Besuch im technischen Theater der Neurowissenschaften. Christian Sorg (S) und Eckhard Frick (F) im kollegialpsychiatrischen Gespräch.

III Gesellschaft

  • 13 Sabine Maasen, Andreas Hamburger; Eckhard Frick: Einleitung zu Teil III
  • 14 Michael Penkler: Die Psychoanalyse und die Suche nach der Evidenz
  • 15 Michael Holohan: Psychoanalysis, Biomedicine, and the Irreducible Singularity of the Subject. A Reflection on Psychoanalytic Epistemology and Teaching Psychoanalysis in the (Medical) University
  • 16 Christina Schachtner: Die Anderen – Intersubjektivität im Netz psychoanalytisch betrachtet
  • 17 Sabine Maasen: Digitale Technologien, ihr Unbewusstes, ihre Gesellschaft: Psychoanalyse als Gegenwissenschaft?

Die Autorinnen und Autoren

Die Herausgeber

Eckhard Frick sj, Prof. Dr. med., M. A., Jahrgang 1955, studierte Medizin, Theologie und Philosophie und trat 1986 in die Gesellschaft Jesu ein; 1992 Ordination. Er ist Psychiater und Psychoanalytiker (C. G. Jung), Professor für Anthropologische Psychologie an der Hochschule für Philosophie und für Spiritual Care an der Technischen Universität München(www.spiritualcare.de), Lehranalytiker des C.G. Jung-Instituts München (DGAP, IAAP, DGPT), Psychodramatiker, erster Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität.

Andreas Hamburger, Dr. phil., Diplom-Psychologe und Germanist, ist Professor für Klinische Psychologie an der International Psychoanalytical University (IPU) Berlin, Privatdozent an der Universität Kassel, Psychoanalytiker (DPG), Lehranalytiker und Supervisor (DGPT).

Sabine Maasen, Prof. Dr. rer. soc., ist Direktorin am Munich Center for Technology in Society (MCTS) der TU München.

Rezensionen

Sie sind eingeladen, Ihre Meinung zum Buch, durchaus auch eine vollständige Rezension, an dieser Stelle zu veröffentlichen. Wir behalten uns vor, unpassende Kommentare zu löschen.

  • 1

Der Artikel wurde in den Warenkorb gelegt.

weiterstöbern zum Warenkorb