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Psychoanalyse

Aufsätze aus den Jahren 1951–1979 (Neuausgabe). - Mit einer Einführung »Zur Bedeutung des Werks von Hans W. Loewald für die Psychoanalyse« von Werner Bohleber

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 12.2021
Format 21 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 432 Seiten
Gewicht 640
Reihe Bibliothek der Psychoanalyse
ISBN 9783837931273

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44,90 €


Merkliste

»Das Gedächtnis ist für den Psychoanalytiker nicht nur eine Fähigkeit oder Funktion des Intellekts, mit deren Hilfe der menschliche Geist Erfahrungen, Ereignisse und Objekte registriert, bewahrt und möglicherweise erinnert. Für ihn hat das Gedächtnis auch etwas mit Trennung, Verlust, Trauer und Wiederherstellung zu tun […]. Die Vergangenheit wäre ohne das Gedächtnis unwiederbringlich verloren, ja, es gäbe gar keine Vergangenheit, wie es auch keine sinnerfüllte Gegenwart oder vorstellbare Zukunft gäbe. Die Tatsache, dass uns das Gedächtnis eine Vergangenheit haben lässt, bedeutet, dass wir den Verlust und die Unwiederbringlichkeit der Vergangenheit erleben und sie dennoch in anderer Gestalt wiedererwecken können«  -  Loewald, 1986, S. 130

Zu dieser Neuausgabe

Hans W. Loewald gilt als einer der führenden Theoretiker der Psychoanalyse und als bedeutender Vertreter der klinischen Psychiatrie. Die vorliegenden Aufsätze spannen einen Bogen von seiner Arbeit an Begriffen und Theorien zu Objektbeziehungen, psychischer Strukturbildung oder dem Zeiterleben bis hin zu Einblicken in den psychoanalytischen Prozess, der Wirkung der Psychoanalyse und dem therapeutischen Potenzial.

Loewalds philosophischer Blick und sein Sensorium für die interdisziplinäre Anwendung der Psychoanalyse verdeutlichen die Aktualität seiner Aufsätze, die die Psychoanalyse als gesellschaftliche Kraft verstehen – im Verhältnis stehend zu Persönlichkeit, Kultur und Herrschaft.

Aus dem Inhalt

  • Zur Bedeutung des Werks von Hans W. Loewald für die Psychoanalyse (Werner Bohleber)
  • Vorwort
  • Vorwort zur deutschen Ausgabe

Teil I Begriffe und Theorie

  • Ich und Realität
  • Überich und Zeit
  • Über Verinnerlichung
  • Überlegungen zur Wiederholung und zum Wiederholungszwang
  • Über Motivation und Triebtheorie
  • Das Zeiterleben
  • Perspektiven der Erinnerung
  • Ich-Organisation und Abwehr
  • Primärprozeß, Selnandärprozeß und Sprache
  • Triebtheorie, Objektbeziehungen und psychische Strukturbildung

Teil II Der psychoanalytische Prozeß

  • Zur therapeutischen Wirkung der Psychoanalyse
  • Verinnerlichung, Trennung, Trauer und das Überich
  • Die psychoanalytische Theorie und der psychoanalytische Prozeß
  • Die Übertragungsneurose. Anmerkungen zum Begriff und zum Phänomen
  • Anmerkungen zu einigen Triebmanifestationen bei der Überich-Bildung
  • Buchbesprechung: Heinz Kohut, Narzißmus. Eine Theorie der psychoanalytischen Behandlung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen
  • Psychoanalyse als Kunst und der Phantasiecharakter der psychoanalytischen Situation
  • Überlegungen zum psychoanalytischen Prozeß und seinem therapeutischen Potential
  • Das Dahinschwinden des Ödipuskomplexes
  • Bibliographie / Personenregister / Sachregister.

Der Autor

Hans Loewald (* 19. Januar 1906 in Colmar, † 9. Januar 1993 in Hamden (Connecticut), war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker und Professor für klinische Psychiatrie an der Yale-Universität.

Leben: Hans W. Loewald wurde im Jahr 1906 in Colmar im Elsaß geboren. Sein Vater, ein Arzt jüdischen Glaubens mit Interesse an Dermatologie und Psychiatrie, verstarb kurz nach seiner Geburt. Die Mutter, eine Pianistin, zog mit dem Kind nach Berlin. Hans Loewald studierte Medizin in Marburg und Freiburg im Breisgau, wo er Martin Heidegger kennen lernte, was ihn dazu veranlasste, zusätzlich Philosophie zu studieren. Heidegger wurde der Mentor von Hans Loewald. Heideggers Hinwendung zum Nationalsozialismus führte zur schmerzhaften Entfremdung. Loewald beendete sein Medizinstudium 1934 in Rom und praktizierte anschließend als Psychiater in Padua. 1939 erfolgte die Emigration in die USA. Dort wurde er mit den Schriften von Sigmund Freud vertraut, die ihn bis an sein Lebensende beschäftigten. Hans Loewald praktizierte als Psychoanalytiker in New Haven und hatte später eine Professur für klinische Psychiatrie an der Yale-Universität inne. (Quelle: nach Wikipedia)

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