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Psyche zwischen Kausalität und Kontingenz

Turnheim – David-Ménard – Lacan

Details

Verlag Königshausen u. Neumann
Auflage/ Erscheinungsjahr 12.10.2021
Format 22,5 × 14 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 150 Seiten
ISBN 9783826074240

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24,80 €


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Zu diesem Buch

Wie kommt es zur Erfahrung des Unbewussten? Was ist die Ursache davon? Welche Rolle spielen scheinbar zufällige Momente, die Kontingenzen dabei?

Das sind Fragen, die die neuere sprachorientierte Psychoanalyse bewegen. Eine bedeutsame Vorlage dazu ist die Signifikantentheorie des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan (1901–1981). Der vorliegende Essay stellt dar, wie Michael Turnheim und Monique David-Ménard, Publizisten und praktizierende Analytiker beide, Turnheim bis zu seinem Tod 2009 überwiegend in Wien, David-Ménard bis heute in Paris tätig, Lacans Ideen aufgreifen und zu eigenständigen analytischen Ansätzen weiterentwickeln. Turnheim betont den Moment der psychischen Eröffnung, was er die »Begegnung mit Anderem« nennt, David-Ménard hebt das Gewicht des individuellen Kontextes und der vielfältigen Kontingenzen hervor. Kausalität und Kontingenz bilden ein Verhältnis, um das die sprachbedingte Ambiguität des Unbewussten sich in maßgeblicher Weise dreht.

Ein Exkurs zu dem Prosabuch Nachtgeschwister (2009) der Schriftstellerin Natascha Wodin rundet diese Perspektive ab. Das Werk ist eine Autofiktion, in dem Wodin die passionierte Beziehung ihres Erzähl-Ich zu dem Schriftsteller Wolfgang Hilbig umkreist.

Inhalt

  • Figuren der Ko-Konstitution
    Zur Einführung
  • I. Reduktion ja, aber auf das Irreduzible
    Michael Turnheim
  • II. Kontext und Kontingenz: Ein fruchbares Verhältnis
    Monique David-Ménard
  • III. Am Platz der Causa und doch kontingent: Das Objekt
    Jaques Lacan
  • Zwischen Wahn und dem Wahren
    Natascha Wodin: "Nachtgeschwister"
  • Ausblick

Die Autorin

Johanna Bossinade ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur a.D. und war bis 2019 als Psychoanalytikerin tätig. Sie forscht zur Psychoanalyse und zur Literatur unter dem spezifischen Aspekt der Sprachwirkung. Ihre Publikationen betreffen beide Gebiete. Der Fokus liegt derzeit auf Fragen der Medialität. Bei K&N erschien von ihr Theorie der Sublimation. Ein Schlüssel zur Psychoanalyse und zum Werk Franz Kafkas (2007) sowie Die Stimme des Anderen. Zur Theorie der Alterität (2011).

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