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Bohleber, Werner (Hg.)

PSYCHE - Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen

Ausgabe 9/10 2017 - ›Geschwister‹

Details

Verlag Klett-Cotta
Auflage/ Erscheinungsjahr 1., Aufl. 28.08.2017
Format 15,1 × 2,2 × 23,3 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 250 Seiten
ISBN 9783608973556

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24,90 €


Merkliste

Zu diesem Themenband der PSYCHE

Geschwister lassen sich - leider, leider - nicht frei wählen oder im Katalog aussuchen, wie wir dies bereits bei den uns auferlegten Eltern bemerken konnten. Die ein Leben lang währende Verbindung mit den Geschwistern, welche die mit den Eltern verbrachte Lebenszeit üblicherweise bei weitem überragt und die nicht eben unerheblichen Einfluß auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung hat, dürfte hinsichtlich der Beziehungsdynamik im Vergleich der zu den Eltern kaum nachstehen.

Umso bemerkenswerter, daß diese eher einfache und realitätsgeleitete Beobachtung in der psychoanalytischen Entwicklungs-, Krankheits- und Behandlungstheorie über lange Zeit weitgehend ausgeblende blieb, indem der Blick fixiert blieb auf die Mutter-Kind-Beziehung, bz. auf die "Triade". Erst in jüngerer Zeit beginnt sich dieses Aufmerksamkeitsdefizit aufzulösen.

Der vorliegende Jahresthemenband 9/10 der Zeitschrift PSYCHE möchte einen Überblick über die internationale Forschung und vertiefende Überlegungen zum Thema bieten und auf diese Weise dazu beitragen, Geschwister und Geschwisterbeziehungen in ihren bewussten und unbewussten Dynamiken, Bedeutungen und Konflikten in Zukunft im Bereich der Psychotherapie stärker in den Blick zu nehmen.

Inhalt

  • Susanne Döll-Hentschker: Editorial
  • Susanne Döll-Hentschker: Geschwister(er)leben - eine zu wenig beachtete psychische Dimension. Eine Literaturübersicht

Susanne Döll-Hentschker zeichnet in einem Übersichtsartikel die historische Entwicklung der psychoanalytischen Theorien zum Thema Geschwister von Freud, Klein und Anna Freud bis heute nach.

  • René Kaës: Der Geschwisterkomplex

René Kaës greift Freuds Begriff des Geschwisterkomplexes auf und arbeitet diesen aus.

  • Juliet Mitchell: Warum Geschwister? Das »Geschwistertrauma« und das »Gesetz der Mutter« auf der »horizontalen« Achse

Juliet Mitchell stellt die Annahme eines universalen Geschwistertraumas vor, das sie mit dem »Gesetz der Mutter« verbindet.

  • Inge Seiffge-Krenke: Das Aschenputtel-Phänomen. Neid unter Schwestern und die Aufspaltung des Mutterbildes

Inge Seiffge-Krenke beschäftigt sich mit dem Neid unter Schwestern und der in spezifischen Konstellationen festzustellenden Aufspaltung des Mutterbildes.

  • Vivienne Lewin: Faszinosum Zwillinge: ganz besondere Geschwister

Vivienne Lewin gibt einen Überblick über die besondere Geschwisterkonstellation von Zwillingen.

  • Veronika Charisius-Weiss: Individuation zwischen »Twinning« und »Catastrophic Change«

Veronika Charisius-Weiß beschreibt die psychoanalytische Behandlung eines Zwillings, insbesondere die Bedeutung der symbiotisch-ungetrennten »twinning-Beziehung«.

  • Donald Capps: Das Ersatzkind. Das Urteil des Salomo und die Sublimierung des Geschwisterneides

Donald Capps beschäftigt sich mit dem Ersatzkind, dem Kind, das nach dem Tod eines Geschwisters geboren wird und/oder das in die Rolle gerät, ein verstorbenes Geschwister zu ersetzen.

  • Margaret Ann Fitzpatrick Hanly: Geschwisterrivalität, Loslösung und Entwicklungsprozesse in Jane Austens »Verstand und Gefühl«

Margaret Ann Fitzpatrick Hanly untersucht Geschwisterrivalität, Identifikationen und Ablösungsprozesse der Schwestern in Jane Austens Roman Verstand und Gefühl.

  • Eine Sammelrezension von Büchern zum Thema Geschwister von Günter Reich und Antje von Boetticher beschließt das diesjährige Doppelheft.

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