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Bohleber, Werner (Hg.)

PSYCHE - Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen

Ausgabe 2019.4

Details

Verlag Klett-Cotta
Auflage/ Erscheinungsjahr 04.2019
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Broschiert
Seiten/ Spieldauer 110 Seiten
Reihe Psyche
ISSN 0033-2623_PS_419

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16,90 €


Merkliste

Die Hauptbeiträge des Heftes

  • Steven H. Knoblauch: Fluidität der Emotionen und Verletzlichkeit in der ­therapeutischen Situation. Ein Feld rhythmischer Spannungen

    Im vorliegenden Aufsatz stellt der Autor eine Erneuerung der »Feldtheorie« in der Psychoanalyse vor, die die Möglichkeit eröffnet, konzeptionell und in der therapeutischen Praxis über kategoriale und strukturelle Re-Präsentationen von Interaktionsvorgängen hinauszugehen und auch das, was er als »fluide Ausdrucksvorgänge« beschreibt, zu erfassen und damit klinisch zu arbeiten. Es wird die hese entfaltet, dass sich ein stimmigeres Bild der Affektregulierung zeichnen lässt, wenn vom Konzept der Affektnavigation und seinen verschiedenen Bedeutungsaspekten und Verwendungen ausgegangen wird. An Fall­beispielen von Therapeuten und Theoretikern, die auf die relationale Psychotherapie und auf Bions Lehre Bezug nehmen, wird anschaulich, wie verkörperte Ausdrucksvorgänge rhythmischer Musterbildungen, die aufgrund ihrer Fluidität nicht symbolisch/kategorial re-präsentiert werden können, eine umfassendere Erkennung von Selbstzuständen und ihren Verschiebungen ermöglichen und so die Aufmerksamkeit des Klinikers erweitern, wenn er der Entfaltung und Schichtung des emotionalen Erlebens nicht nur im Patienten, sondern auch in sich selbst nachgeht.
  • Michael Schröter: Im Zwischenreich. Akademische Psychiatrie und Psychoanalyse in Wien ca. 1918−1932

    In Wien gab es nach 1918, anders als in Berlin (oder überhaupt in Deutschland), gewichtige personelle Überschneidungen zwischen akademischer Psychiatrie und Psychoanalyse. Das lag primär am Lehrstuhlinhaber Julius Wagner-Jauregg, der trotz ablehnender Einstellung zur Psychoanalyse seinen Mitarbeitern freie Hand für einschlägige Forschungen ließ. Drei Exponenten dieser Verbindung werden vorgestellt: Otto Pötzl, dessen psychoanalytisches Engagement begrenzt blieb; Paul Schilder, der in den 1920er Jahren mehr dazu tat, die Psychoanalyse in der psychiatrisch-neurologischen Fachwelt bekannt zu machen, als irgendjemand sonst außer Freud; und Heinz Hartmann, der erst nach 1927/28 aus einer Außenseiterposition ins Establishment der Freud-Schule aufrückte. Bei allen dreien, die sich außerhalb der therapeutischen Praxis um die empirische Bestätigung und theoretische Weiterentwicklung psychoanalytischer Lehren bemühten, gibt es Indizien dafür, dass sie von eingefleischten Freudianern weniger begrüßt denn als Fremdlinge empfunden wurden. Als ein spezieller Ort der Verbindung von Psychiatrie und Psychoanalyse wird außerdem der Wiener Verein für angewandte Psychopathologie und Psychologie vorgestellt.

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