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Privatheit im digitalen Zeitalter

Details

Verlag Böhlau Wien
Auflage/ Erscheinungsjahr 1. Aufl.; 05.02.2014
Format 21 × 13,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden
Seiten/ Spieldauer 207 Seiten
Abbildungen 6 s/w-Abb.
ISBN 978-3-205-79529-2

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19,90 €


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Zu diesem Buch

Privatheit ist Kernelement eines humanen Lebens und als unveräußerliches Menschenrecht Voraussetzung kommunikativer Freiheitsrechte. Dies drückten schon antike und biblische Autoren in ihren Texten aus. Die gegenwärtige Bedrohung durch Big Data scheint Privatheit als humanes und Rechtsgut weitgehend auszuhöhlen, informationelle Selbstbestimmung wird ausgehebelt. Das Buch geht der historischen Entwicklung von Privatheit, ihrer Thematisierung in alten Texten, ihrer Konkretisierung in Gestalt des geschützten Hauses und Gartens sowie ihren wachsenden Bedrohungen seit dem 18. Jahrhundert und heute im digitalen Zeitalter kritisch nach. Es wird aufgezeigt, welche Optionen Zivilgesellschaft und Gesetzgeber haben, um Privatheit in ihrer Kernfunktion zu schützen. Das Buch leuchtet das Thema umfassend kultur- und rechtsgeschichtlich sowie juristisch aus und stellt ein Referenzwerk dar.

Aus dem Inhalt

I. Ein Entwurf am Anfang der Menschheitsgeschichte

  • Der Garten als Ort der Privatheit
  • Sinnenfällige Gartenbilder und rechtskulturelle Perspektiven 
  • Code der Paradiesgeschichte 
  • Das menschliche Maß der Privatheit

II. Privatheit als Geschichte der informationellen Selbstbestimmung

  • Informationsordnung und informationelle Selbstbestimmung 
  • Informationelle Selbstbestimmung zwischen dem Selbst und der Allgemeinheit 
  • Privatheit und Informationsordnungen in der Geschichte

III. Privatheit im digitalen Imperium

  • Der Datenschutz als Lotse in der Informationsflut und als Forum für eine Kultur des Dialogs
  • Information als Rechtsgut
  • Erbe alter Rechtskulturen 
  • Datenschutz als rechtskulturelle Leistung 
  • Informationsflut und offene Gesellschaft 
  • Ruf der Aufklärung

IV. Privatheit und Trojanische Pferde

  • Die unsichtbare Jagd nach privaten Informationen 
  • Ziel und Rechtsgrundlage der Staatstrojaner 
  • Die Botschaft Kafkas
  • Geschichte der Staatstrojaner

V. Öffentlichkeit, Geheimhaltung und Privatheit

  • Kurze Geschichte der Information
  • Funktion demokratischer Öffentlichkeit 
  • Grenzenlose Öffentlichkeit: das Beispiel WikiLeaks 
  • Qualitätsjournalismus im Vergleich zur Öffentlichkeitsarbeit einer Regierung
  • Wissen und Macht

VI. Privatheit im Bild einer Identität durch Grundrechte

  • Europas Identität eine Vorgeschichte

VII. Moderner Kassandraruf

  • Das Recht auf Privatheit ein universelles Menschenrecht
  • Universelles Menschenrecht auf Privatheit
  • Big Data
  • Ruf der Kassandra und Rückfragen der Bürger

Über die Autoren

Wolfgang Schmale ist Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien.

Marie-Theres Tinnefeld ist Professorin für Datenschutz und Wirtschaftsrecht an der Hochschule München und Publizistin.

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