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(Per)Versionen von Liebe und Haß

Details

Verlag Volk und Welt
Auflage/ Erscheinungsjahr 2000
Format 21,2 × 14,2 × 3 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Gebunden
Seiten/ Spieldauer 272 Seiten
Gewicht 470
ISBN 9783353011749

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»Die Hand greift nach dem geliebten Objekt; und plötzlich wächst dort eine zweite Hand der ersten Hand entgegen: eine schöne Szene, ein Wunder – ein Phantasma!
Warum glückt die Liebesbegegnung in der Wirklichkeit so selten, warum begehren wir oftmals gerade das Unerreichbare, ja zerstören bisweilen, was wir lieben?«

Zu diesem Buch

Renata Salecl spürt den Irrwegen des Begehrens nach, indem sie Licht auf den Blinden Fleck wirft, um den herum das Subjekt seine Menschwerdung und seinen Eintritt in die Gesellschaft vollzieht, den es mit aller Macht verdecken muß und der dennoch als innerste Triebfeder ständig präsent ist.

Vielgestaltig sind die Bemühungen, der Begegnung mit dem eigenen Mangel zu entgehen: Von den Maskeraden des Liebesspiels in Hollywoods Melodramen weist Salecl einen direkten Weg zur politischen Inanspruchnahme kollektiver Erinnerung; die extremen Körperverletzungen der body-art-Aktionen führen sie direkt zu den Ideologien moderner Unternehmenskultur und zum universalen Geltungsanspruch der Menschenrechte. Ob Klitorisbeschneidung oder Ceausescus Städteplanung – immer bringt die Autorin das Selbstverständnis unserer aufgeklärten Zeit in beunruhigende Nähe zu irrationalen oder totalitären Praktiken und registriert mit der Genauigkeit der Kriminologin (die die Autorin ebenfalls ist) die körperlichen und sprachlichen Symptome der postmodernen Vorstellung von Subjektivität.

Aus dem Inhalt

»Ich kann dich nur lieben, wenn ich dich aufgebe«

  • Was vom Tage übrigblieb
  • Zeit der Unschuld
  • Der große Andere der Liebe
  • »Niemals werde ich mich herablassen, etwas anderes zu wollen«

Liebe zwischen Begehren und Trieb

  • Rhapsody oder Liebe als Narzißmus
  • The Seventh Veil oder verliebtes Über-Ich
  • Liebe und Begehren
  • Vom Begehren zum Trieb
  • Vom männlichen und weiblichen Genius

Das Schweigen des weiblichen Geniessens

  • Vom Begehren des Anderen zum Genießen des Anderen
  • Vom Genuß der Sirenen
  • Homer und Kafka

Dür die Liebe zur Nation: Ceausescus Disneyland

  • Identität und Institution
  • Die Nostalgie der Erinnerung
  • Der Staat als Kunstwerk
  • Das Einkaufszentrum Rumäniens

Liebe mich, Liebe meinen Hund: Psychoanalyse und Grenze zwischen Tier und Mensch

  • Von Hunden und Menschen
  • Pawlow mit Freud
  • Das Nichts essend

Sieh nichts Böses, Sag nichts Böses: Hate-Speech und Menschenrechte

  • Die Gewalt der Worte
  • Der große Andere und Leid der Opfer
  • Der Rest
  • Die Gewalt der kulturellen Unterschiede
  • Gibt es unterschiedliche universelle Rechte?

Schnitt in den Körper: Von der Klitoriedektomie bis zur Body Art

  • Initiation und Individualisierung
  • Die Impotenz der Autorität
  • Was steckt hinter dem imaginierten Simularium

Concturisa:»Das sagt gar nichts«

Lieferbarkeitshinweis

Bei der SFB als verlagsfrischer Archivbestand zum Angebotspreis; beim Verlag vergriffen.

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