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Normal

Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen. (OT: Saving Normal. An Insider’s Look at What caused the Epidemic of Mental Illness and how to cure It.)

Details

Verlag DuMont Buchverlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 22.04.2013
Format 21,3 × 14,4 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 430 Seiten
ISBN 9783832197001

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22,00 €


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Zu diesem Buch

1980 hielt man in psychiatrischen Fachkreisen einen Menschen für normal, wenn er ein Jahr lang um einen verstorbenen nahen Angehörigen trauerte. 1994 empfahl man Psychiatern mindestens zwei Monate Trauerzeit abzuwarten, bevor man Traurigkeit, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen und Apathie als behandlungsbedürftige Depression einstufte.

Emsige Malignisierungsbestrebungen: Mit dem neuen Katalog psychischer Störungen DSM 5 wird dem Behandler beispielsweise empfohlen, besser schon nach wenigen Wochen in Fällen pathologischer Trauer die Alarmglocken zu läuten. Vor einer Inflation der Diagnosen in der Psychiatrie warnt deshalb der international renommierte Psychiater Allen Frances. Er zeigt auf, welche brisanten Konsequenzen die Veröffentlichung haben wird: Alltägliche und zum Leben gehörende Sorgen und Seelenzustände werden als behandlungsbedürftige, geistige Krankheiten gestempelt und kategorisiert. 

Anschaulich und kenntnisreich schildert Allen Frances, was diese Änderungen für die Menschen und den Psychotherapiebetrieb bedeuten, wie es zu der überhandnehmenden Pathologisierung allgemein-menschlicher Verhaltensweisen kommen konnte, welche Interessen dahinterstecken und welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollten. Ein wichtiges Buch über Geschichte, Gegenwart und Zukunft psychiatrischer Diagnosen sowie über die Grenzen der Psychiatrie und ein eindrückliches Plädoyer für das Recht, kunterbund und dabei lebendig und gesund zu sein.

Stimmen zum Buch

„Der Mann kennt sich aus – an der vierten DSM-Ausgabe hat er als Apa-Funktionär noch maßgeblich mitgewirkt. Jetzt gibt sich Frances geläutert und kritisiert wie kein zweiter die neuen Seelenleiden der Krankheitserfinder.“

SPIEGEL

"Empirisch fundiert, gelehrt und spannend geschrieben- ist ein Glücksfall für die Medizingeschichte."

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Eine leidenschaftlich kluge Verteidigungsschrift des normal Menschlichen […] das Buch verdient weit über Amerika hinaus Beachtung […] Die Alles-wird-gut-Gesellschaft bekommt durch Frances einen vitalen Einspruch zu hören […].“

Elisabeth von Thadden,in: DIE ZEIT

Über den Autor

Allen Frances ist emeritierter Professor für Psychiatrie und Verhaltensforschung und lehrte an der Duke University. Er ist einer der profiliertesten Psychiater weltweit. Als Koautor war er an der Entwicklung der psychiatrischen Standardwerke "DSM 3" und "DSM 4" maßgeblich beteiligt. Neben Fachartikeln veröffentlicht er u. a. in The Los Angeles Times, The New York Times, The Huffington Post und Pathology Today und ist international gefragter Redner. Er lebt in Coronado, Kalifornien.

Rezensionen

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