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Nietzsches Kunst des Psychoanalysierens

Eine Schule für kultur- und geschichtsbewußte Analytiker der Zukunft

Details

Verlag Königshausen & Neumann
Auflage/ Erscheinungsjahr 12.2000
Format 23,5 × 15,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 614 Seiten
Gewicht 908
SFB Artikelnummer (SFB_ID) 978-3-8260-1926-5

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Zu diesem Buch

Erstmals, so der Autor, steht mit diesem umfassenden Beitrag eine vollständige und systematische Darstellung Nietzsches als Psychoanalytiker zur Verfügung.

Schritt für Schritt führt sie in 19 Kapiteln mit 150 Abschnitten zugleich in das ›historische Psychoanalysieren‹ ein - und damit in Bau und Entwicklungsgeschichte unserer Kulturneurose. In über 1100 kommentierten Zitaten kommt Nietzsche selbst zu Wort; über 110 Hinweise auf die psychoanalytischen Werke Freuds verdeutlichen beiläufig dessen Herkunft von Nietzsche sowie beider Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Nietzsches bahnbrechendes kritisches Grundverständnis von Psyche, Denken und Geschichte, sein ›historisches Philosophieren‹, wird herangezogen, sofern es seine Psychoanalytik beleuchtet.

Über Freud hinaus ist sie wahrscheinlich der wirksamste Weg, trotz unablässigem Ansturm der einzelnen Neurotik und umringt von einer lebensfeindlichen Kulturneurotik so gesund als möglich zu werden und zu bleiben. Das kritische Buch verdankt den außerordentlichen Gewinn, den es jedem bringt, Nietzsches unbeirrbarer, vor nichts zurückweichender oder Halt machender Analytik, also seiner Kraft zur radikalen Infragestellung alles Bekannten und Bewußten. Sie entsprang nicht zuletzt seiner Beherrschung der ›alten‹ Sprachen und damit der mühelosen Einsicht in den unüberholten Rang und in die Größe unserer vorchristlichen Hochkultur und ›Psychologie‹.

Nicht zufällig hatte dem die methodische Haltung Freuds entsprochen, alles Unbewußte ›rücksichtsloser‹ zu untersuchen, als die Neurotik selbst rücksichtslos sei. Das Buch ist für alle Interessierten verständlich. Nicht zuletzt sollte es für Psychoanalytiker und Psychotherapeuten, auch für alle nachdenklichen Ärzte - und für einsichtsfähige neurotisch und psychosomatisch Kranke - zur Lektüre erster Wahl gehören. Seine umfangreichen Register erleichtern und bereichern Wissenschaft und Forschung.

Aus dem Inhalt

  • A. Psychoanalyse, Analysieren der Psyche, Vivisektion
  • B. Das Unbewußte und sein Verhältnis zum Bewußtsein
  • C. Über Vergessen und Verdrängen
  • D. Über die Natur der Triebe
  • E. Liebe Eros Sexualität
  • F. Gesunder Narzißmus und fragwürdiger Egoismus
  • G. Grausamkeit Haß Zerstörung
  • H. Die Ärzte, die Neurose und das Irrenhaus unserer Kultur
  • I. Moral und Moralität, Sitte und Sittlichkeit
  • J. Das Gewissen und das Ideal - oder die Anteile des Überichs
  • K. Das Ich als Subjekt und sein Bewußtsein
  • L. Die Schwäche und die schwache Persönlichkeit
  • M. Die Stärke und das aufsteigende Leben
  • N. Die Macht und das Machtgefühl
  • O. Der Wille zur Macht
  • P. Der europäische Nihilismus und der Übermensch
  • Q. Das Leiden und das Mitleiden
  • R. Übersicht über sonstige psychoanalytische Sachverhalte
  • S. Propädeutik und Epilog
  • Bibliographie
    Sachregister
    Personenregister
    Register der Nietzsche-Zitate
    Register der Freud-Hinweise
    Register der Hinweise auf »Die Analyse der Psychoanalyse«
    Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen der Buchtexte in den
    Bänden 1 bis 6 der Kritischen Studienausgabe

Über den Autor

Dr. med. Klaus Gerhard Lickint ist Psychoanalytiker, Facharzt für psychotherapeutische Medizin, für Psychiatrie und Psychotherapie, für Nerven- und Geisteskrankheiten sowie Psychoanalyse und Psychotherapie. Erwerb der psychoanalytischen Ausbildung in Zürich. Klinisch fünf und selbständig dreißig Jahre als Psychoanalytiker in Heidelberg tätig. Lehranalytiker bzw. Dozent psychoanalytischer Ausbildungsinstitute. Studien in Natur- und Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie waren wegleitend für grundlegende wissenschaftliche Darstellungen, auch in Buchform: »Die menschlichen Lebensbedingungen« (1974), »Die Analyse der Psychoanalyse« (1996).

Lieferbarkeitsinformation

Bei der SFB als verlagsfrischer und folienverschweißter Archivbestand verfügbar; beim Verlag vergriffen.

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