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Neue Rundschau

Ausgabe 2006.1 - Sigmund Freud

Details

Verlag S. FISCHER
Auflage/ Erscheinungsjahr 2006
Format 23,2 × 15,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 208 Seiten
Gewicht 313
ISBN 9783108090647

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10,00 €


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Zu dieser Ausgabe

Die Hommage der renommierten Kulturzeitschrift an Sigmund Freud anläßlich seines 150. Geburtstags am 6. Mai beginnt mit einem bisher unveröffentlichten Text von Freud selbst.

Entstanden wohl 1931 im Kontext der Vorarbeiten zu einem Buch über den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson (1913–1921), für das William C. Bullitt sich Ende der zwanziger Jahre der Mitarbeit Freuds versichern konnte, stellt sich dieser gedrängte Abriß in die Reihe von Freuds einführenden Kurzdarstellungen der Psychoanalyse. Ilse Grubrich-Simitis leuchtet den Kontext dieses bislang unbekannten Texts aus und führt in ihrem Beitrag über Freud als Sprachforscher und Schriftsteller vor Augen, auf welche Weise sich Freud am Schreibtisch von den ersten Notizen über Entwürfe zu den druckfertigen Reinschriften bewegte. Diesen Einblicken in die gedankliche und sprachschöpferische Arbeit Freuds, gewonnen aus einem genauen Studium der Manuskripte, stehen Georges-Arthur Goldschmidts weiter ausgreifende Beobachtungen über die Unterschiede zwischen dem Französischen und dem Deutschen als Sprachen im Vorfeld psychoanalytischer Begriffsbildung und Analyse zur Seite.

Wie immer im Rückblick auf die letzten hundert Jahre die Akzente auch gesetzt werden: Die Psychoanalyse ist jedenfalls eine Erfolgsgeschichte. Welche andere Theorie könnte beanspruchen, auf akademischem Boden gut eingewurzelt zu sein und gleichzeitig über viele Ausleger den Weg bis in tiefliegende Schichten populärer Kultur gefunden zu haben. Hans Blumenberg hat Freuds Metaphorik von Verhüllung und Enthüllung im Blick, wenn er darauf hinweist, daß Grundannahmen Freuds zu tief eingedrungen seien in das Selbstverständnis des letzten Jahrhunderts, als daß man sie der Psychoanalyse noch eigens zuschreiben müßte. Aber gerade deshalb lohnt der Blick auf Freuds Texte bei einem Autor wie Blumenberg, der in rhetorischen Figuren und Metaphern grundlegende und noch vorbegriffliche Orientierungen von theoretischen Ansprüchen aufzuspüren und zu erläutern wußte. Auch dieser Text aus dem Nachlaß des vor zehn Jahren verstorbenen Philosophen – sein Todestag ist der 28. März – erscheint hier zum ersten Mal.

Aus dem Inhalt

  • Sigmund Freud: [Ohne Titel] Ein bisher unbekannter Text.
  • Ilse Grubrich-Simitis: Zum Kontext eines bislang unbekannten Freud-Texts.
  • Georges-Arthur Goldschmidt: Das sprachliche Vorfeld der Analyse.
  • Ilse Grubrich-Simitis: Über Freud als Sprachforscher und Schriftsteller.
  • Hans Blumenberg: Das Gewand des Traums. Zur Metaphorik von Verhüllung und Enthüllung bei Freud.
  • Matthias Kroß: Zweierlei Arbeit am Mythos. Wittgenstein und Freud.
  • Michael Pauen: Freud und die Neurowissenschaften. Über einige Annäherungen mit offenem Ausgang.
  • Werkgespäch: Pingpong mit mir selbst. Gerhard Roth über Wirklichkeit und Wahn. Ein Gespräch mit Hans-Jürgen Heinrichs.

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