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Mentalisieren des Körpers

Details

Verlag Klett-Cotta
Auflage/ Erscheinungsjahr 20.03.2021
Format 22,2 × 14,4 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 280 Seiten
Gewicht 412
Reihe Mentalisieren in Klinik und Praxis, Band 4
ISBN 9783608961874

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35,00 €


Merkliste

Zu diesem Buch

Somatisierungsstörungen (Soma: griech. Körper) sind körperliche Beschwerden, die sich nicht auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen. Dabei stehen Müdigkeit und Erschöpfung, Schmerzsymptome, Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Beschwerden an vorderster Stelle, gefolgt von pseudoneurologischen Symptomen und sexuellen Störungen.

Ulrich Schultz-Venrath berücksichtigt in diesem Buch neurobiologische und entwicklungspsychologische Befunde und erläutert die Grundlagen der Entstehung von Somatisierungsstörungen als eine Form gestörter Emotions- und Stressregulation auf dem Boden unsicherer oder fehlender Bindungsrepräsentanzen. Dadurch verbleiben Emotionen und Affekte wie in einem Kokon des Körpers, zu dem allenfalls ein kognitiver Zugang besteht. Er beschreibt den Umgang mit spezifischen Herausforderungen in der Behandlung von Somatisierungsstörungen.

Dieses Grundlagenwerk verbindet anschaulich Theorie und klinische Anwendung, zum Beispiel bei

  • - anhaltenden Schmerzstörungen
  • - dissoziativen Störungen
  • - somatoformen Störungen.

Mentalisierungsbasierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie (MBT und MBT-G) ist in Verbindung mit Körper- und Kunsttherapien der Schlüssel dafür, mit den Patienten einen Weg aus dem Irrgarten der »Somatisierung« heraus zu finden.

Inhalt

Geleitwort
Danksagung

1 Einführung in ein komplexes Thema

  • 1.1 Affekte, Gehirn und Körper— Zur Entwicklung eines affektiven Selbst
  • 1.2 Bindung und Entwicklung eines mentalisierenden Selbst
  • 1.3 Zu den Anfängen des Mentalisierungsmodells
  • 1.4 Wo ist der Körper im Mentalisierungsmodell?
  • 1.5 Persönlichkeitsstörungen ohne Körper?

2 Der Körper und seine Beziehung zu Ärztinnen und Psychotherapeut*innen

  • 2.1 Mentalisieren in Anamnese, Erstgespräch oder Erstkontakt
  • 2.2 Der verschwindende Körper in Online-Video-Therapien

3 Die Entdeckung des Körpers in der frühen Psychosomatik

  • 3.1 Trauma als transdiagnostische Affektregulations-störung
  • 3.2 Die Pariser Psychosomatik- Schule —Pionier des Mentalisierungsmodells
  • 3.3 Alexithymie und/oder Autismus-Spektrum-Störung
  • 3.4 Das diagnostische Dilemma
  • 3.5 Körper-Modus als Massenphänomen

4 Bodily oder mental states? Zur Entwicklung eines mentalisierenden Selbst

  • 4.1 Intersubjektive Entwicklungsbedingungen bezüglich eines Körper-Selbst
  • 4.2 Körper-Modus (body mode) oder verkörpertes Mentalisieren (embodied mentalizing)?
  • 4.3 Wenn der Körper des Psychotherapeuten »streikt« oder »spricht«
  • 4.4 Dimensionen des Mentalisierens bei somatoformen Belastungsstörungen

5 Somatisieren oder Mentalisieren?

  • 5.1 Prämentalistische Modi
  • 5.2 Der Körper-Modus (body mode) — klinische Beispiele
  • 5.3 Teleologischer Modus und Körper
  • 5.4 Äquivalenzmodus und Körper
  • 5.5 Als-ob-Modus und Körper

6 Mentalisierungsfördernde Therapie

  • 6.1 Mentalisieren bei Patienten mit somatoformen Störungen
  • 6.2 Nicht-mentalisierungsfördernde Interaktionen
  • 6.3 Mentalisieren in Gruppentherapien für SBS-Patienten
  • 6.4 Wie lernen Psychotherapeut*innen Mentalisieren?

Anmerkungen

Literatur

Der Autor

Über den Autor

Schultz-Venrath, Prof. Dr. med., ist Arzt für Psychotherapeutische Medizin und Nervenheilkunde, Psychoanalytiker, Gruppenlehranalytiker und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Ev. Krankenhaus Bergisch Gladbach.

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