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Lob des Risikos

Ein Plädoyer für das Ungewisse. Mit einem Vorwort von Joseph Hanimann. Aus dem Französischen von Nicola Denis

Details

Verlag Brinkmann u. Bose
Auflage/ Erscheinungsjahr 2. Aufl. 14.09.2018
Format 21,5 × 12,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 315 Seiten
Gewicht 467
ISBN 9783351037321

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20,00 €


Merkliste

»Das Risiko ist der alles entscheidende Augenblick …«

Zu dieser Arbeit der französischen Psychoanalytikerin

Im Risiko, im Unvorhersehbaren liegt eine ungeahnte Kraft. Wenn wir etwas wagen, ohne zu wissen, wo es uns hinführt, können wir nur gewinnen: Handlungsräume, Kreativität und Selbstbestimmung. Das größte Risiko unseres Lebens ist und bleibt die Liebe. Die Philosophin und Psychoanalytikerin Anne Dufourmantelle hat stets nach dieser Maxime gelebt. Als sie im Sommer 2017 zwei Kinder vor dem Ertrinken rettete, hat sie ihr eigenes Leben riskiert – und verloren. Dieses Buch ist ihr Appell, die Fenster aufzureißen, um das Ungewisse in unser Leben zu lassen.

Stimmen zu diesem Buch

"(...) Entgegen dem Zeitgeist spielt Anne Dufourmantelle mit dem Begriff des Risikos jenseits eines Risikomanagements, in dem wir so versiert sind. Anstatt alles Unvorhersehbare als Damoklesschwert zu betrachten, das jederzeit auf unsere Köpfe niedersausen könnte, sollten wir es als Bereicherung betrachten. Erst wenn wir uns das „Risiko“ einverleibten, gewännen wir an Souveränität. Dufourmantelle fordert uns auf, das Risiko als ein „reines Ereignis“ zu begreifen und die Schönheit und Tiefe des Ausdrucks „risquer sa vie“ zu erkennen und dessen Paradoxie: sein Leben zu riskieren bedeutet für Dufourmantelle nämlich, sich dem Sterben zu verweigern: „einem Sterben zu Lebzeiten, durch verschiedene Formen des Verzichts, schleichende Depressionen und Aufopferung.“ Die Leidenschaft verkörpert das Risiko, denn sie erfordert Hingabe und Schmerzbereitschaft. Dufourmantelle bricht mit der allgegenwärtigen Warnung vor Passion, sie plädiert für Liebe und Wahn und dafür, dem Diabolischen wieder einen Platz im Leben zu gewähren, denn es wird „ohnehin ein Platz für das Böse bleiben. Wir werden nicht im Voraus erlöst.“ Die Philosophin und Psychoanalytikerin feiert das Imperfekte. (...)"

Aus einer Rezension von Ute Cohen in: Der Freitag

Pressestimmen

»Es ist ein Vergnügen, mit Dufourmantelle die geistigen Wege bis an die Grenzen der Nachvollziehbarkeit abzuschreiten. Geht das Risiko der Lektüre ein.«

Arno Orzessek, im:  Deutschlandfunk

»Reflexionen, Gesellschaftskritik und berührenden Lebensgeschichten aus Dufourmantelles psychoanalytischer Praxis, machen dieses tiefsinnige und kluge Buch leicht lesbar.«

in: Falter, Wien

»Die theoretischen Ausführungen verwebt Dufourmantelle mit literarisch stilisierten Fallberichten aus ihrer Tätigkeit als Analytikerin..«

in: Frankfurter Allgemeine Zeitung - FAZ

Die Autorin

Anne Dufourmantelle (1964 - 2017) war Philosophin und Psychonalytikerin. Sie ist die Tochter eines englisch-schweizerischen Vaters und einer französischen Mutter, verbrachte als Kind einige Jahre in Spanien und später auch in Mittelamerika. Hier wurde Spanisch zu ihrer Lieblingssprache. Diese Stationen ihrer Jugend weckten ihr Interesse an Exilliteratur und Denkern, die andere Grenzen überschreiten. Nach dem Abitur entschied sie sich für ein Studium der Medizin und Philosophie in Paris. 1993 promovierte sie an der Sorbonne. Ihre Dissertation mit dem Titel La vocation prophétique de la philosophie (Die prophetische Berufung der Philosophie) beschäftigte sich mit Søren Kierkegaard, Friedrich Nietzsche, Emmanuel Levinas und Jan Patočka. (...) Nach ihrer Promotion entschied sie sich, sich der Psychoanalyse zuzuwenden. Sie veröffentlichte mehrere Bücher, darunter La sauvagerie maternelle („Die mütterliche Gewalt“) und La femme et le Sacrifice („Die Frau und das Opfer“). Dufourmantelle starb an den Folgen eines Herzstillstands, den sie erlitt, als sie vor dem Strand von Pampelonne zwei Kinder vor dem Ertrinken zu retten versuchte. Rettungsschwimmer retteten kurz darauf die Kinder.

Zum Inhalt

„Das Risiko ist der alles entscheidende Augenblick.“ Anne Dufourmantelle.

Im Risiko, im Unvorhersehbaren liegt eine ungeahnte Kraft. Wenn wir etwas wagen, ohne zu wissen, wo es uns hinführt, können wir nur gewinnen: Handlungsräume, Kreativität und Selbstbestimmung. Das größte Risiko unseres Lebens ist und bleibt die Liebe. Die Philosophin und Psychoanalytikerin Anne Dufourmantelle hat stets nach dieser Maxime gelebt. Als sie im Sommer 2017 zwei Kinder vor dem Ertrinken rettete, hat sie ihr eigenes Leben riskiert – und verloren. Dieses Buch ist ihr Appell, die Fenster aufzureißen, um das Ungewisse in unser Leben zu lassen.

„Ihre Worte, ihre Intelligenz, ihre Sanftheit werden uns fehlen, weil sie uns halfen, das Risiko einzugehen, sich anderen und der Welt gegenüber zu öffnen.“ Libération.

„In ihren Arbeiten verband Dufourmantelle auf vornehmste Art philosophisches Denken mit gesellschaftlicher Realität.“ Süddeutsche Zeitung.

Rezensionen

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