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Kritik der schwarzen Vernunft

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr 2. Aufl. 10.11.2014
Format 20,5 × 12,6 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden
Seiten/ Spieldauer 332 Seiten
Gewicht 437
ISBN 9783518586143

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28,00 €


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Zu diesem Buch

Der von Europa ausgehende Kolonialismus, auf Eroberung, Expansion und Machtentfaltung hin angelegt, hat seit seiner Entstehung nicht allein Rohstoffe ausgebeutet und andere Kulturräume okupiert; er hat gleichzeitig Berechtigungsideologien entworfen und insbesondere Denkmuster- und schablonen, Rassen und Menschenbilder für Zuhause produziert, die in den westlichen Köpfen bis heute eisern verankert sind. Kolonialismus liegt ein rassistisches Denken, eine »geschwärzte Vernunft« zugrunde, wie der große afrikanische Philosoph und Vordenker des Postkolonialismus Achille Mbembe in seinem brillanten Werk nachweist.

In kraftvollen Linien zeichnet Mbembe die Genese unserer Gegenwart nach, indem er darstellt, wie sich der globale Kapitalismus seit dem Beginn der Neuzeit aus dem transatlantischen Sklavenhandel entwickelt hat. In dieser Zeit steigt Europa zum Zentrum der Welt auf und kreiert die Figur des »Negers«, des »Menschen-Materials«, der »Menschen-Ware«, die über den »schwarzen Atlantik« gehandelt wird. Mit dem Abolitionismus, der Revolution in Haiti, dem Antikolonialismus oder der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung kommt zwar seit der Aufklärung eine erste globale Welle der Kritik an der Sklaverei und der »schwarzen Vernunft« des Kapitalismus auf. Dieser breitet sich jedoch in seiner neoliberalen Spielart unaufhaltsam weiter aus und überträgt die Figur des »Negers« nun auf die gesamte »subalterne Menschheit«. In diesem Prozess des »Schwarzwerdens der Welt«, so die radikale Kritik Mbembes, bilden auch Europa und seine Bürger mittlerweile nur noch eine weitere Provinz im weltumspannenden Imperium des neoliberalen Kapitalismus.

Pressestimme

»Dieser Denker lädt dazu ein, die Geographie der Welt neu zu sehen.« (Libération | Paris)

Über den Autor

Achille Mbembe, geboren 1957, ist ein kamerunischer Historiker und politischer Philosoph. Er zählt zu den Vordenkern des Postkolonialismus. Mbembe lehrt nach Stationen an der Columbia University, der University of California in Berkeley, der Yale University und der Duke University heute an der University of the Witwatersrand in Johannesburg.

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