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Konsequenzen des Kapitalismus

Der lange Weg von der Unzufriedenheit zum Widerstand

Details

Verlag Westend
Auflage/ Erscheinungsjahr 13.06.2022
Format 21,5 × 13,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 464 Seiten
ISBN 9783864893551

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Zu diesem Buch

Eine essentielle Fibel über Kapitalismus, Politik und die Funktionsweise der Welt, basierend auf der sehr beliebten Vorlesungsreihe "Was ist Politik?" Gibt es eine Alternative zum Kapitalismus? In diesem bahnbrechenden Text zeichnen Chomsky und Waterstone eine kritische Landkarte für eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft. 'Covid-19 hat eklatante Versäumnisse und monströse Brutalitäten im gegenwärtigen kapitalistischen System aufgedeckt. Es stellt sowohl eine Krise als auch eine Chance dar. Alles hängt von den Handlungen ab, die die Menschen in ihre eigenen Hände nehmen.'

Wie prägt die Politik unsere Welt, unser Leben und unsere Wahrnehmungen? Wie viel vom "gesunden Menschenverstand" wird tatsächlich von den Bedürfnissen und Interessen der herrschenden Klassen bestimmt? Und wie können wir die kapitalistischen Strukturen herausfordern, die heute alles Leben auf dem Planeten bedrohen?

Aus dem Vorwort

»Scheinbar endlose Kriege sowohl der heißen als auch der kalten Art überall auf der Welt. Immer umfangreichere und gravierendere Umweltkatastrophen. Beispielloser globaler Reichtum und beispiellose Ungleichheit der Einkommen. Und, als Reaktion auf diese und weitere Symptome systemischen Zusammenbruchs immer repressivere und autoritärere Regimes, die sich einer extrem spalterischen Rhetorik bedienen. Das sind die Bedingungen, die das tägliche Leben von Milliarden von Menschen auf unserem Planeten charakterisieren.

Unser vorliegende Buch basiert auf einem Seminar, das wir in den letzten drei Jahren an der University of Arizona gegeben haben und in dem wir versuchten, den diesen existentiellen Lebensumständen zugrundeliegenden, systemischen Ursachen auf den Grund zu gehen. (...)«

Noam Chomsky und Marv Waterstone in ihrem Vorwort

Aus einem Interview mit dem Autor

"Während die neoliberale Politik derzeit ihr Ziel der Konzentration von Reichtum und Macht und der Marginalisierung der verwirrten Herde erreicht, ist sie schädlich für die Wirtschaft insgesamt. Das Wachstum ist gesunken und die Produktivität wächst nur langsam. Es ist viel von Stagnation die Rede, was heißen soll, dass gar kein wirkliches Wirtschaftswachstum mehr möglich ist.

Eines der interessanten Phänomene ist, dass die äußerst scharfe Konzentration des Reichtums zu einer Lage geführt hat, in der es schlicht keine Investitionsmöglichkeiten mehr gibt. Es gibt am Ende ja nur eine begrenzte Zahl von Luxusyachten, die man kaufen kann, und mit den Dingen, die das Land so verzweifelt benötigt, wie dem Wiederaufbau der zerfallenden Infrastruktur oder der Reduktion des Kohlenstoffs in der Atmosphäre, ist nicht viel Gewinn zu machen.

So haben die Unternehmer jetzt diese ganze Masse akkumulierten Geldes, aber sie können es nicht wirklich gewinnbringend anlegen. Was tun sie also? Sie verlegen sich auf Finanzmanipulationen, die im Allgemeinen wesentlich profitabler sind und in letzter Zeit enorm gewachsen sind. Eine der Auswirkungen dieses Prozesses sind die Kürzungen im Bereich von Forschung und Entwicklung.

Nehmen wir Apple, den größten Konzern überhaupt, und sehen wir uns die neuesten Budgetpläne an. Die Planer fahren den Sektor »Forschung und Entwicklung« zurück. Sie haben jetzt weniger Interesse daran, etwas zu produzieren, was nützlich ist. Stattdessen wenden sie sich den Finanzmärkten zu, die kurzfristig viel profitabler sind. Und das geschieht überall in der Wirtschaft.

Wie wir schon diskutiert haben, kam das Geld für einen Großteil der Forschung und Entwicklung, aus der dann die Hightech-Wirtschaft entstand, aus der Tasche des Steuerzahlers. Das Leitprinzip dabei war: öffentliche Subventionen, privater Profit. Der Steuerzahler finanziert die kreative und riskante Forschung und Entwicklung, und zwar oft über lange Zeit hinweg, und wenn dabei etwas herauskommt, das gewinnbringend auf dem Markt verkauft werden kann, wird es an den Privatsektor weitergereicht. Das sind wieder Dinge, »die man besser nicht sagt«, und so benutzt man dafür alle möglichen Euphemismen. (...)" - Quelle: Verlag

Der Autor

Noam Chomsky, geb. am 7. Dezember 1928, ist seit 1961 als Professor am Massachusetts Institute of Technology, MIT, tätig; seine Bücher über Linguistik, Philosophie und Politik erschienen in allen wichtigen Sprachen der Erde. Noam Chomsky hat seit den sechziger Jahren unsere Vorstellungen über Sprache und Denken revolutioniert. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker der gegenwärtigen Weltordnung und des US-Imperialismus. Im Jahr 2010 wurde Noam Chomsky mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet, 2014 mit dem Myschkin-Preis.

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