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Kind-Körper-Subjekt

Therapie, Erziehung und Prävention im Werk von Francoise Dolto

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 01.1997
Format 21 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 403 Seiten
Reihe Forschung Psychosozial
ISBN 9783930096855

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39,90 €


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Zu diesem Buch

Françoise Dolto (1908–88) – in Frankreich als unermüdliche Streiterin für die „Sache der Kinder“ (la cause des enfants) berühmt geworden – hat für die Therapie, Erziehung und Prävention Konzepte entwickelt, in denen die Anerkennung der kindlichen Subjektivität im Mittelpunkt steht. Es geht nicht um die Anpassung des Kindes an teilweise kinderfeindliche Verhältnisse, sondern um den Respekt der Originalität des Kindes. Diese bildet sich im Wechselspiel von Wünschen und Versagungen heraus. Da das Kind nicht nur von Geburt an, sondern schon davor in einer Beziehungsstruktur lebt, hat Dolto immer die Familienmitglieder in die Arbeit einbezogen. Ihr spezielles Interesse galt auch Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, sondern in Pflege-, Adoptivfamilien und Heimen.

Die Originalität Doltos hat sich in ihren letzten Lebensjahren mit der Erarbeitung eines neuartigen Präventionsmodells erneut erwiesen. In den „Maisons Vertes“, den „Grünen Häusern“, werden Säuglinge und Kleinkinder im Beisein von Müttern, Vätern und eventuell anderen Bezugspersonen auf Trennungen vorbereitet, werden schwierige Situationen nachbereitet. Es gilt das Leiden von Kindern frühzeitig zu erkennen und Mißverständnisse in der Kommunikation aufzudecken. Der Körper ist zentrales Ausdrucksmedium. Seine Ausdrucksweisen zu verstehen, war das thrapeutische, pädagogische und wissenschaftliche Anliegen von Dolto.

Inhalt

I. Der Fall Dominique - Technik und Ethik in der Kur mit psychotischen und verhaltensgestörten
Kindern und Jugendlichen

  • 1. Das Erstgespräch - Anamnese
  • 2. Erste Begegnung mit Dominique - der Eröffnungsdialog
  • 3. Die symbolische Bezahlung
  • 4. Die Psychose
  • 5. Zweite und dritte Sitzung
  • 6. Die Geschlechterdifferenz, die primäre Kastration, die Urszene
  • 7. ‘Familienkonferenz’
  • 8. Trauma und Fixierung
  • 9. Fortführung der Kur
  • 10. Familienwiderstände
  • 11. Zum Behandlungsende
  • 12. Basaler Narzißmus und Oedipuskomplex - Leon
  • 13. Teilkörper - Partialobjekte, das Genitalprimat
  • 14. Das Setting, Repräsentation statt Unmittelbarkeit - Katja
  • 15. Identifizierungen, die symbolische Kastration
  • 16. Die Ethik des Subjekts - eine Haltung
  • 17. Zusammenfassung

II Das unbewußte Bild des Körpers - ein vieldeutiges Konzept

  • 1. Körperschema und Körperbild
  • 2. Körperrepräsentationen in der Klinik
  • 3. Die Genese der Körperbilder - die Metapher der Mutter
  • 4. Subtil und substantiell - Bedürfnis und Begehren
  • 5. Der Eintritt ins Spiegelbild - das Primat des Visuellen
  • 6. Die Ikonographie des Körpers
  • 7. Die Reifungskonzeption - der Kastrationsbegriff
  • 8. Die Nabelschnurkastration
  • 9. Die orale Kastration
  • 10. Die anale Kastration - Substitutionen
  • 11. Die primäre Kastration
  • 12. Die genitale, ödipale Kastration - Das Inzestverbot
  • 13. Und wieder das Subjekt
  • 14. Versuch einer Synthese der Körperbildtheorie
  • 15. Das Kind
  • 16. Körper-Bild
  • 17. Erziehung

Das Präventionskonzept

  • 1. Sendungen zur Erziehungsberatung
  • 1.1 Das Selbstverständnis der Sendung und die
  • 1.2 Intention der Veröffentlichung
  • 1.3 Detaillierte Lektüre einiger Sendungen
  • 1.4 Zusammenfassung
  • 2. Brief- und Gesprächskontakte mit den Eltern eines Mädchens mit Down-Syndrom
  • 3. Briefwechsel mit Eltern von Kleinkindern, die in einem autistischen Rückzug leben
  • 4. Präventive Arbeit mit Kleinkindern aus einem Heim
  • 5. Doltos Anregungen zu Adoptionsfragen
  • 6. Das Maison Verte
  • 6.1 Accueillir - aus den Anfängen
  • 6.2 Trennungsvor- und Nachbereitung
  • 6.4 Aggressionen
  • 6.5 Übersetzen
  • 6.6 Prävention oder Therapie - die Krise der Erziehung
  • 6.7 Finanzierung
  • 6.8 Die Erfahrung der Differenz
  • 6.9 Geschwisterrivalität und ‘Utopien von Morgen’
  • 6.10 Beziehungskrisen- der Vater - Symbolisierungen
  • 6.11 Das Klima - Die Haltung der Mitarbeiter
  • 6.12 Leiter - Wasserbecken - roter Strich
  • Einrichtungsgegenstände und Regeln
  • 6.13 Zusammenfassung
  • 7. Zusammenfassung: Das Doltosche Präventionskonzept.

Schlußbemerkungen

1 Anmerkungen - 1.1 Der Fall Dominique - 1.2 Das unbewußte Bild des Körpers - 1.3 Das Präventionskonzept - 2. Bibliographie.

Die Autorin

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