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Jugendliche zwischen Krise und Störung

Herausforderungen für die psychodynamische Psychotherapie

Details

Verlag Schattauer
Auflage/ Erscheinungsjahr 1. Aufl. 2021
Format 24,7 × 17,3 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 194 Seiten
Gewicht 570
ISBN 9783608400588

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38,00 €


Merkliste
  • Zu diesem Manual

Jugendliche verstehen und behandeln

  • Differenziert: Was zeichnet die Adoleszenz aus und wann spricht man von einer Adoleszenzkrise?
  • Anschaulich: Was die Psychotherapie mit Jugendlichen besonders macht
  • Praktisch: Fallstricke in der Therapie Jugendlicher kennen und damit umgehen

Jugendliche halten Erwachsenen einen Spiegel vor. Sie machen auf gesellschaftliche Mängel aufmerksam, reagieren auf die Hypokrise der Elterngeneration und demonstrieren gegen eine Politik, die sich unzureichend um ihre Belange und ihre Zukunft kümmert. Aber was, wenn sie in ihrer Entwicklung in eine Krise geraten? Dieses Buch befasst sich mit den Fragen, die für die Psychotherapie von Jugendlichen in der Adoleszenz von Bedeutung sind:

  • Sind Jugendliche heute „anders“ als früher?
  • Wie wird die Adoleszenz heute bewältigt?
  • Ist ein grundlegendes Umdenken erforderlich, um aktuelle Erscheinungsformen von Adoleszenzkrisen und adoleszenten Störungsbildern zu verstehen?

Der erste Teil des Buches stellt psychische, soziale und neurobiologische Prozesse dar sowie daraus entstehende Entwicklungsaufgaben, Wege der Bewältigung und Risiken, die die Adoleszenz kennzeichnen. Im zweiten Teil behandelt die Autorin praxisnah die Adoleszenz- und Identitätskrisen, wie sie im psychotherapeutischen Kontext erkennbar werden. Im letzten Teil werden die besonderen Anforderungen an eine Psychotherapie von Jugendlichen ausführlich besprochen, die auf ihre psychosozialen Bedingungen ausgerichtet ist. Anhand von Therapie-Beispielen mit „schwierigen“ Jugendlichen werden schließlich häufige therapeutisch-technische Fehler diskutiert und Lösungswege vorgeschlagen.

Inhalt

1 Zur Adoleszenz
Was ist Adoleszenz und warum ist sie so wichtig?

  • 1.1 Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz
    1.1.1 Die Veränderungen des Körpers
    1.1.2 Loslösung von den Eltern
    1.1.3 Neugestaltung von Beziehungen zu Gleichaltrigen
    1.1.4 Selbstvertrauen und neue Wertorientierungen
    1.1.5 Soziale und berufliche Entwicklung
    1.1.6 Emerging Adulthood
  • 1.2 Adam und Eva - eine Adoleszenzgeschichte
  • 1.3 Adoleszenz und Neurobiologie
  • 1.4 Identität - Bindung - Gleichaltrige
    1.4.1 Zur Identitätsentwicklung
    1.4.2 Bindungsentwicklung in der Adoleszenz
    1.4.3 Die Bedeutung der Gleichaltrigen
  • 1.5 Männlich - weiblich - divers: Krisen um den
    geschlechtlichen Körper
  • 1.6 Selbst-und Identitätsentwicklung aus psychoanalytischer Sicht
    1.6.1 Von der Differenzierung zur Ablösung
    1.6.2 Die Frühadoleszenz
    1.6.3 Kanalisierung des zunehmenden Triebdrucks - Grauen, Mutproben,
    Initiationsriten
    1.6.4 Die eigentliche oder mittlere Adoleszenz
  • 1.7 Spätadoleszenz
    1.7.1 Phase der Entwicklung realistischer Selbst-und Objektbilder
    1.7.2 Die Reinszenierung infantiler Konflikte und ihre ich-syntone
    Bewältigung
  • 1.8 Eltern in der Adoleszenz

2 Adoleszenz zwischen Krise und Störung

  • 2.1 Noch einmal zur Adoleszenzkrise
  • 2.2 Krisen - wenn der Körper zum Austragungsort wird
    2.2.1 Genderinkongruenz - Genderdysphorie - Transgender:
    ein Leben im falschen Körper?
    2.2.2 Selbstverletzung - wenn der Körper attackiert wird
    2.2.3 Essensverweigerung - Entwicklungsstillstand als Notmaßnahme
  • 2.3 Scham und digitale Medien: Rückzug aus dem Sozialen
    2.3.1 Suchtverhalten oder Verlorengehen in einer Pararealität
  • 2.4 Wenn das Soziale bekämpft wird
    2.4.1 Scham, Aggression und Gewalt
  • 2.5 Jugendliche im Borderland - Identitätssuche in verschiedenen
    Welten
    2.5.1 Identitätsfindung bei Migrationshintergrund
    2.5.2 Borderland-Problematiken bei bi-kulturellem Hintergrund

3 Psychotherapie mit Jugendlichen

  • 3.1 Adoleszenz und Strukturbildung - ein Beitrag zur Differenzierung
  • 3.2 Entwicklung von Adoleszenz-Psychotherapie
  • 3.3 Psychodynamische Therapieverfahren im Jugendalter und
    ihre Anwendungen
  • 3.4 Das Gespräch
  • 3.5 Der Fall Dora
    3.5.1 Noch einmal weibliche Adoleszenz
    3.5.2 Die gescheiterte Beziehung zwischen Freud und Dora
    3.5.3 Fehler in der Behandlung
  • 3.6 Was in der Therapie von Jugendlichen zu beachten ist
  • 3.7 Die psychoanalytisch-interaktionelle Methode (PiM)
    3.7. 1 Besonderheiten bei strukturellen Störungen jugendlicher Patienten
  • 3.8 Zur psychodynamischen Arbeitsweise
  • 3.9 Praktische Aspekte der Behandlung
    3.9.1 Der Behandlungsbeginn
    3.9.2 Aufklärung und Paktabsprachen
    3.9.3 Die ersten Stunden
    3.9.4 Affekte und Gefühle
  • 3.10 Psychotherapeutische Arbeit mit den Eltern von Jugendlichen
  • 3.11 Ein Fallbeispiel
    3.11.1 Lebensgeschichtliche Bedingungen
    3.11.2 Zur Therapie
  • 3.12 Noch einmal zu Fehlern in der Behandlung

4 Gruppenpsychotherapie bei Jugendlichen

  • 4.1 Noch einmal zur Bedeutung der Gruppe für Jugendliche
    4.1. 1 Gruppenprozesse in der stationären Psychotherapie
  • 4.2 Gruppentherapie mit Jugendlichen
    4.2.1 Zur Methode
    4.2.2 Ein Beispiel aus der stationären Gruppenpsychotherapie
    4.2.3 Die Kombination von Einzel- und Gruppentherapie

Literatur

Sachverzeichnis

Die Autorin

Annette Streeck-Fischer, Prof. Dr. med. habil., Kinder- und Jugendpsychiaterin, Psychoanalytikerin, Hochschullehrerin an der International Psychoanalytic University Berlin (IPU). Von 1983 bis 2013 Chefärztin der Abteilung „Psychiatrie und Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen“ des Akademischen Lehrkrankenhauses Tiefenbrunn bei Göttingen. Von 2011 bis 2015 Präsidentin der ISAPP (International Society of Adolescent Psychiatry), derzeit Past-Präsidentin. Mitherausgeberin der Zeitschrift „Adolescent Psychiatry“; bis 2013 verantwortliche Herausgeberin der Zeitschrift „Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie“. Ehem. Mitglied in wissenschaftlichen Beiräten verschiedener psychotherapeutischer Zeitschriften, seit 2016 Mitglied des wiss. Beirats der französischen Zeitschrift „Cliniques“. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. zu Psychotherapie von Jugendlichen, Adoleszenz, Rechtsextremismus, Gewalt, Trauma, Misshandlung, Missbrauch, Borderlinestörungen in der Adoleszenz.

Rezensionen

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