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Introjektion und Übertragung

Nachdruck der Erstausgabe von 1910

Details

Verlag outlook Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 2012
Format 21,0 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 44 Seiten
ISBN 978-3-86403-484-8

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14,90 €


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Zu diesem Buch

"Lieblingsschüler Sigmund Freuds, „Romantiker unter den Psychoanalytikern“ (Max Eitingon), „Meister der kleinen Form“, „geheimer Rebell“ (Clara Thompson) und „enfant terrible der Psychoanalyse“ - auf die schillernde Persönlichkeit des Psychoanalytikers Sándor Ferenczi treffen alle diese Bezeichnungen zu. Mit Sigmund Freud wechselte Ferenczi im Lauf der Jahre mehr als 2.000 Briefe. Seine zahllosen Aufsätze und Abhandlungen befassen sich mit Theorie und Praxis nahezu der gesamten Psychoanalyse. Dabei knüpfen viele seiner Beiträge an die alltägliche psychoanalytische Arbeit an. So wurde er zu einem der erfahrensten Praktiker und zum Spezialisten auch für „aussichtslose Fälle“. Dass er im Zweifel lieber die Behandlungskonzeption änderte, statt schwierige Behandlungen aufzugeben, führte in den 20er-Jahren zu einer Abkühlung seines Verhältnisses zum Vater der Psychoanalyse. (...)

1909 veröffentlicht Ferenczi seine Arbeit über „Introjektion und Übertragung“. Der Patient entwickelt in der Therapie eine „Übertragungsneurose“. Dabei zeigen sich seine Schwierigkeiten durch Nachbildungen und Neuauflagen unbewusster Affekte, frühere Beziehungspersonen werden durch den Analytiker ersetzt. Doch die Neigung zur Übertragung äußert sich laut Ferenczi nicht nur in der Therapie. Der neurotische Mensch leidet vielmehr an einer „Übertragungssucht“, die ihn die Realität nicht oder nur verzerrt wahrnehmen lässt. In diesem Übertragungszwang kommt ein Hunger nach Objekten und Identifikation zum Vorschein. Demgegenüber „projiziert“ der paranoide Patient lästige Gefühlsregungen in die Außenwelt. Während dieser sich „engherzig“ und misstrauisch von allen Seiten verfolgt glaubt, nimmt der neurotische Patient Teile der Außenwelt „weitherzig“ in sich hinein, er „introjiziert“ sie. Aus diesen Beobachtungen schließt Ferenczi, dass der Paranoide an einer Ichschrumpfung, der Neurotiker dagegen an einer Icherweiterung litten. 

Der Begriff „Introjektion“, erstmals von Ferenczi verwendet, weist als Funktion des Ich bereits in die Richtung einer Ichpsychologie. Mit der Arbeit „Stufen des Wirklichkeitssinnes“ (1913) wird Ferenczi zu deren Pionier. (...)" (Christof Goddemeier)

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