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Instinktive Psychoanalyse unter den Navaho-Indianern

Details

Verlag Wien /Leipzig /Zürich, Internationaler Psychoanalytischer Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 1932
Format Gr.-8° (16 × 24 cm)
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Okart.
Seiten/ Spieldauer 31 Seiten
Abbildungen Mit 9 Fototafeln im Text
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-004068_AQ

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Einzige Separatausgabe. Sonderdruck aus Imago. Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Natur- und Geisteswissenschaften, Band  XVIII (1932,) Heft 1

Aus der Vorrede des Autors zu dieser Arbeit

"Es ist oft darauf hingewiesen worden, wie erstaunlich tiefe Kenntnisse der äußeren Natur und ihrer Beherrschung sich primitive Völker oft intuitiv oder instinktiv erworben haben. Sollte ihnen in bezug auf die Tiefen der menschlichen Psyche ein ähnlicher Scharfblick zukommen? Wenn die dem Psychoanalytiker nur allzu gut bekannten Schwierigkeiten des Eindringens in diese tiefen Schichten uns eher eine Verneinung erwarten lassen, so öffnet uns dafür ein besonderer umstand günstigere Ausblicke. Der Unkultivierte steht in seiner ganzen Mentalität, seinem Wunschdenken, seinem archaischen Habitus, seiner neurotischen Gntndstimmung, die einen enormen Teil seines Lebens beherrscht, seinem animistischen Denken und magischen Tun dem Unbewußten näher als der wissenschaftlich Geschulte. Er gibt den Regungen des Unbewußten weit unmittelbareren Ausdruck. Verhindert diese Bedingtheit eine wissenschaftlich angemessene Darstellung der unbewußten Inhalte und Vorgänge, so dürfen wir dafür hoffen, daß die Überwindung der vom Unbewußten erzeugten Nöte instinktiv manchmal das Richtige trifft.

Ich möchte an einigen merkwürdigen Beispielen zeigen, daß mitunter der primitive Mensch ein erstaunlich tiefes Verständnis für den latenten Sinn einzelner Manifestationen des Unbewußten besitzt. Sein Unbewußtes hört und versteht im vorzuführenden Fall mit feinem Ohr die um Hilfe rufende Stimme des Unbewußten eines kranken Menschen und findet ebenso feinfühlig und instinktiv die genau abgepaßten psychotherapeutischen Gegenmaßregeln. Es sei dem Leser diesesAufsaly.es überlassen, zu entscheiden, ob der tiefenpsychologische oder der therapeutische Scharfsinn des Kulturlosen höhere Bewunderung verdient. (...)"

Oskar Pfister

Der Autor

Oskar Robert Pfister (* 23. Februar 1873 in Wiedikon; † 6. August 1956 in Zürich; heimatberechtigt in Zürich) war ein Schweizer reformierter Pfarrer und Psychologe.

Leben: Oskar Pfister war der Sohn des reformierten Pfarrers Johannes Pfister (1838–1876) und der Klavierlehrerin Luise, geb. Pfenninger (1843–1918) und kam in Zürich-Wiedikon als jüngster von vier Brüdern zur Welt. Nach dem Tod des Vaters im März 1876 übersiedelte die Mutter, die aus einer pietistischen Familie stammte, in die Herrenhutter Gemeinde Königsfeld im badischen Schwarzwald. Er studierte Evangelische Theologie, Philosophie und Psychologie an den Universitäten Basel, Zürich und Berlin. 1898 wurde er an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich über die Religionsphilosophie Alois Emanuel Biedermanns promoviert. Im selben Jahr heiratete er Erika Wunderly (1872–1929), die 1899 den gemeinsamen Sohn Oskar zur Welt brachte.

Von 1897 bis 1920 war er Pfarrer in Wald. 1920 übernahm er eine Pfarrstelle in Zürich, die er bis 1939 innehatte. Pfister unterhielt Beziehungen zu den religiösen Sozialisten von Leonhard Ragaz. Zwischen 1909 und 1939 korrespondierte er regelmässig mit Sigmund Freud über Theologie und Psychoanalyse. Er war einer der Pioniere der Psychoanalyse in der Schweiz und gehörte zum Kreis der Zürcher Schule der Psychoanalyse um Eugen Bleuler und Carl Gustav Jung. 1919 war er Mitgründer der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoanalyse. Er verfasste die erste theologische Würdigung der Psychologie Sigmund Freuds, insbesondere des Buches Die Zukunft einer Illusion. 1929 starb seine Frau. 1930 heiratete er Martha Zuppinger-Urner, eine 1898 geborene, verwitwete Cousine, die zwei Kinder in die Ehe mitbrachte. 1934 wurde er mit einem Ehrendoktorat der Universität Genf ausgezeichnet. Ab 1939 bis zu seinem Tod lebte er in Zürich-Witikon. (Quelle: Wikipedia)

Zum Erhaltungszustand

Im Klassischen Fachantiquariat der SFB dieser extrem seltene Separatdruck in einem ausnehmend wohlerhaltenen Exemplar aus dem Bestand einer aufgelösten Bibliothek (Comenius Bücherei, Leipzig) mit einem entsprechenden Stempel auf dem Vorsatz. Innen sehr gut und ohne Anmerkungen, Anstreichungen o.ä. Das Buch wurde gebunden in Bibliotheks-Halbleinwand, wobei das empfindliche und sehr gut erhaltene Originalcover beigebunden ist. - Sehr selten.

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