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Im Auge der Pflanzen

Roman - [OT: Djaimilia Pereira de Almeida] - Aus dem Portugiesischen von Barbara Mesquita

Details

Verlag Unionsverlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 14.02.2022
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 128 Seiten
ISBN 9783293005815

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20,00 €


Merkliste

»Fast schwindlig wird einem inmitten der Schönheit der Worte, der Klänge. Eine berauschende Lektüre«

Folha de São Paulo

Zu diesem Roman

Über den alten Celestino, einst Kapitän, erzählt man sich absonderliche Geschichten: Den Kindern halten ihre Eltern die Augen zu, sobald er ihnen begegnet. Seine Seele soll er verkauft haben, und des Nachts tanze er mit dem Teufel, so wird gemunkelt. Geschichten von Grausamkeit ranken durch das Dorf, kriechen bis an die blinden Fenster von Celestinos Haus. Während die Dörfler urteilen und der Pfarrer den Kapitän zur Beichte drängt, weiß nur Celestino selbst um seine wahren Untaten.

Der verwilderte Garten hinter seinem alten Haus ist für den alten Einzelgängerzum einzigen Vertrauten geworden, nit dessen Pflanzen er sich immer eingehender befaßßt - und sorgt: Celestino treibt Pilze, Wurzeln und Schlingen zurück, tränkt den Boden mit Wasser und Hingabe, zieht nach Fantasie duftende Nelken, bis das Leben unter seinen Händen zurückkehrt. Doch sein entflammtes Interesse, seine Liebe zur Natur, zum Refugium seines kleinen Biotops, vermag die heftigen Bilderfluten in seinem Kopf nicht zum Stillstand zu bringen, ganz im Gegenteil ...

Pressestimmen zu diesem Roman

»Almeidas Roman ist ein literarisches Kleinod, das es schafft, die so verschiedenen Seiten eines Menschen auszuleuchten und gleichzeitig dessen schleichenden Verfall zu schildern. Man kann Im Auge der Pflanzen als einen Roman über portugiesische Geschichte lesen, aber auch als eine wunderbar poetische Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit. Almeidas Roman begreift sie als Rückkehr in eine gleichgültige, alles verschlingende Natur von unvergleichlicher Schönheit.«

Eva Karnofsky, auf: SWR 2

»Ein schmaler Roman, üppig wie ein Paradiesgarten, über Dasein, Erinnerung und Verschwinden.«

in: Ztschr. Annabelle

»Almeida erweckt den alten Kapitän zum Leben, wie er heimkehrt und den Garten als Lebenssinn entdeckt. Wer dazu bereit ist, wird eine Sprache genießen, die außergewöhnlich ist. Almeida müsste in der Position einer Anklägerin sein, aber sie interveniert nicht, sondern lässt ihre Leserinnen und Leser selber Schlüsse ziehen.«

Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland

Die Autorin

Djaimilia Pereira de Almeida, geboren 1982 in Luanda, Angola, wuchs in Portugal auf. Sie ist promovierte Literaturtheoretikerin, Autorin und schreibt für verschiedene Zeitschriften und Magazine. Sie erhielt 2018 ein Stipendium vom portugiesischen Kulturministerium und wurde mit mehreren Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter der Prémio Literário Fundação Inês de Castro 2018, der Prémio Literário Fundação Eça de Queiroz 2019 und der Prémio Oceanos 2019. Almeida lebt in Lissabon.

Über die Übersetzerin

Barbara Mesquita, geboren in Bremen, arbeitet u. a. als Literaturübersetzerin für Portugiesisch und Spanisch mit Schwerpunkt auf den lusofonen Ländern Afrikas. Sie hat Patrícia Melo, Luís Fernando Veríssimo, Pepetela, Luandino Vieira, Arménio Vieira, Ricardo Adolfo, Pedro Rosa Mendes, João Tordo und Juan Manuel de Prada übersetzt. Barbara Mesquita lebt in Hamburg und zeitweilig in Lissabon.

Rezensionen

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