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Ich liebe dich, so wie du bist

Eine philosophische Analyse eines Gefühls

Details

Verlag Klett-Cotta
Auflage/ Erscheinungsjahr 1997
Format 21,6 × 13,6 × 2,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 254 Seiten
ISBN 9783608936759

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Aus der Einleitung zu diesem Buch

"(...) Einige komplexe Fragen sind damit verbunden, was genau wir meinen, wenn wir sagen: "Ich bin verliebt" oder "Ich bin heiß auf X" oder "Ich bin vernarrt in X". Was bedeuten Ausdrücke wie "Ich hab dich lieb" oder Formulierungen aus anderen Sprachen wie französisch "Je t'aime d'amour", spanisch "Te quiero", italienisch "Ti voglio bene", und inwieweit sind sie deckungsgleich mit Liebe, oder nicht?

Einige dieser Redewendungen betonen das erotische Verlangen und werden auch nur in diesem Kontext verwendet (zum Beispiel nicht gegenüber Kindern), können aber auch zwischenmenschliche Liebe implizieren. "Heiß sein" betont das erotische Verlangen oder die sexuelle Anziehungskraft, aber keine Liebe. "Verliebt sein" impliziert zweifellos "heiße" Liebe, aber man kann lieben, ohne verliebt zu sein. Das brennende Verlangen kühlt ab, aber die Temperatur ist hoch genug für die Liebe. "Vernarrt in jemanden sein" enthält natürlich ein abschätziges Element: Es kann exzessive Zuneigung implizieren oder auch, daß die vernarrte Person die Realität der Person nicht richtig wahrnimmt - daß sie irgendeiner Art von Täuschung erlegen ist. Deshalb erwarten wir weniger Dauerhaftigkeit vom Verliebtsein oder Vernarrtsein als von der Liebe.

Diese Fragen würden zweifellos eine gründlichere Untersuchung lohnen, aber es reicht aus, einige Punkte festzuhalten: 1. Die Liebe erschöpft sich nicht in der Idee einer sexuellen oder anderen physischen Anziehungskraft ("heiß sein"). 2. Dennoch muß genügend (erotisches oder anderes) Verlangen vorhanden sein, damit etwas als Liebe und nicht als bloßes Gernhaben gelten kann (das ist sicher der Grund, weshalb andere Sprachen über Idiome dafür verfügen. Durch Redewendungen erhalten Verben, die einfach "gern haben" bedeuten wie das französische aimer, mehr Nachdruck. 3. Der Aspekt der Dauerhaftigkeit spielt immer eine Rolle (die Vernarrtheit kann schlagartig enden, die Liebe in der Regel nicht). Und 4., wenn man sagt, A liebt B, kann man immer die Frage stellen, ob A wirklich B liebt und nicht irgendein Bild von B, das nichts mit B's Wesen zu tun hat. (...)"

Der Autor

John Wilson ist Senior Research Associate des Department of Educational Studies der University of Oxford und Autor zahlreicher Bücher zur Frage der Philosophie, Ethik und Erziehung.

Lieferbarkeit

Im Archiv der SFB in einigen verlagsfrischen und folienverschweißten Exemplaren zum Angebotspreis; beim Verlag vergriffen.

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