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Hartmaier, Stefan (Gestaltung) (Hg.)

Gustav Mesmer, Ikarus vom Lautertal genannt

Mit Texten von Lucienne Peiry, Juliane Stiegele, Franz Xaver Ott (Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch)

Details

Verlag Edition Frey
Auflage/ Erscheinungsjahr 10.2018
Format 22,0 × 28,0 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Gebunden
Seiten/ Spieldauer 450 Seiten
Abbildungen Mit 400 Farbabbildungen
ISBN 9783906803739

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83,00 €


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Zu dieser Edition

Gustav Mesmer, der ‚Ikarus vom Lautertal“, wie ihn die Leute nennen, wurde 1903 in Altshausen / Oberschwaben geboren. Früh musste er die Schule verlassen und auf Gutshöfen als Verdingbub arbeiten. ‚Wo die Schule versagt, geht das ganze Leben einen Nebenweg“ schrieb er später darüber. Mesmer bewarb sich in einem Benediktinerkloster – ‚In Kloster Beuron hielt ich sechs Jahre aus, bis alle Himmelsherrlichkeit zerfiel, krank wurde, halb Geistesgestört, wurde fortgewiesen, hinzugehen von wo ich gekommen.“

Zurück in seinem Geburtsort Altshausen stürmte er in die Kirche und erklärte, dass alles nur Schwindel wäre. Mit der Diagnose ‚langsam fortschreitende Schizophrenie“ wurde er in der Psychiatrischen Heilanstalt Bad Schussenried weggesperrt. Dort arbeitete er als Korbflechter und Buchbinder. 1932 stößt er in der Bibliothek auf einen Bericht vom Bau eines Flugfahrrades. Diese Idee lässt ihn Zeit seines Lebens nicht mehr los. Er baut Flugfahrräder, die mit Muskelkraft betrieben sich in die Lüfte heben sollen.

Auch Schwingenfluggeräte, Sprechmaschinen und Musikinstrumente gehören zu seinem Repertoire. Er fertigt unzählige Bilder, Zeichnungen, schreibt Gedichte und Texte. Sein Gesamtwerk ist ein schier unerschöpflicher Kosmos, der nun erstmals in seiner ganzen Fülle erscheint. Gustav Mesmer starb 1994 und gilt heute als herausragender Art-Brut- Künstler.

Ergänzt wird der zweisprachige Band durch Essays von Lucienne Peiry Juliane Stiegele und Franz Xaver Ott, sowie Fotografien von Franco Zehnder und Stefan Hartmaier.

Der Künstler

Gustav Mesmer wurde am 16. Januar 1903 als fünftes von zehn Geschwistern in Altshausen bei Ravensburg geboren. Seit seinem elften Lebensjahr arbeitet Gustav als "Verdingbub" auf verschiedenen Gutshöfen in Oberschwaben. Anschließend verbringt er fast sechs Jahre in dem Benediktinerkloster Beuron im Donautal. Kurz vor Ablegung der Gelübde verlässt Mesmer das Kloster und beginnt in seinem Heimatort eine Schreinerlehre. Ein Vorfall im Frühjahr 1929 führt zu einer nachhaltigen Wende im Leben des jungen Mannes: Mesmer stört die Erstkommunionfeier in Altshausen und wird gewaltsam aus der Kirche geführt. Elf Tage nach dem Zwischenfall wird er in die Heilanstalt Bad Schussenried eingeliefert. Diagnose: "Schizophrenie, langsam fortschreitend, bei einem von Haus aus vielleicht schon schwachsinnigen Menschen." In Schussenried wird Mesmer in der Buchbinderei beschäftigt und gilt als tüchtiger Arbeiter. Am 10. Oktober 1932 taucht folgende Notiz in seiner Krankenakte auf: "Hat eine Flugmaschine erfunden, gibt entsprechende Zeichnungen ab".

Der Herausgeber

Stefan Hartmaier, geboren 1960 in Apfelstetten auf der Schwäbischen Alb, hatte schon als Junge Gelegenheit Mesmers Flugfahrräder zu probieren. Während der Zeit seines Studiums an der Akademie der schönen Künste in Stuttgart entwickelte sich eine Freundschaft zu Gustav Mesmer und die ersten Ausstellungen entstanden. In dieser Zeit fotografierte Hartmaier eine Vielzahl von Bildern. Gemeinsam mit seinem seinem Freund Martin Mangold gründete er 1996 die Gustav Mesmer Stiftung, die sich bis heute um den Nachlass kümmert.

Rezensionen

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