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Gesammelte Werke (Studienausgabe)

Band 10: Zivilisation im Übergang

Details

Verlag Patmos Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 29.11.2019
Format 22 × 15 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 672 Seiten
Gewicht 902
ISBN 9783843601290

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33,00 €


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Zu diesem Buch

Der zehnte Band von Jungs "Gesammelten Werken" enthält eine Reihe von kleineren Arbeiten, die seit vielen Jahren, zum Teil Jahrzehnten, in einer deutschen Ausgabe nicht mehr greifbar waren, darunter einer der ersten Schriften, in denen Jung von der europäischen kulturellen Krise als einer psychologischen, einer kollektiv-unbewussten spricht: "Über das Unbewusste" von 1918.

Dieser Aufsatz eröffnet den Band und gibt damit den Grundton aller weiteren hier gesammelten Erörterungen an. Manche davon, wie die beiden Arbeiten über Indien von 1939, sind deutsch bisher nicht publiziert worden. Andere waren nur in älteren Ausgaben zugänglich, so etwa Jungs berühmte und umstrittene Essays "Wotan" und "Nach der Katastrophe", in denen er der Welt und sich selbst das Phänomen des Nationalsozialismus erklären wollte und den Begriff der "Kollektivschuld" prägte.

Der Band enthält unter anderem auch die seit Jahren vergriffene, 1957 erstmals erschienene Schrift "Gegenwart und Zukunft" und - als umfangreichstes Werk - die Analyse der Angst vor "Fliegenden Tellern", der Faszination durch "Dinge, die am Himmel gesehen werden": "Ein moderner Mythus«. All diesen Beiträgen ist gemeinsam, daß Jung, ausgehend von seiner ärztlichen und psychologischen Erfahrung, zu Zeiterscheinungen Stellung nimmt, die ihm - und nicht nur ihm - zutiefst Sorgen bereiten.

Er tritt auf als Verteidiger des Individuums gegen die Verdunkelung des Bewusstseins durch die Unmittelbarkeit eines Unbewussten, mit dem keine bewusste und bewusstmachende Auseinandersetzung stattfindet. Alle Modelle gesellschaftlicher Organisation stellt er vor die Frage, wie sie es mit dem einzelnen, mit dem Menschen als Person halten. Daß man gerade bei Jung darüber etwas lernen kann, was der Inhalt des vielgebrauchten Begriffs "Entfremdung" ist, das gehört zu den großen Überraschungen dieses Bandes der "Gesammelten Werke".

Der Autor

C.G. Jung, 1875–1961, war einer der größten Psychoanalytiker des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich ein Schüler und Mitarbeiter Sigmund Freuds, wandte sich Jung im Laufe seiner eigenen Forschungen und therapeutischen Tätigkeit mehr und mehr von den Theorien seines Lehrers ab. 1912 kam es zum Bruch mit Freud, der die Psychoanalyse begründet hatte. Jung entwickelte seine eigene »Analytische Psychologie«. Sein Ziel war es, den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen, und so beschäftigte er sich vor allem auch mit den unbewussten, nicht-rationalen und transpersonalen Aspekten der Psyche.

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