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Bohnenkamp, Klaus E. (Hg.)

Gedichte an die Nacht

Details

Verlag Insel Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 11.09.2016
Format 18,4 × 12,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 125 Seiten
Gewicht 227
Reihe Insel-Bücherei
ISBN 9783458176947

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10,00 €


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Zu diesem Band

»Nacht« ist das nach »Leben« häufigste Substantiv in Rilkes lyrischem Sprachschatz.

Schon die Anfänge seiner Dichtung schöpfen aus dem Fundus abendländischer Lyrik, die das Motiv in seiner zwischen Naturbild und Seelensymbol schillernden Vieldeutigkeit seit je umspielt. Doch erst unter dem Eindruck der Spanienreise von 1913 erschließt Rilke dem Thema bis dahin unerhörte Bereiche, und er stellt es als Leitwort über das neben den Duineser Elegien wichtigste Vorhaben der späten Jahre: den Zyklus der Gedichte an die Nacht. Auf sie greift er zurück, als er zweifelt, die Elegien je abschließen zu können, und trägt im Spätjahr 1916, gleichsam als Akt der Selbstbestätigung, zweiundzwanzig von ihnen in ein Schreibbuch für Rudolf Kassner ein, den »einzigen Mann«, mit dem er »etwas anzufangen weiß«, wie er Lou Andreas-Salomé einst bekannt hatte.

In dieser für den Freund bestimmten Gestalt werden die Gedichte an die Nacht hier zum erstenmal vorgelegt; sie gewähren damit Einblick in den Aufbauplan eines Projektes, das Rilke erst aufgibt, als die Elegien vollendet sind. Der vorliegende Band bietet zudem eine Auswahl themenverwandter Gedichte aus allen Schaffenszeiten Rilkes, die es erlaubt, die Entfaltung des Nachtmotivs im Gesamtwerk zu verfolgen.

Der Autor

Rainer Maria Rilke wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Nach dem Abbruch der Militärschule studierte er Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Prag, München und Berlin und schrieb Gedichte. Nach einer Liaison mit der verheirateten Lou Andreas-Salomé und heiratete er 1901 Clara Westhoff, die Scheidung folgte schon im folgenden Jahr. Aus Geldnot nahm Rilke Auftragsarbeiten an und reiste 1902 nach Paris, wo das Gedicht Der Panther entstand. Rilke unternahm Reisen nach Nordafrika, Ägypten und Spanien. Rilkes Tagebuchroman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge wurde 1910 veröffentlicht. 1919 siedelte er in die Schweiz über. In den 1920er Jahren erkrankte er an Leukämie und verstarb schließlich am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux in der Schweiz.
Rainer Maria Rilke ist einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache. Seit dem Jahr 1900 ist er Autor des Insel Verlages, sein Werk wird hier geschlossen betreut.

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