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Fragmente eines unendlichen Gedächtnisses

Aus dem Französischen übersetzt von Heinz Jatho

Details

Verlag Diaphanes
Auflage/ Erscheinungsjahr 2018
Format 13,9 × 2,2 × 21,1 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 240 Seiten
ISBN 9783035800647

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20,00 €


Merkliste

»Ein Buch, das den Vergleich mit den besten eines Roland Barthes oder Jean Baudrillard nicht zu scheuen braucht.«

New York Review of Books

Zu diesem Buch

Das Internet und die Allgegenwart mobiler Anwendungen haben das Leben der meisten Menschen in den vergangenen zwanzig Jahren in ­radikaler, wenn nicht totaler Weise verändert.

Davon ist nicht zuletzt unser Gedächtnis, unser Verhältnis zu unserer persönlichen und kollektiven Vergangenheit betroffen. Während wir jetzt über ein gigantisches Hilfsmittel verfügen, noch die kleinste historische oder beliebige andere Informationen in Sekundenschnelle recherchieren können, werden wir gleichzeitig vergesslich und zerstreut, verlieren die Sicherheit, unter den Massen an angereichten Informationen kompetenzgeleitet und mit Sicherheit deren Güte, mögliche Absicht und Tendenz, die Quelle einschätzend und in dem Datenwust unterscheiden zu können. Gleichzeitig zerfließen die Grenzen von real und medial Erlebtem rapide, wenn etwa Menschen fasziniert einen schweren Verkehrsunfall und dessen Opfer minutiös mit ihren iphones filmen, aber einfach nicht auf die Idee kommen, helfend einzuschreiten. Es handelt sich bei all dem offenbar um eine ungebremst zunehmende und also veritablen »Psychopathologie des digitalen Lebens«, um eine um sich greifenden elementare Grundstörung menschlichen Sehens - Urteilens und Handelns.

Die Umwälzungen der letzten Jahre ist derart rasant vonstatten gegangen, dass eine Beschreibung kaum anders denn in ­fragmentarischer, sukzessiv unabgeschlossener Weise möglich ist. Als ein Vertreter der letzen Generation, die noch vor dem Internet zur Schule ging, unternimmt Maël Renouard eine Bestandsaufnahme in Form eines persönlichen Journals. Genaue Beobachtungen des Alltäglichen, historische Perspektivierung und ­stilistische Brillanz machen diesen Essay in progress zu einer luziden Lektüre.

Der Autor

Maël Renouard, (*1979) ist Schriftsteller und Philosoph. Für sein Buch La Réforme de l’opéra de Pékin erhielt er 2013 den Prix ­Décembre. Zudem ist er Übersetzer aus dem Englischen und Deutschen (Walter Benjamin, Karl Krauss u.a.).

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