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Emotionsbezogene Psychotherapie von Scham und Schuld

Ein Praxishandbuch mit Download-Material

Details

Verlag Schattauer
Auflage/ Erscheinungsjahr 13.04.2016
Format 24 × 17,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 484 Seiten
Abbildungen 8 Abb., 17 Tab., geb., mit Download-Material
Gewicht 1053
ISBN 9783608430547

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62,00 €


Merkliste

Keine wirkliche und nachhaltig wirkende Therapie ohne die Bearbeitung von Scham und Schuld.

Zu diesem Manual

Scham- und Schuldgefühle gehören zu einer Therapie wie Patient und Therapeut. Beide Emotionen prägen die therapeutische Beziehung und fordern besondere Kompetenzen seitens der Therapeuten. Anknüpfend an den Emotionsbezogenen Therapieansatz hat die Autorin ein weiterführendes Konzept zur gezielten Arbeit an Scham- und Schuldgefühlen entwickelt. Indem es die Erkenntnisse verschiedener Therapieschulen besonders anschaulich vermittelt, bildet das Buch eine Grundlage für die gezielte Arbeit an diesen beiden aversiven Emotionen.

Scham- und Schuldgefühle können in eine psychische Erkrankung münden oder Ausdruck davon sein. Entsprechend bringt das Buch diese beiden elementaren Emotionen mit den unterschiedlichsten psychischen Störungen in Verbindung. Das daraus entstehende Wissen ermöglicht dem Therapeuten, die notwendige emotionale Empathie sowie das essenzielle kognitive Einfühlungsvermögen aufzubringen.

Das Buch stellt neben praxiserprobten Grundlagen hilfreiche Arbeitsmaterialien zur Verfügung: Nach verschiedenen Therapieansätzen geordnet werden Interventionen zugunsten bisher frustrierter Grundbedürfnisse aufgezeigt.
Für die Empathiefähigkeit des Therapeuten ist es wichtig, auf eigenes Scham- und Schulderleben im Sinne einer emotionalen Spiegelung zurückgreifen zu können. Hierfür stellt das Buch einzigartig die Selbsterfahrungsmöglichkeiten für Therapeuten zusammen. Sie finden Fragen, die eigenes Scham- und Schulderleben sowie ihren bisherigen Umgang damit verdeutlichen. Gezielte Übungen erweitern ihre therapeutischen Kompetenzen im Umgang mit Patienten.

Erst wenn die scham- und schuldhaften Erfahrungen des Patienten korrigiert werden, ist ein nachhaltiger Therapieerfolg möglich!

KEYWORDS: Scham, Schuld, Emotionsbezogene Psychotherapie, Grundbedürfnisse, dysfunktionales Scham- und Schulderleben, therapeutische Kompetenzen, Selbsterfahrung, Empathie, Selbstwertproblematik, Minderwertigkeit, Praxisbuch, Handbuch, Praxishandbuch, Therapieansätze

Aus dem Inhalt

Emotionen in der Psychotherapie

  1. Auswirkungen von Stimmungen auf das emotionale Erleben
  2. »Ich denke, wie ich fühle« oder »Ich fühle, wie ich denke«?
    2.1 »Bottom-up« und »Top-down«
  3. Funktionelle und strukturelle Auffassungen von Emotionen 

Emotionen und Grundbedürfnisse

  1. Zusammenhänge zwischen erfahrener Fremd- und erlernter Selbstregulation von emotionalem Erleben
  2. Grundbedürfnisse
    2.1 Unterschiedliche Konzepte zu Grundbedürfnissen
  3. Zusammenhänge von Bedürfnissen und Motiven
    3.1 Implizite und explizite Motive

Entwicklungsthemen/-aufgaben zu den jeweiligen Grundbedürfnissen

  1. Menschliche Entwicklung als Person-Umwelt-Interaktion
  2. Grundbedürfnisse und Entwicklungsthemen
    2.1 Bindungsbedürfnis
    2.2 Autonomie
    2.3 Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle sowie die Auseinandersetzung mit Grenzen
    2.4 Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung, -erhaltung, -schutz
    2.5 Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung

Empathie

Schuld

  1. Allgemeiner Teil
    1.1 Schuld macht Sinn
    1.2 Verschiedene Arten von Schuld
    1.3 Verantwortung und Schuld
    1.4 Attributionstheoretische Ansätze, kontrafaktisches Denken und Schuld
    1.5 Vier Arten der Schuldkognitionen
    1.6 Schuld, Wiedergutmachungshandlungen als Teil der anerkannten
    sozialen Verantwortung
    1.7 Funktionen von Schuld
    1.8 Adaptive, maladaptive Schuld und Scham
    1.9 Ein historischer Ausflug
  2. Entwicklungspsychologische Aspekte
    2.1 Geburt bis zweites Lebensjahr
    2.2 Drittes bis sechstes Lebensjahr
    2.3 Vorpubertät, Pubertät und Erwachsenenalter
  3. Neurobiologische Aspekte
  4. Geschlechtsspezifische Aspekte
  5. Systemisch kulturelle Aspekte
    5.1 Schuld und Religion
  6. Konstruktive Aspekte von Schuld

Scham

  1. Allgemeiner Teil
    1.1 Scham macht Sinn
    1.2 Die sechs Ebenen der Schamaktivierung
    1.3 Auslöser für Schamgefühle
    1.4 Adaptive, maladaptive Scham
    1.5 Zusammenhang zwischen Scham, empfundener Minderwertigkeit und Selbstwerterleben
    1.6 Fremdschämen – ein Modebegriff?
    1.7 Ein historischer Ausflug
  2. Entwicklungspsychologische Aspekte
    2.1 Geburt bis zweites Lebensjahr
    2.2 Drittes bis sechstes Lebensjahr
    2.3 Vorpubertät, Pubertät, Erwachsenenalter
  3. Neurobiologische Aspekte
    3.1 Scham, Spiegelneurone und Mentalisierung
    3.2 Kognitive Strategien für die emotionale Selbstregulation
    3.3 Implizites und explizites Gedächtnis
  4. Geschlechtsspezifische Aspekte
    4.1 Geschlechtsspezifische Verantwortung
    4.2 Attributionsstile
  5. Systemisch-kulturelle Aspekte
    5.1 Scham in unterschiedlichen Kulturen
    5.2 Familiäre Systeme
    5.3 Werte, Normen, Zuschreibungen, Erwartungen und Moral
    5.4 Religion und Glaube
  6. Konstruktive Aspekte von Scham
  7. Die Entwicklung des Selbstwertes auf der Grundlage von maladaptivem Schamerleben
    7.1 »Doppeltes Selbstwertkonzept« und Scham
    7.2 Selbstwertquellen und Scham

Vergleich von Schuld und Scham

  1. Unterschiede zwischen Schuld und Scham
  2. Zusammenhänge zwischen Scham und Schuld
  3. Innere und äußere Instanzen , die bei Schuld- und Schamerleben
    beteiligt sind
  4. Scham, Schuld und Grundbedürfnisse
  5. Abgrenzung zu anderen Emotionen

Scham und Schuld bei psychischen Störungen

  1. Einführung
    1.1 Über- und unterregulierte Emotionen
    1.2 Interpersonelles Scham- und Schulderleben und -empfinden
    1.3 Selbstabwertungen, Scham und Schuld als innere Distanzierungsmechanismen
  2. Scham- und Schulderleben bei ausgewählten psychischen Erkrankungen
    2.1 Ängste
    2.2 Depression
    2.3 Derealisations- und Depersonalisationserleben
    2.4 Dissoziation
    2.5 Essstörungen
    2.6 Hypochondrie
    2.7 Körperdysmorphe Störungen
    2.8 Persönlichkeitsstörungen
    2.9 Posttraumatische Belastungsstörungen
    2.10 Schizophrenie/Psychosen
    2.11 Sexuelle Funktionsstörungen
    2.12 Soziale Phobie
    2.13 Suizidale Syndrome
    2.14 Zwänge
  3. Schamlos, schuldlos?
    3.1 Grenzen zwischen scham- und schuldlosem Alltagsverhalten und einer Störung
  4. Fragebögen/Inventare zu Scham und Schuld

Therapiealltag

  1. Einleitender Teil
    1.1 Emotionen von Scham und Schuld in der Therapie
    1.2 Therapie aus der Sicht des Patienten
  2. Therapiesetting
    2.1 Transparenz und Struktur im therapeutischen Setting
    2.2 Räumliche Voraussetzungen
  3. Scham- und Schuldgefühle im therapeutischen Kontakt
    3.1 Leidensdruck und Emotionsregulationsstörungen
  4. Prinzip der korrigierenden Erfahrungen
    4.1 Limited reparenting
  5. Therapeut-Patient-Beziehung
    5.1 Wirkfaktoren der Therapie
    5.2 Beziehungsgestaltung
    5.3 Schuld und Scham bei Therapeuten
  6. Fragen für Therapeuten zur Verdeutlichung eigener potenzieller Schuld- und Schamthemen
    6.1 Ausblick
    6.2 Fragen zum Thema Schuld
    6.3 Fragen zum Thema Scham
  7. Besonderheiten für die Gestaltung der therapeutischen Beziehung
    7.1 Angst vor überflutender Scham und Schuld
    7.2 Informationscharakter von Scham und Schuld nutzen lernen
    7.3 Vergleiche aktivieren Scham und Schuld auch bei Therapeuten
    7.4 Schuldinduzierende Kommunikation
    7.5 Therapie kann »Bringschuld« aktivieren
    7.6 Tabuthemen zumindest als solche thematisieren

Emotionsbezogene/-fokussierte Psychotherapie

  1. Einleitung
  2. Einbettung in andere psychotherapeutische Schulen – Schnittpunkte zu anderen Therapierichtungen
    2.1 Analytische Ansätze
    2.2 Mentalisierung
    2.3 Gestalttherapie
    2.4 Körpertherapie
    2.5 Schematherapie
    2.6 Hypnotherapie
  3. Ziele der emotionsbezogenen Psychotherapie
    3.1 Abbau von Vermeidungsverhalten in Bezug auf Emotionen
    3.2 Im emotionalen Erleben Ressourcen neu entdecken und für sich
    nutzen
    3.3 Reduktion der Übersensibilität
  4. Emotionsphobischer Konflikt
    4.1 Erinnerungsbasierte emotionale Schemata
    4.2 Komplexität erinnerungsbasierter emotionaler Schemata
  5. Primäre, sekundäre Emotionen und Bewältigungsschemata
    5.1 Primäre Emotionen
    5.2 Sekundäre Emotionen und Bewältigungsschemata
  6. Bedeutung von Scham und Schuld in der emotionsbezogenen Psychotherapie
    6.1 Scham und Schuld als primäres emotionales Erleben
    6.2 Scham und Schuld als sekundäre Emotionen
    6.3 Zusammenhang zwischen chronischem Schulderleben und maladaptiver primärer Scham
  7. Typische Kompensationsstrategien bei Scham- und Schulderleben und Auswirkungen auf die Therapie
  8. Kontraindikationen

Techniken der emotionsfokussierten Psychotherapie

  1. Therapeutische Haltung
    1.1 Allgemeine Variablen
    1.2 Therapeutische Beziehungsgestaltung
  2. Ziele der emotionsbezogenen Arbeit an Scham- und Schulderleben
  3. Vorgehen bei Scham- und Schulderleben allgemein
  4. Patientenorientierte Psychoedukation, Erklärungs- und Störungsmodell
    4.1 Arbeitsblatt: Psychoedukation und Entwicklung eines Störungsmodells zu Scham und Schuld
  5. Vertiefung von emotionalem Erleben
  6. Bezug zu den Grundbedürfnissen herstellen
  7. Modifizierte Techniken zur fokussierten Arbeit an Schuld-  und Schamerleben
    7.1 Emotionsbezogenes Vorgehen bei sekundärer Scham und Schuld
    7.2 Primäres maladaptives Scham- und Schulderleben
    7.3 Emotionsbezogene Arbeit an Grundbedürfnissen
    7.4 Verantwortung des Therapeuten im Umgang mit Scham und Schuld
    7.5 Was bleibt? Eine Aussicht

Materialsammlung – integrativer Teil

  1. Übungen für Therapeuten zum Umgang mit eigenem Schuld- und
    Schamerleben
    1.1 Psychoedukation und Entwicklung eines eigenen Verständnismodells
    1.2 Das Wissen um die eigenen Grundbedürfnisse nutzen
  2. Übungen für Therapeuten , um den Schuld- und Schamerleben der Patienten besser begegnen zu können
    2.1 Real-Ich oder Ideal-Ich – Wer ist der bessere Therapeut?

Materialsammlung zu Grundbedürfnissen

  1. Allgemeine Arbeitsblätter für die Arbeit an Grundbedürfnissen
    1.1 Sein eigener Bedürfnisdetektiv werden
  2. Bindungsbedürfnis
    2.1 Besonderheiten in der therapeutischen Beziehungsgestaltung bei der Arbeit am Bindungsbedürfnis
    2.2 Arbeitsblätter zur weiterführenden Arbeit am Bindungsbedürfnis
  3. Autonomiebedürfnis
    3.1 Besonderheiten in der therapeutischen Beziehungsgestaltung bei der Arbeit am Autonomiebedürfnis
    3.2 Arbeitsblätter zur weiterführenden Arbeit am Autonomiebedürfnis
  4. Bedürfnis nach Orientierung, Kontrolle und Grenzen
    4.1 Besonderheiten in der therapeutischen Beziehungsgestaltung bei der Arbeit am Bedürfnis nach Orientierung, Kontrolle und Grenzen
    4.2 Arbeitsblätter zur weiterführenden Arbeit am Bedürfnis nach Orientierung, Kontrolle und Grenzen
  5. Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung
    5.1 Besonderheiten in der therapeutischen Beziehungsgestaltung bei der Arbeit am Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung
    5.2 Arbeitsblätter zur weiterführenden Arbeit am Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung
  6. Bedürfnis nach Lustgewinn/Unlustvermeidung
    6.1 Besonderheiten in der therapeutischen Beziehungsgestaltung bei der Arbeit am Bedürfnis
    6.2 Arbeitsblätter zur weiterführenden Arbeit am Bedürfnis Lustgewinn/ Unlustvermeidung

Über die Autorin

Maren Lammers ist Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin in eigener Praxis sowie freie Mitarbeiterin des Milton-Erickson-Instituts in Hamburg, Dozentin, Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin für Verhaltenstherapie, Hypnotherapie sowie emotionsbezogene Psychotherapie. Ihre Schwerpunkte sind neben der Verhaltenstherapie emotionsbezogene Psychotherapie, Hypnotherapie nach Milton Erickson sowie Schematherapie. Mitarbeit am Buch „Emotionsbezogene Psychotherapie“ (C.H. Lammers, 2007).

Rezensionen

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