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Ein Gespenst aus der Kindheit Knut Hamsuns

Erste Buchausgabe 1926 (Widmungsexemplar des Autors)

Details

Verlag Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Wien / Leipzig / Zürich
Auflage/ Erscheinungsjahr 1926, Erste Buchausgabe
Format Gr.-8°
Einbandart/ Medium/ Ausstattung OLn. mit geprägtem Titel
Seiten/ Spieldauer 37 Seiten, (+ 3 Seiten. mit Inhalt und Vlgsanzeigen)
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-004694_AQ

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Grinstein 14544

Orangefarbener Original-Leinwandeinband mit schwarzgeprägtem Titel und Kopfbraunschnitt. Erste Ausgabe dieses Separatdruckes (= 'IMAGO', hrsg.von Sigmund.Freud, Band XII, Ausgabe 2/3). Dieses Exemplar mit einer der seltenen Widmung des Autors in englischer Sprache (Christmas 1940) auf dem Vorsatz.

Aus der Einleitung des Autors

Einleitung

"Seit vielen Jahren lese ich mit gespanntem Interesse und ästhetischem Genuß die Werke des bewunderungs werten Dichters Knut Hamsun, Aber neben dieser höchsten Bewunderung seiner Kunstmittel, seines satirischen Humors, seiner Liebes- und Natur-Dithyramben, seiner  Gesellschaftskritik in den früheren und der epischen Größe in den späteren Werken, neben dieser Bewunderung vertiefte sich eine Verwunderung über die stereotype Wiederkehr bestimmter Situationen, analoger Motive, gleicher Liebesgebärden und identischer psychologischer Grundzüge seiner Helden. Dieses Bewundem und Verwundern drängte zur Anwendung psychoanalytischer Erfahrungen, und als ich mich im Besitze eines wichtigen Schlüssels wußte, sah ich mich nach Auskünften über das Leben dieses großen Dichters der Gegenwart um, die iedoch trotz freundlicher, hier nochmals bedankter Bemühungen der Herren John Landquist (Stockholm) und Professor Harald K. Schjelderup (Oslo) sehr spärliche sind.

Knut Pedersen Hamsun ist am 4. August 1859 in Lom in Gudbrandsdalen ([Norwegen) geboren. Als der Knabe vier Jahre alt war, siedelten die unbemittelten bäuerlichen Eltern nach Lofoten in Nordland über. Mit siebzehn Jahren kam Hamsun in die Lehre zu einem Schuster und arbeitete gleichzeitig in aller Stille literarisch. Mit achtzehn Jahren veröffentlichte er neben Gedichten seine erste Erzählung „Björger".' Der Schusterei wurde er bald müde und führte dann durch etwa zehn Jahre ein sehr wechselvolles Leben. Er war Kohlenarbeiter, Schullehrer, Polizeibediensteter, Steinhauer, Straßenarbeiter in Norwegen; ging dann nach Amerika, war Straflenbahnschaffner in Chikago, Fischer in Neufundland, Bodenarbeiter auf den Prärien des Westens, hielt literarische Vorträge usw.

Mit seinem ersten Roman „Hunger" wurde Hamsun, etwa achtundzwanzigjährig heimgekehrt, mit einem Schlage berühmt. Vor fünfzehn Jahren kaufte er einen Bauernhof und ist als Landwirt tätig, soweit ihm seine literarische Arbeit Zeit läßt. Er lebt zurückgezogen mit Frau und Kindern und erhielt bekanntlich den Nobelpreis für Literatur.

I Eine Kindheitserinnerung Hamsuns

Meine Bemühungen, Ausführlicheres über das Leben Hamsuns zu erfahren, blieben also erfolglos; auch in Norwegen weiß die Öffentlichkeit nicht viel darüber, denn der Dichter ist Auskünften abhold. Hamsun hat aber 1898 im „Norsk Familie-Journal" eine Skizze „Ein Gespenst" veröffentlicht, welche auch in seine übersetzten Werke aufgenommen wurde, und die als eine bedeutsame Kindheitserinnerung zu werten ist, um so mehr, als ausdrücklich gesagt wird; ´was ich jetzt erzähle, ist wörtlich wahr.` (...)"

Die Kapitel der Arbeit

Inhalt: Einleitung - Eine Kindheitseriinerung Hamsuns - Psychoanalytische Deutung des Gespenstes - Kastration und Kastrationssymbolik in Hamsuns Werken - Die Entmannung der Väter (Altern und Verarmen) - Das Motiv der Eifersucht und des geschädigten Dritten - Grausamkeit und Leidensfreudigkeit - Belauschen und Zuschauen - Hamsuns Ideale - Anhang: Psychoanalytisches bei Hamsun.

Der Autor

"Eduard Hitschmann (geboren 28. Juli 1871 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 31. Juli 1957 in Gloucester, USA) war ein österreichisch-US-amerikanischer Psychoanalytiker.

Leben: Eduard Hitschmann war der Sohn eines leitenden Bankiers der Wiener Rothschildbank. Der ältere Bruder Maximilian Hitschmann (1870–1950) war Jurist und konnte vor den Nationalsozialisten fliehen, der jüngere Bruder Heinrich Hitschmann (1873–1944) war Bankier und kam im Ghetto Theresienstadt um. Hitschmann war mit der Sprachtherapeutin und Konzertsängerin Hedwig Schick (1891–1944) verheiratet, ihre 1914 geborene Tochter Margarethe machte in den USA eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin.

Hitschmann besuchte das Akademische Gymnasium und studierte Medizin an der Universität Wien, wo er 1895 promoviert wurde. 1904 eröffnete er eine internistische Praxis. Sigmund Freud warb ihn 1905 für die Loge B’nai B’rith und nahm ihn in die 1905 gegründeten Psychologischen Mittwoch-Gesellschaft auf, aus der dann die Wiener Psychoanalytische Vereinigung hervorging. In B’nai B’rith waren er und Oskar Rie aktive Mitglieder. 1908 nahm er am 1. Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Salzburg teil und wurde beim zweiten Kongress 1910 in das Exekutiv-Komitee der neu gegründeten Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung gewählt. Er war 1913 Mitgründer der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse und war mit Karl Abraham Redakteur des Jahrbuchs für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete er am Sanitätsspital in Wien.

Von 1922 bis 1938 war er Direktor des in den Räumen eines ehemaligen Militärkrankenhauses gegründeten Wiener Psychoanalytischen Ambulatoriums. 1933 war er kurzfristig Herausgeber der in Wien erscheinenden Zeitschrift Die psychoanalytische Bewegung. Hitschmann gehörte zu den Ärzten der Familie Freud. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 emigrierte er mit seiner Familie nach London und nach dem Tode Sigmund Freuds in London zog er 1940 nach Cambridge in die USA. Im Boston Psychoanalytic Institute wurde er als Lehranalytiker tätig und hielt Vorlesungen an der Harvard Medical School. Er hatte mehrere Auseinandersetzungen mit Helene Deutsch.

Hitschmann schrieb auch unter dem Pseudonym Multaretuli. 1911 veröffentlichte er eine allgemeinverständliche Schrift über Freuds Neurosenlehre. Er schrieb eine große Anzahl biographischer Aufsätze mit den von ihm entwickelten Methoden der psychoanalytischen Biographik. Sein Aufsatz über Gottfried Keller aus dem Jahr 1919 wurde von den Deutschen 1938 auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt."

Quelle: Wikipedia

Erhaltungszustand

Im Klassischen Fachantiquariat der SFB die interessante psycho-biografische Studie in der ausnehmend seltenen Premium-Leinwandausgabe des Verlages; dieses Exemplar ist zudem versehen mit einer handschriftlichen Widmung in englischer Sprache aus dem Jahr 1940. ("to the .... Prof. ..., Christmas 1940, from the author"). Der Einband hier noch besonders frisch und mit entsprechend vergleichsweise geringen Gebrauchs- und Lagerspuren. Innen mit einem kl. Namensstempel des Erstbesitzers versehen. - Extrem selten.

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