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Hidalgo-Serna, Emilio (Hg.)

Die unerhörte Metapher

Details

Verlag Verlag Anton Hain (Athenäum)
Auflage/ Erscheinungsjahr 1992
Format 12,8 × 20,0
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden mit Schutzumschlag
Seiten/ Spieldauer 280 Seiten
Gewicht 375
SFB Artikelnummer (SFB_ID) 3-445-08569-2

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Zu diesem Buch

Was Grassis frühere Werke über ›Die Macht des Bildes‹ und ›Die Macht der Phantasie‹ im lockeren Zusammenhang entwickelt haben - den Vorrang der Erlebniswelten der Phantasie und der Träume, der Bilder und Metaphern, der poetischen Zwischentöne und philosophischen Zwischenreiche -, rundet sich mit seinem letzten, hier vorgelegten Werk zur geglückten Trilogie.

Anders als so manch einer der heute so zielstrebigen Geistestouristen wagt Grassi sich hier abermals auf eine ›Reise ohne anzukommen‹. Ihre weitreichenden Stationen erschließen sich freilich nicht aus der programmierten Abfolge des Nacheinanders, sondern aus dem ebenso sprunghaften wie produktiven Nebeneinander der Ideen und geistigen Anstöße zur Beantwortung der Grundfragen des menschlichen Seins und Tuns. Grassis Wegbegleiter sind dabei gleichrangig dichtende Denker wie Meister Eckhart und Nikolaus von Kues, Kirchenväter und Renaissancehumanisten, Vico und (als Überraschung) Freud und denkende Dichter wie Schiller und Herder, Novalis und Leopardi, Proust und Nerval.

"Die unerhörte Metapher öffnet uns jetzt ein breiteres philosophisches Spektrum, das die Funktionen der ursprünglichen und übertragenen Sprache bei Autoren wie Pseudo Longinus, Freud, Leopardi, Proust, Novalis, Nerval oder beim Ekklesiastes umfaßt. Grassis Deutung der Tradition des italienischen Humanismus zeigte bereits in früheren Arbeiten, warum das Wort die Wurzel der Geschichte, der Philosophie und das Grundmotiv seiner Kritik gegen das abstrakte Denken ist.

Nachdem Grassi in der Einfuhrung in philosophische Probleme des Humanismus^ Darmstadt 1986, die Beziehung des humanistischen Denkens zur Antike und zu Heideggers Kritik an der philosophischen Bedeutung des Humanismus untersucht und dargestellt hat, macht er uns hier darauf aufmerksam, wie der Mensch im Drange der Not auch außerhalb des Humanismus den Anspruch seiner eigenen Natur durch die Metapher erfüllen muß.

Weder die Philosophie noch die Literatur haben die Metapher als necessitas verstanden. Über die formale Auffassung der Metapher als ästhetischer Ausdruck hinaus versteht Grassi die Metapher als ein unentbehrliches und erfinderisches Mittel des Sprechens und Wissens, um die Geschichtlichkeit des Seins zu enthüllen. Seine Interpretation der Metapher erfordert eine entsprechende Umkehrung des traditionellen Philosophierens, denn die Übertragung der Bedeutungen liegt in der Natur der Sprache, des Menschen und unserer Welt. Das Buch möchte dem Leser einige der philosophischen Möglichkeiten der ingeniösen, phantasievollen und bildhaften Sprache veranschaulichen. Nur das metaphorische Wort kann die existentielle Einheit des Menschen mit seiner ursprünglichen Welt wiederherstellen.

Die hier vorgelegte deutsche Version dieser Arbeit entspricht der italienischen Ausgabe La metafora inau-dita, hg. v. Massimo Marassi, Aesthetica edizioni, Palermo 1990. Grassis lange Beschäftigung mit der philosophischen Rolle der metaphorischen Sprache läßt sich aus der Bibliographie seines Werkes entnehmen." (aus dem Vorwort)

Aus dem Inhalt

  • Die Metapher als Grundelement der ursprünglichen Sprache
  • Die Unableitbarkeit des Lautes. Die Phone als Element der Sprache
  • Leidenschaft und Illusion
  • Das Theater als Modell von existentieller Tragödie
  • Die Erfahrung des Wortes
  • Die Erfahrung der verlorenen Zeit
  • Das Wort spricht um seiner selbst willen
  • Ein Dokument: die erlittene Romantisierung
  • Die Klage des Ekklesiastes.

Lieferbarkeitshinweis

Im Modernen Fachantiquariat der SFB in einigen verlagsfrischen Archivexemplaren mit gfs. minimalen Lagerspuren verfügbar; gesuchter und beim Verlag seit Jahren vergriffener Titel.

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