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»Grandios!«


Wörtche, Thomas (Hg.)

Die Toten vom Gare d’Austerlitz

Kriminalroman

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr Deutsche Erstausgabe; 18.04.2021
Format 21 × 13 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 473 Seiten
Gewicht 560
ISBN 9783518471364

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15,95 €


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»Grandios!«

in: The Sunday Times, vom 09.12.2020

Zu diesem historisch fundierten Kriminalroman

Am 14. Juni 1940 überschlagen sich in Frankreich die Ereignisse: Die Deutsche Wehrmacht marschiert in das zur ´offenen Stadt` erklärte Paris ein, die französische Regierung ist geflohen und überlässt die Hauptstadt der Franzosen kampflos den Besatzern. Tausende von Menschen, insbesondere die wohlhabenden, haben sich in den Süden abgesetzt.

In dieser unübersichtlichen Situation wird Inspecteur Éduard Giral, Veteran und als junger Mann traumatisiert durch den Horror, den er auf den Schlachtfeldern des I. Weltkrieges erleben mußte und der sein weiteres Leben geprägt hat, an den Gare d'Austerlitz gerufen. Vier Polen wurden von Bahnarbeitern in einen abgestellten Güterwagen tot aufgefunden, jämmerlich umgebracht mit Giftgas. Am Tatort, etwas abseits aufgereiht, werden Giral und seine verängstigten Flic finster beäugt von deutschen Soldaten, ihre MPs im Anschlag. Am folgenden Tag passiert zweierlei: Giral wird an den Ort eines tragischen Doppelselbstmordes gerufen - ein Exilpole und dessen kleiner Sohn haben sich in die Tiefe gestürzt -, und er findet bei seiner Rückkehr in seine Dienststelle den Major Hochstetter auf seinem Bürostuhl vor. Der werde ab sofort sein Verbindungsoffizier sein und erwarte, über die gerade laufenden Mordemittlungen exakt im Bilde gehalten zu werden. Bald wird klar: Es scheint eine Verbindung zwischen den Morden und dem Selbstmord zu geben, denn wenigstens zwei der Toten stammten aus der gleichen Stadt: Bydgoszcz (Lemberg) in Polen.

Giral muß seinen Vorgesetzten (mit dem ihm eine dunke Geschichte verbindet) davon überzeugen, dass in den Fällen ein Zusammenhang bestehen könne, und bald muß er sich auch mit anderen neugierigen Deutschen in Uniformen herumschlagen, Angehörige der Geheimen Feldjäger, der Gestapo und der SS (die zu dieser Zeit eigentlich nicht in Paris sein durften) - mischen mit. Major Hochstetter, spitzfindig-intelligent, zieht im Hintergrund die Strippen und nutzt Giral für eigene unbekannte Zwecke. Es scheint, als habe Hochstetter aus eigenen Erwägungen ein schützendes Auge auf den eigensinnigen Inspektor. Immer deutlicher wird auch erkennbar: unter den verschiedenen Guppen der Deutschen gibt es erbitterte Machtkämpfe, Konkurrenzen und unterschiedliche Auffassungen zu den Kriegszielen- und -methoden, denn noch hat der Überfall auf Rußland nicht stattgefunden - und die Pariser Morde scheinen dabei eine Rolle zu spielen ....

Als unvermittelt Jean-Luc auftaucht, Girals Sohn, der seinen Vater für einen Opportunisten und Feigling hält und den Giral als Fünfjährigen verlassen hatte, spitzen sich die Ereignisse zu. Jean Luc will unbedingt in den Französischen Widerstand, zur Résistance, und er muß dafür aus der besetzten Stadt kommen. - Ein multidimensionales Überlebensschach beginnt für Giral: mal mit der einen, mal mit der anderen der beteiligten Gruppen muß er (schein)paktieren, um seinen Sohn irgendwie aus der Schusslinie zu schaffen, zudem seinen Job als Polizist machen und gleichzeitig die Morde aufklären. - Am Tag, als Adolf Hitler sich klammheimlich in der Stadt aufhält und am frühen Morgen unerkannt in rasender Fahrt seine Besichtigungstour durch Paris unternimmt, kulminieren die Ereignisse ....

Der Autor

Chris Lloyd studierte Spanisch und Französisch, lebte über 20 Jahre in Katalonien, später in Grenoble, im Baskenland und in Madrid, wo er Englisch unterrichtete und für einen Schulbuchverlag sowie als Reiseschriftsteller arbeitete. Heute lebt er als Übersetzer und Schriftsteller in Südwales.

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