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Die therapeutische Beziehung

Konzept und Praxis in der Analytischen Psychologie C.G. Jungs

Details

Verlag Kohlhammer
Auflage/ Erscheinungsjahr 06.07.2016
Format 20,5 × 14 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 200 Seiten
Abbildungen 10 Abb.
Gewicht 274
Reihe Analytische Psychologie C. G. Jungs in der Psychotherapie
ISBN 9783170293229

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Zu diesem Buch

In der Analytischen Psychotherapie C. G. Jungs kommt der Entwicklung und Gestaltung der therapeutischen Beziehung größte Bedeutung zu: Die entstehende Verbindung wird als entscheidend für Ausgang und Erfolg gesehen. Neben der psychoanalytischen Arbeit mit und in der Übertragungsbeziehung zum Patienten wird besonders die Gegenübertragung des Analytikers beachtet und die intersubjektive Realbeziehung des psychotherapeutischen Paares. Das Buch bezieht die zentralen Konzepte der Analytischen Psychologie und besonders die jungianische Technik des Amplifizierens auf die bewussten und unbewussten Beziehungsaspekte im Behandlungsverlauf und gibt ausführlich Einblick in die Beziehungsdynamik einer analytischen Psychotherapie.

Aus dem Inhalt

Das jungianische Modell der psychotherapeutischen Begegnungssituation

  1. Von der Psychoanalyse Sigmund Freuds zur Analytischen Psychologie Carl Gustav Jungs
    1.1 Ödipuskomplex und Große Mutter
          Exkurs Geist und Gehirn: neurowissenschaftliche Gesichtspunkte zur therapeutischen Beziehung
    1.2 Die komplexe Psyche
    1.3 Die Funktion des Träumens
    1.4 Typologie: Orientierungsfunktionen und Einstellungstypen
    1.5 Archetypen und Symbole des kollektiven Unbewussten
    1.6 Psychotherapie und Alchemie
    1.7 Selbst, Identität und Individuation
    1.8 Das psychische Leben als symbolische Bühne
  2. Übertragung und Gegenübertragung in der Analytischen Psychologie
    2.1 Die Wechselseitigkeit der unbewussten Übertragung
    2.2 Übertragung und reale zwischenmenschliche Beziehung
    2.3 Die einzigartige Begegnung der Subjekte: Intersubjektivität, Wechselseitigkeit und Eigenständigkeit des Intrapsychischen
    2.4 Psychotherapie: ein Dialog zwischen Verständnis und Erkenntnis
    2.5 Amplifizieren: ein jungianischer Weg der psychotherapeutischen Sinnsuche
    2.6 Zum Verhältnis von Amplifizieren und Deuten

Der jungianische Psychoanalytiker

  1. Ethik psychotherapeutischen Handelns und Anforderungen an die Persönlichkeit
  2. Das archetypische Bild des verwundeten Heilers und die Selbstheilungskräfte des Analysanden
  3. Welche Therapeuten passen zu welchen Patienten?
  4. Zielsetzungen im psychotherapeutisch-analytischen Prozess

Psychopathologische Konzepte der Analytischen Psychologie

  1. Psychopathologie und Probleme der Realitätsanpassung
    1.1 Die energetische Betrachtungsweise der Libido
    1.2 Neurosentheorien
  2. Krankheitsmodelle der Analytischen Psychologie
    2.1 Krankheitsverursachende Faktoren
    2.2 Neurotische Konflikte, strukturelle Eigenschaften, Psychosen
  3. Psychopathologie und Individuation
    3.1 Ich und Selbst
    3.2 Regression und Progression
    3.3 Symbole der Wandlung

Psychotherapeutische Behandlungsziele der Analytischen Psychologie

  1. Heilung durch Selbsterkenntnis: das Paradigma der Individuation
  2. Uroboros und Drachenkampf: die Integration der Elternkomplexe
  3. Die Integration des Schattens
  4. Die Entwicklung der transzendenten Funktion, Begegnungsmomente
  5. Arbeiten an der Ich-Struktur
    5.1 Die Integration transgenerationaler Einflüsse und Traumata
    5.2 Die Bearbeitung lebensgeschichtlicher Traumata
    5.3 Die Arbeit an Defiziten der Mentalisierung
    5.4 Bindungsstörungen

Der therapeutische Raum

  1. Begegnung und Setting
    1.1 Sitzen oder Liegen
    1.2 Rahmen und Regeln
    1.3 Die heilsame Asymmetrie der psychotherapeutischen Beziehung
  2. Der Fokus der aktuellen Konflikte
  3. Diagnostische Perspektiven

Psychotherapie: Verstehen, Erkennen, Lernen

  1. Einführungen in das Behandlungsbeispiel

Begegnung, Kontrakt, Beginnen

  1. Erstkontakt, Diagnostik, Indikation und Auftrag
    1.1 Aktuelle Symptomatik
    1.2 Belastungen aus der Lebensgeschichte
    1.3 Typologische Überlegungen
    1.4 Störungsrelevante Komplexe, Ich-Komplex, Archetypisches
  2. Indikationsfindungen im dialogischen Prozess
  3. Therapeutische Ziele und Arbeitsbündnis

Die kontextgeleitete Behandlungspraxis

  1. Die individualisierte Behandlungsmethode der Analytischen
  2. PsychologieSprachlicher Dialog – Körperlichkeit – Handlungsdialog – Szene
  3. Symbolische Einstellung und Rêverie

Die Hebammenmethode der Analytischen Psychologie

  1. Struktur und Funktionen des Selbst, Konflikte des Ich
  2. Übertragung, Gegenübertragung, Widerstand
  3. Schattenerkenntnis und Schattenintegration
  4. Zur Emergenz von Wandlungspotentialen

Die Bewusstheit des Unbewussten

  1. Koordinaten jungianischer Traumarbeit
    1.1 Einzeltraum und Traumserie
  2. Die Intersubjektivität der Träume im analytischen Feld
    2.1 Traumserie und analytische Beziehung
  3. Die Integration schöpferischer Gestaltungen

Abschied ins Leben

  1. Zusammenfassung des Behandlungsverlaufs
  2. Kassenleistungen und Therapieende: So viel wie möglich? So viel wie nötig?
  3. Dimensionen heilender Individuationsprozesse

Über den Autor

Claus Braun, Dr. med. Dipl.-Psych., ist Klinischer Psychologe, Arzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker in Berlin, niedergelassen in eigener Praxis. Er ist tätig als Dozent am C.G. Jung-Institut und am Institut für Psychotherapie in Berlin, als Lehr- und Kontrollanalytiker, Supervisor sowie Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Analytische Psychologie".

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