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Extrem selten!

Die Sexualität im Kulturkampf

Zur sozialistischen Umstrukturierung des Menschen

Details

Verlag Sexpol-Verlag, Kopenhagen
Auflage/ Erscheinungsjahr 1936, 2. erweiterte Auflage
Format kl. 8°
Einbandart/ Medium/ Ausstattung OLwd, mit geprägtem Titel
Seiten/ Spieldauer 217 Seiten
SFB Artikelnummer (SFB_ID) 00291-AQ-sfb

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Zu dieser Ausgabe

Der Band ist die überarbeitete und ergänzte Neuauflage von Wilhem Reichs 1930 erschienenen Arbeit »Geschlechtskälte, Enthaltsamkeit und Ehemoral«

Aus dem Inhalt

Das Fiasko der Sexualmoral

  1. Die klinischen Grundlagen der sexualpolitischen Kritik
  2. Die Misere der Sexualreform
  3. Die Eheinstitution als Grundlage von Widersprüchen des bürgerlichen Sexuallebens
  4. Der Einfluss der bürgerlichen Sexualmoral
  5. Die bürgerliche Familie als Erziehungsapparat
  6. Das Problem der Pubertät
  7. Ehe und sexuelle Dauerbeziehung

Der Kampf um das »neue Leben« in der Sowjetunion

  1. Die "Aufhebung der Familie"
  2. Die sexuelle Revolution
  3. Die Bremsung der Sexualrevolution
  4. Befreiung und Bremsung in der Geburtenregelung und der Homosexualität
  5. Die Bremsung in den Jugendkommunen
  6. Einige Probleme der kindlichen Sexualität
  7. Was folgt aus dem sowjetischen Kampf um das "Neue Leben"?

Über den Autor

Wilhelm Reich (* 24. März 1897 in Dobzau, Galizien, Österreich-Ungarn; 3. November 1957 in Lewisburg, Pennsylvania, USA  war ein österreichisch-US-amerikanischer Psychiater, Psychoanalytiker, Sexualforscher und Soziologe. Mit der von ihm ab 1934 entwickelten Vegetotherapie war er einer der wesentlichen Begründer der Körperpsychotherapie.

Nach seiner "Entdeckung des Orgons" 1940 bezeichnete Reich seine Lehre als Orgonomie. Die Thesen Wilhelm Reichs provozieren oft ungewöhnlich heftige Reaktionen, seine Arbeiten polarisierten und polarisieren heute noch sehr stark. Die frühen Beiträge im Rahmen der Psychoanalyse, auch noch deren Weiterentwicklung zur Charakteranalyse, fanden noch breite Zustimmung, doch schon sein Postulat der orgastischen Potenz als Therapieziel traf auf Skepsis und, insbesondere bei Freud, auf Ablehnung. Die Fortentwicklung der Charakteranalyse zur Vegetotherapie, also die Begründung der Körperpsychotherapie, wurde von der Mehrzahl seiner Kollegen, innerhalb und außerhalb der Psychoanalyse, als Irrweg betrachtet.

Reichs Theorien bezüglich "Orgon" wurden und werden von der Naturwissenschaft nicht für diskussionswürdig erachtet. Sie werden gemeinhin als parawissenschaftlich betrachtet. Albert Einstein, der 1941 privat Reichs Messungen an einem Orgonakkumulator überprüfte, konnte Reichs Postulat einer noch unerforschten Energieart nicht bestätigen. Er nannte ihm eine konventionelle Interpretation der beobachtbaren Phänomene und schrieb ihm: "Ich hoffe, dass dies Ihre Skepsis entwickeln wird, dass Sie sich nicht durch eine an sich verständliche Illusion trügen lassen." Reichs Theorien gerieten nach seinem Tod 1957 ziemlich schnell in Vergessenheit. Ein Jahrzehnt später wurde er von der Studentenbewegung wiederentdeckt. Um 1964 brachte Monika Seifert die Kunde vom Werk Reichs aus England mit. Man las Reich zunächst nur als Freudo-Marxisten und als Herold einer sexuellen Revolution. Reichs einschlägige Werke wurden zu Bestsellern unter den sogenannten Raubdrucken.

Einige Jahre später entdeckte man Reich als Begründer der körperorientierten Psychotherapie und bald danach, mit dem Aufkommen der esoterischen New-Age-Bewegungen, auch als Entdecker einer von ihm in seinen späten Jahren postulierten "primordialen" Lebensenergie Orgon. Unabhängig von dieser breiteren Rezeption hat sich seit 1967 in den USA das "American College of Orgonomy" etabliert.  Körperorientierte Psychotherapieverfahren gründen auf Reichs Ideen, wurden aber von Nachfolgern wie Alexander Lowen, später Gerda Boyesen und heute von verschiedenen Vertretern der Körperpsychotherapie so stark nach neuen Erkenntnissen in der Psychologie und der Neurobiologie modifiziert, dass die ursprünglichen Vorstellungen von Reich oft nur noch wenig Bedeutung haben. Reichs (potenzielle) Bedeutung für die Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts wurde erstmals von Paul Edwards, dem Verfasser eines einst weitverbreiteten textbooks zur Philosophie und editor-in-chief der achtbändigen Encyclopedia of Philosophy (1967ff) in einem ausführlichen Artikel über Reich in dieser Enzyklopädie deutlich zu machen versucht. Edwards, der sich eines Urteils über Reichs Orgontheorie weitgehend enthält, hebt besonders Reichs Bedeutung als Religionskritiker hervor, der in seiner Charakterlehre gründlicher als Freud und andere die psychische (und somatische) Verankerung des religiösen Fühlens im Individuum erforscht habe. Außerdem betont er die Bedeutung der Theorien Reichs für das Leib-Seele-Problem in der Philosophie des Geistes. 

Bernd A. Laska, der 1975-1982 die Zeitschrift "wilhelm-reich-blätter" herausgab, versucht mit einem 1985 begonnenen "paraphilosophischen" Projekt, Reichs Rang als Aufklärer aus seinem Gegensatz zu Freud (als dem einflussreichsten Aufklärer im 20. Jahrhundert) abzuleiten, wobei er es für nebensächlich hält, welchen wissenschaftlichen Status nicht nur Reichs spätere Orgontheorie, sondern auch die psychologischen Theorien Freuds und Reichs aktuell haben. Reich ist dabei nach Laskas Auffassung eine von drei "Schlüsselfiguren", deren Schicksale in der Geschichte der neuzeitlichen Aufklärung trotz unterschiedlichster Kontexte erstaunliche Ähnlichkeiten aufweisen und auf prinzipiell gleiche inhaltliche Positionen zurückzuführen sind: Neben Reich, der von Freud ins Abseits "verdrängt" wurde, La Mettrie, dessen Ideen im 18. Jahrhundert von Voltaire, Rousseau u. a. ausgeschaltet worden seien wie die Stirners im 19. Jahrhundert von Marx und Nietzsche.

Quelle: Wikipedia

Zum Erhaltungszustand

Hier die zweite, umfassend erweiterte Auflage aus dem Jahr 1936 in einer extrem seltenen Original-Premiumausgabe, gebunden in goldgelber Leinwand mit schwarz geprägtem Titel und Buchrücken. Innen zahlreiche saubere, dezent angebrachte Anstreichungen in Blei, an einigen Stellen auch in roter Farbe des Erstbesitzers. Gleichwohl gut lesbar und als Gesamtensemble von Text, Buchgestaltung und den Markierungen des Erstbesitzers ein seltenes Zeitzeugnis und ein in jedem Falll sammelwürdiges Exemplar.

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