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»Die Psychoanalyse ist eine erstarrte individualistische Doktrin«

Limitiertes Künstlerplakat, mit Unterschriftstempel und original Unterschrift (2 x Helmut Eisendle)

Details

Verlag Klaus G. Renner & Galerie Hartmut Beck, Erlangen
Auflage/ Erscheinungsjahr 1977
Format 79 × 51 cm
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-003726

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240,00 €


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Ein post-dadaistisches Manifest gegen die Psychoanalysierung von ›Welt‹

Textauszug der Proklamation

»Die Psychoanalyse ist eine erstarrte individualistische Doktrin. Sie isoliert den Menschen und betrachtet seine Handlungen nur als Widerspiegelung innerer Impulse und einer Symbolik, einer Metaforik, deren wirkliche Beweggründe man nicht in den Umständen sucht, die sie hervorbringen, sondern in einer angenommenen dynamischen Struktur zwischen den Metafern Überich, Ich und Es, die selbst in angenommenen Trieb- und Instinktverhältnissen verankert sind.

Statt die Aufmerksamkeit des Individuums auf die Umwelt zu lenken, zwingt die Psychoanalyse es, sich in seine verdrängten Komplexe zu vertiefen. Dies führt zu der Beschäftigung des Patienten mit sich selbst, zu einer krankhaften Beschäftigung mit sich selbst, führt in einen neuroseinduzierenden Zustand pseudoautistischer Prägung. Neurosen sind nicht vom Schicksal vorgezeichnet, sie sind eine Folge der Probleme in der sozialen Ordnung und im Leben des einzelnen Menschen. Sie entspringen einem sozialen Übel, das man beseitigen kann und beseitigen muß. Die Psychoanalyse ist dabei die erste Krankheit, die es zu heilen heißt. Die Psychoanalyse zu heilen heißt aber die sie repräsentierende Institution, das Krebsgeschwür der Therapeuten beseitigen, heißt ihr machtorientiertes Verhalten zu brechen und sie zu Menschen zu machen. (...).«

  • Format des Plakates: 79 x 51cm, vom Künstler zweifach signiert und am unteren Bogenende bestückt mit einer italienischen Briefmarke, diese gestempelt (Controlleria della ...).
  • Satz /Layout: Hesz & Co., Nürnberg
  • Druck: Beck & Renner, Erlangen

Erhaltungszustand: Gutes Exemplar des extrem seltenen Plakates. Auf der Bogenrückseite Reste eines Feuchtigkeitsschadens, etwa von der Größe von ca. 26x19 cm, mit leicht welligen Spuren, zudem eine Längskante mit minimalen Randläsuren (keine Risse). Durch die Farbstruktur und den durchgehenden Text fällt der beschrieben Mangel praktisch kaum auf.

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