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Die Psychoanalyse des Jungen

Vorlesung und Seminar in O-Ton auf 6 CD während der Lindauer Psychotherapiewochen 2017

Details

Verlag Auditorium-Netzwerk
Auflage/ Erscheinungsjahr 2017
Format 6 CD in Bo×
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Jewelcase
Seiten/ Spieldauer 432 Min.
SFB Artikelnummer (SFB_ID) LP17-C20C

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Jungen sind zum Problem geworden. Sie sind aggressiv, bewegungsunruhig, unaufmerksam, risikobereit, gelten als Störer. Vom ersten Tag an sind sie anders als Mädchen und entwickeln viel häufiger psychischen Auffälligkeiten. Warum ist das so? Und was können wir therapeutisch und erzieherisch dagegen tun?

Zu diesem Livemitschnitt auf CD

"Der Knabe ist aber unter allen Geschöpfen das am schwierigsten zu behandelnde; denn je mehr er eine Quelle des Nachdenkens besitzt, die noch nicht die rechte Richtung erhielt, wird er hinterhältig und verschlagen und das übermütigste der Geschöpfe. Darum gilt es, durch mannigfache Zügel ihn zu bändigen".

Dies Zitat des Philosophen Platon († 348/347 v. Chr.) zeigt, dass sich seither wohl wenig geändert hat. Jungen können problematisch werden, wenn sie nicht ausreichend begrenzt werden. Neben einer empathischen Mutter benötigen sie einen liebevollen und grenzsetzenden Vater, mit dem sie sich identifizieren können.

Jungen haben nicht selten Probleme mit der Beherrschung von Affekten, tendieren zu grandiosen Phantasien und zum Externalisieren. Untersuchungen ihrer Träume lassen darauf schließen, dass sich bei ihnen stärker eine narzisstische Tendenz manifestiert, bei Mädchen eher eine anklammernd-depressive.
Jungen erfreuen sich an den Außenwelten, haben Lust am Abenteuer, gelegentlich auch am Rivalisieren, und sie können Risikoverhalten entwickeln mit erheblichen Selbstgefährdungen, insbesondere in der Adoleszenz. Darum fallen sie auch öfter als Mädchen wegen ihrer sozial störenden Verhaltensweisen auf, mit Aggressionen und Hyperaktivität. Sie tragen ihre Konflikte in die Außenwelt und bringen damit leicht Sand in die sozialen Getriebe.

Diese Tendenzen sind zum einen Folgen der Physiologie, vor allem der Hormone. Geformt werden die vorhandenen Prägungen durch die Interaktionen der Jungen mit ihren primären Beziehungspersonen. Den vielfältigen Veränderungen der heutigen Gesellschaft können sich Jungen auch nur schwerer anpassen als Mädchen.

Die These von Hans Hopf, einem der renommiertesten Kinderanalytiker Deutschlands mit über 40-jähriger Erfahrung: Die Jungen sind die »Emanzipationsverlierer«, sie wachsen überwiegend »vaterlos« in einer feminisierten Welt auf.

»Ich wünsche mir, dass Jungen in der Zukunft ihre phallischen Tendenzen und ihre Bewegungsfreude, vom liebevollen Blick der Mutter begleitet, leben dürfen, auch von den wohlwollenden Augen ihrer Erzieherinnen und Lehrerinnen. Dass nicht missverstanden wird, wenn sie oft aktiver, lauter, risikobereiter und aggressiver sind als Mädchen und dass sie die Umwelt erforschen dürfen. Dass sie gute Beziehungserfahrungen mit der Mutter erwerben und deren Weiblichkeit als etwas Wertvolles in sich schätzen werden. Dass sie – in Anwesenheit eines einander zugewandten Paares – zu ihrer eigenen Identität finden können. Dass sie innerhalb ihrer Erziehung auf eigene und auf öffentliche psychisch präsente Väter treffen, die sie liebevoll und konsequent begrenzen werden und mit denen sie sich identifizieren können, so dass sie sich entsprechend ihrer wesensmäßigen Charakterzüge zum reifen Mann entwickeln können.« (Hans Hopf)

Der Referent

Dr. Hans Hopf ist selbst Vater von drei Kindern und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in freier Praxis. Ferner ist er Dozent und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut Stuttgart, Freiburg und Würzburg und und dort in der Ausbildung von Psychotherapeuten tätig, er wirkt zudem als Gutachter für ambulante tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen und ist Autor zahlreicher Bücher im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychoanalyse.

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