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Die Psychoanalyse des Jungen

Details

Verlag Klett-Cotta
Auflage/ Erscheinungsjahr 3. Aufl. 19.09.2017
Format 23,3 × 16,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 404 Seiten
Gewicht 700
ISBN 9783608947755

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45,00 €


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Zu diesem Buch

Die Jungen sind zum Problem geworden. Sie sind aggressiv, bewegungsunruhig, unaufmerksam, risikobereit, gelten als Störer. Vom ersten Tag an sind sie anders als Mädchen und entwickeln viel häufiger psychischen Auffälligkeiten. Warum ist das so? Und was können wir therapeutisch und erzieherisch dagegen tun?

Das Buch greift anhand vieler Beispiele und Fallsequenzen folgende Themen auf:

  • Die Entwicklung der männlichen Identität im Beziehungsdreieck mit Mutter und Vater,
  • die psychischen Ursachen von Aggression, mangelhafter Affektregulierung, Bewegungsunruhe und Aufmerksamkeitsdefiziten,
  • die Biologie des Jungen,
  • Triebentwicklung des Jungen,
  • die Geschwisterbeziehungen,
  • die Möglichkeiten einer hilfreichen pädagogischen und therapeutischen Begleitung.

Inhalt, ohne Unterpunkte

  • Vorwort
  • Einführung - Jungen auf der Suche nach ihrer Identität
  • 1 Mutter und Sohn
  • 2 Vater und Sohn
  • 3 Schaltstellen der Triebentwicklung des Jungen
  • 4 Die Latenz heute
  • 5 Adoleszenz
  • 6 Die Mutter - zwischen Ernähren und Begehren
  • 7 Das Elternpaar
  • 8 Brüder und Schwestern
  • 9 Die Aggression des Jungen
  • 10 Externalisieren - Bewegung - Räume
  • 11 Jungen und Aufmerksamkeit
  • Epilog
    Literatur
    Stichwortverzeichnis
    Angaben zum Autor

Die These von Hans Hopf, einer der renommiertesten Kinderanalytiker Deutschlands mit 40-jähriger Erfahrung: Die Jungen sind die »Emanzipationsverlierer«, sie wachsen überwiegend »vaterlos« in einer feminisierten Welt auf.

»Ich wünsche mir, dass Jungen in der Zukunft ihre phallischen Tendenzen und ihre Bewegungsfreude, vom liebevollen Blick der Mutter begleitet, leben dürfen, auch von den wohlwollenden Augen ihrer Erzieherinnen und Lehrerinnen. Dass nicht missverstanden wird, wenn sie oft aktiver, lauter, risikobereiter und aggressiver sind als Mädchen und dass sie die Umwelt erforschen dürfen. Dass sie gute Beziehungserfahrungen mit der Mutter erwerben und deren Weiblichkeit als etwas Wertvolles in sich schätzen werden. Dass sie – in Anwesenheit eines einander zugewandten Paares – zu ihrer eigenen Identität finden können. Dass sie innerhalb ihrer Erziehung auf eigene und auf öffentliche psychisch präsente Väter treffen, die sie liebevoll und konsequent begrenzen werden und mit denen sie sich identifizieren können, so dass sie sich entsprechend ihrer wesensmäßigen Charakterzüge zum reifen Mann entwickeln können.« (Hans Hopf)

Stimmen zum Buch

»In übersichtlicher Form beschreibt Hopf die Erkenntnisse psychoanalytischer Entwicklungspsychologie, die er anhand von Vignetten von Säuglingsbeobachtungen oder Behandlungsausschnitten anschaulich werden lässt. Dabei gelingt es ihm, die Störanfälligkeit dieser Prozesse aufzuzeigen, ohne in die der psychoanalytischen Entwicklungstheorie häufig vorgeworfene Verurteilung der Mütter/Eltern zu geraten. Er entfaltet für den Leser einen weiten Horizont von Faktoren, die ene gesunde seelische Entwicklung beeinflussen. Besonders beeindruckt war ich von der verständlichen Form, in der er diese Faktoren darstellt. So kommen die vieldiskutierten Fragen der Krankheitszuschreibungen und der entsprechenden medikamentösen Therapie genauso zur Sprache, wie die sich verändernden Ausbildungsbedingungen, die durch einen immer höheren Anteil von weiblichen Betreuungs- und Lehrpersonen gekennzeichnet sind. ... Das Buch verändert den Blick und sorgt dafür, seelische Entwicklung nicht zu vereinfachen oder zu pahtologisieren, und bietet somit eine differenzierte Hilfe in der oft hitzig geführten Diskussion über die Zukunft der Jungen und jungen Männer in unserer Gesellschaft an.«

Carsten Caesar, Analytische Psychologie, August 2015

»Was das Buch unverwechselbar macht, ist einerseits das spürbare Engagement Hopfs gegen die pädagogische Entwertung und für eine angemessene Entwicklung des männlichen Heranwachsenden, andererseits der unerhörte Reichtum an Erfahrung, der die gesamte Darstellung durchdringt und den nicht zuletzt die zahlreichen Fallvignetten widerspiegeln.«

Helwart Hierdeis, Psychosozial, Juli 2015

»Auf dieses Buch haben wir lange gewartet: Hans Hopf, zweifellos einer der bedeutendsten deutschen Kinderanalytiker, legt eine umfangreiche Anthologie des Jungen vor. Dieses Schwergewicht von 400 Seiten enthält die ganze Kompetenz, Kreativität und Begeisterung, dieses erfahrenen Therapeuten, der unerschrocken und mutig ein Skotom aufgreift. (...) Das Buch von Hans Hopf ist unerschrocken und mutig aber auch mutmachend- und es zeugt von einem unglaublich reichen theoretischen und therapeutischen Wissen: Das beginnt bereit mit der sehr persönlichen Einleitung, die den Bogen spannt von den Kriegskindern ohne Väter über traumatisierte Väter der Nachkriegszeit zu Kriegskindern als spätere Väter bis zur Frage “Wieviel Junge darf es sein?“ (...) Mit anderen Worten: Es ist ein absolut wunderbares Buch, packend zu lesen und für den Praktiker im Feld von Therapie und Beratung mit Sicherheit ein sehr großer Gewinn. Für mich ist es das schönste und spannendste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.«

Ingrid Seiffge-Krenke, Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 12.2014

»Was das Buch unverwechselbar macht, ist einerseits das spürbare Engagement Hopfs gegen die pädagogische Entwertung und für eine angemessene Entwicklung des männlichen Heranwachsenden, andererseits der unerhörte Reichtum an Erfahrung, der die gesamte Darstellung durchdringt und den nicht zuletzt die zahlreichen Fallvignetten widerspiegeln.«

Dr. Helmwart Hierdeis, in: beziehungsweise, November 2014

»Hans Hopf ist ein großer Wurf gelungen - unverzichtbar für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, von hoher Wichtigkeit für Psychologen, Pädagogen und Menschen, die in psychosozialen Berufen arbeiten, empfehlenswert für solche, die sich dem Thema Jungen aus soziologischer und kulturanthropologischer Perspektive nähern. Aber nicht nur als Professioneller - auch als Mutter oder Vater kann man von dem Buch profitieren.«

Arne Burchartz, in: Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, 2/2014

»Kurz: Jungen gelten als auffälliger und sind de facto auch häufiger psychisch auffällig als Mädchen. Deshalb ist diese erste psychoanalytische Gesamtdarstellung über Jungen insbesondere auch für (Grundschul-)Lehrerinnen von besonderer Relevanz; denn das Buch erklärt, warum das so ist und was wir therapeutisch und erzieherisch dagegen tun können.«

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de, 29.6.2014

Über den Autor

Dr. Hans Hopf ist selbst Vater von drei Kindern und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in freier Praxis. Ferner ist er Dozent und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut Stuttgart, Freiburg und Würzburg und und dort in der Ausbildung von Psychotherapeuten tätig, er wirkt zudem als Gutachter für ambulante tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen und ist Autor zahlreicher Bücher im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychoanalyse.

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