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Die lebende Münze

Details

Verlag Kulturverlag Kadmos Berlin
Auflage/ Erscheinungsjahr 1998
Format 19 × 12 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Gebunden
Seiten/ Spieldauer 92 Seiten
Gewicht 149
ISBN 978-3-931659-12-7

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21,90 €


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Zu diesem Buch

Geld, sagt man, ist totes Metall - und beeilt sich, die Sphäre des Geldes sorgfältig vom Bereich der unersetzlichen Lebewesen zu trennen. Der Gedanke, daß auch das menschliche Leben einen Preis haben könnte, oder stärker noch: daß es selbst Geldcharakter haben könnte, ist das vielleicht nachhaltigste Gedankentabu in einer weithin enttabuisierten Gesellschaft.

Genau hier aber liegt der Ausgangspunkt, von dem aus Klossowski die Frage des Geldes stellt. Ausgehend vom ursprünglichen Tauschakt, dem sich ein Mehrwert verdankt: nämlich der wollüstigen Begegnung der Geschlechter, die in die menschliche Fortpflanzung einmündet, entwickelt er eine Theorie des Geldes, die in ihrem Bereich ganz einzig dasteht. Zwischen Fourier und de Sade oszillierend entsteht ein neuartiges Bild des modernen Waren- und Gesellschaftsverkehrs. Anders als gängige Verfallsphilosophien, die zumeist die Kapitalisierung des Leibes beklagen, klärt Klossowski darüber auf, warum der menschliche Leib, dem Zwang der natürlichen Reproduktion nicht mehr unterworfen, selbst zu einem Ort der Produktion werden muß, zu lebender Münze mithin.

Stimmen zu diesem Buch

»Jetzt, nachdem ich es mehrfach gelesen habe, weiß ich, daß dies das größte Buch unserer Epoche ist. Man hat den Eindruck, daß alles, was auf die eine oder andere Weise zählt – Blanchot, Bataille, Jenseits von Gut und Böse – verstohlen dorthin führte: aber jetzt ist es gesagt worden, und von einer solchen Höhe herab, daß alles zurückweicht und nurmehr die Hälfte zählt«

Michel Foucault

Pressestimmen

»Man liest den Band, fühlt den Kopf brennen, liest ihn aufs neue, und so fort. Eine merkwürdige, sehnsuchtmachende Text-Maschine.«

Der Standard, Wien

Lieferbarkeit

Der beim Verlag vergriffene Titel in wenigen Archivexemplaren verfügbar.

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