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Kölle, Brigitte; Peppel, Claudia (Hg.)

Die Kunst des Wartens

Details

Verlag Wagenbach, K
Auflage/ Erscheinungsjahr 04.04.2019
Format 21,5 × 13,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 192 Seiten
ISBN 9783803136794

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28,00 €


Merkliste

›Warten, geduldig sein, das heißt denken.‹

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Zu diesem Buch

Alle Menschen warten, immer wieder – an der Supermarktkasse, auf die nächste U-Bahn, an einer Telefon-Hotlie, beim Arzt; auf die Corona-Impfung, auf das Ergebnis einer Prüfung, auf einen Therapieplatz, auf das nächste Date, auf den Schlaf, auf den Frühling, die Sommerferien, auf Weihnachten oder überhaupt auf ein besseres Leben ...

Das Warten-(Müssen) ist Teil unseres Lebens und Alltags; es ist immer mit der Er-Warung oder zumindest eine unbestimmten Hoffnung verbunden, daß sich der dem Warten innewohnende Spannungszustand positiv auflösen möge.

In unserer heutigen Zeit, in der schnellstmögliche Wunscherfüllung und Begfriedigung oberstes Gebot ist, fällt das (Ab-)Warten vielen Menschen schwer; es wird nicht selten als leere oder gestohlene Zeit, als langweilig, ja quälend und öde erlebt. In nicht wenigen Anwendungsfällen verordneten Wartens lässt sich heute der finanzielle Status eines Menschen ablesen: Dieser darf abkürzen, kommt beim Arzt sofort dran, erhält immer einen Tisch im Sterne-Restaurant. Die Nichtpriviligierten dürfen warten: als ´wenig Qualifizierte` Jahr und Tag beim Arbeitsamt auf einen tragfähigen Job; als Flüchtlinge bis zum Heiligen-Nimmerleinstag in einem vergessenen Elendscamp einer Inselauf die Bewilligung des Asylantrages ...

Brigitte Kölle und Claudia Peppel erkunden verschiedene Arten des Wartens in den Werken und Positionen vor allem zeitgenössischer Film- und Fotokünstler und verbinden sie mit literarischen und essayistischen Texten über das Warten. Die Bilder und Texte verdichten sich zu einer verblüffenden Analyse unserer Gegenwart. So wird aus der ungenutzten oder verlorenen Zeit des Wartens eine geschenkte Zeit, die ungeahnte Möglichkeiten eröffnen kann – und einen Freiraum für Reflexion, Kreativität und Entschleunigung.

Der Band ist illustriert mit zahlreichen Werkabbildungen, u.a. von David Claerbout, Andrea Diefenbach, Omer Fast, Andreas Gursky, Candida Höfer, Ursula Schulz-Dornburg, Philip Scheffner, Tobias Zielony..

Stimmen zum Buch

»Vielschichtig, informativ und streitbar wie es ist, regt das Buch zum Nach- und Weiterdenken an. Vermittelt wichtige Impulse und lädt dazu ein, sich mit den verschiedenen Künstlern und ihren Positionen auseinanderzusetzen.«

Deutschlandfunk Kultur

Die Herausgeberinnen

Brigitte Kölle studierte Kultur- und Museumswissenschaften in Hildesheim und New York. Nach Stationen als Kuratorin an internationalen Ausstellungshäusern leitet sie seit 2012 die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle-

Claudia Peppel studierte Romanistik und Psychologie in Berlin und Rom. Sie war DFG-Stipendiatin an der TU Darmstadt.

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