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Kühn, Rolf; Thireau, Isabelle (Hg.)

Die Barbarei

Eine phänomenologische Kulturkritik

Details

Verlag Alber, K
Auflage/ Erscheinungsjahr 13.09.2016
Format 21,5 × 13,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 254 Seiten
Gewicht 345
ISBN 9783495488362

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Zu diesem Buch

Die Kulturkritik des französischen Philosophen und Literaten Michel Henry (1922-2002) kulminiert in dessen Skepsis gegenüber einem r Kritik an der Zerstörung der Universität als Ort ergebnisoffener Forschung und Lehre und der Verdummung der Massen durch die Massenmedien.

Anfang der Achtziger Jahren geschrieben - der erste ATARI-Computer mit 8 Hz kam gerade auf den Markt; Internet, schnurlose Telefonie oder gar iPads lagen noch im Bereich des Science Fiction - trifft seine Kulturkritik, da Ökonomisierung, Beschleunigung inzwischenrasant fortgeschritten ist, ins Mark der Problematik.

Der Auto in seiner Einleitung

»Eine neue Barbarei durchdringt unsere Gesellschaft, da erstmals Wissen und Kultur auseinanderfallen. Seit dem 'Galileischen Projekt' will die Naturwissenschaft die allein objektive Erkenntnis sein und klammert die sinnlichen Naturqualitäten wie die damit verbundene Subjektivität aus: d.h. unser Leben selbst. Weil die Kultur besonders die Lebensselbststeigerung als Kunst, Religion und Ethik ist, findet sie sich so aus der Moderne ausgeschlossen. Diese prinzipielle Lebensverneinung, die Husserls Lebensweltrehabilitierung tiefer sehen lässt, vollendet sich im Technikprozess, der dem Individuum in seinem unaufhebbaren Lebenspathos nur die 'mediale Existenz' des Audiovisuellen als Fluchtort für seinen Bedürfnisaustausch lässt.«

Michel Henry

Der Autor

Michel Henry (1922-2002), Studium der Philosophie, Teilnahme am französischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg, Ordinarius für Philosophie an der Universität Montpellier bis 1987. Maßgebliche philosophische Werke in zahlreichen Übersetzungen über das rein phänomenologische Leben als Selbsterscheinen, Affektivität, Leiblichkeit, Produktion, Trieb und Ästhetik. Außerdem literarisches Schaffen als Romanschriftsteller. 1963 erschien sein Hauptwerk „L'essence de la manifestation", worin die Fundamente der von ihm begründeten „Radikalen Lebensphänomenologie" gelegt wurden. Henry ist einer der bedeutendsten phänomenologischen Denker des 20. Jahrhunderts.

Der Mittherausgeber

Rolf Kühn, Dr. phil. Paris-Sorbonne (geb. 1944); Univ.-Dozent für Philosophie in Wien, Beirut, Nizza, Lissabon, Louvain-la-Neuve, Freiburg/Br.; zahlreiche Veröffentlichungen in Phänomenologie, psychologischer Anthropologie, Kultur- und Religionsphilosophie; Übersetzer wichtiger Werke Michel Henrys ins Deutsche; Mitherausgeber der Reihe „Seele, Existenz und Leben“ sowie des Jahrbuchs „psycho-logik“ im Karl Alber Verlag; Leiter des „Forschungskreises Lebensphänomenologie“ Freiburg (www.lebensphaenomenologie.de).

Über den/die Autoren

Michel Henry (1922–2002), Studium der Philosophie, Teilnahme am französischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg, Ordinarius für Philosophie an der Universität Montpellier bis 1987. Maßgebliche philosophische Werke in zahlreichen Übersetzungen; außerdem literarisches Schaffen als Romanschriftsteller. 1963 erschien sein Hauptwerk „L'essence de la manifestation“, worin die Fundamente der von ihm begründeten „Radikalen Lebensphänomenologie“ gelegt wurden. Henry ist einer der bedeutendsten phänomenologischen Denker des 20. Jahrhunderts.

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