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Die Arbeit mit schwierigen Patientinnen und Patienten

Die Behandlung von schweren Neurosen, Traumata und Perversionen, von Borderline- und psychotischen Zuständen

Details

Verlag Brandes & Apsel
Auflage/ Erscheinungsjahr 11.2021
Format 24 × 17 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 340 Seiten
ISBN 9783955583095

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39,90 €


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Zu diesem Buch

Franco De Masi schreibt in seinem Buch: »Ich hoffe, meine Worte sind für all diejenigen nützlich, die an der Entwicklung der Psychoanalyse und ihrer heilenden Kräfte interessiert sind, und besonders für jene Kollegen, die mit schwierigen Patienten arbeiten und danach streben, feinfühlige und geschärfte therapeutische Fähigkeiten zu erlangen.«

Franco De Masi, Dr. med., Psychiater und Lehranalytiker der Italienischen Psychoanalytischen Gesellschaft, früher Präsident des Mailänder Zentrums für Psychoanalyse und Vorstand des dortigen Ausbildungsinstituts, langjährige Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken und seit 35 Jahren als niedergelassener Psychoanalytiker. Zahlreiche Veröffentlichungen im International Journal of Psychoanalysis, der Rivista Italiana di Psicoanalisi und anderen internationalen Fachzeitschriften. Sein Hauptinteresse gilt theoretischen und behandlungstechnischen Fragen bei schweren psychischen Erkrankungen und psychotischen Patienten. Mehrere Buchpublikationen in italienischer, spanischer, französischer und deutscher Sprache.

Inhalt

Einführung 7

Teil 1

  • Kapitel 1 Was verstehen wir unter schwierigen Patienten?
  • Kapitel 2 Das Trauma als Ursache von Pathologien
  • Kapitel 3 Das Trauma in der Primärbeziehung
  • Kapitel 4 Abwehrmechanismen und psychopathologische Konstruktionen
  • Kapitel 5 Psychischer Rückzug
  • Kapitel 6 Das Über-Ich bei schwierigen Patienten
  • Kapitel 7 Das Unbewusste bei neurotischen, psychotischen und Borderline-Patienten

Teil 2

  • Kapitel 8 Sexuelle Pathologien
  • Kapitel 9 Die erotische Übertragung: vom Traum zum Wahn
  • Kapitel 10 Ist Pädophilie heilbar?
  • Kapitel 11 Das Rätsel der Transsexualität
  • Kapitel 12 Reflexionen über die Ursachen sexueller Perversionen
  • Kapitel 13 Die perverse Faszination destruktiver Organisationen
  • Kapitel 14 Pathologische Abhängigkeiten vom Internet
  • Kapitel 15 Einige Probleme bei der Behandlung von Borderline-Patienten
  • Kapitel 16 Elemente einer analytischen Therapie psychotischer Patienten
  • Kapitel 17 Der therapeutische Umgang mit wahnhaften Erfahrungen
  • Kapitel 18 Das Problem der Übertragung bei psychotischen Zuständen
  • Kapitel 19 Schwierige Patientinnen und Patienten: Schlussfolgerungen.

Literatur 319

Aus der Einleitung des Autors

»Der Eremit kehrt dieser Welt den Rücken, er will nichts mit ihr zu schaffen haben. Aber man kann mehr tun, man kann sie umschaffen wollen, anstatt ihrer eine andere aufbauen, in der die unerträglichsten Züge ausgetilgt und durch andere im Sinne der eigenen Wünsche ersetzt sind.«
(Sigmund Freud, 1930, S. 439)

Eine der vielen Geschichten im Mahabharata, dem sagenumwobenen indischen Epos, handelt von Drona, der als Prinz in Ungnade fiel und Lehrer der königlichen Familie wurde. Eine seiner Aufgaben bestand darin, die drei Söhne des Königs im Bogenschießen zu unterrichten. Deshalb setzt er die naturgetreue Nachbildung eines Vogels halb verdeckt zwischen die Zweige eines Baumes im Park.

Er gibt dem ältesten Prinzen Pfeil und Bogen und fragt ihn anschließend, was er sieht. Der Junge antwortet: »Ich sehe den Vogel auf dem Baum. Ich sehe die Zweige auf dem Baum. Ich sehe dich, mein Meister, und meine Brüder.« Drona erwidert: »Lege den Bogen weg und geh zur Seite.«

Dann fragt er den zweiten Bruder und erhält dieselbe Antwort. Er ist sehr enttäuscht und fragt den dritten Bruder. Dieses Mal antwortet der Junge: »Ich sehe nur den Kopf des Vogels, nichts anderes.« Er legt seinen Pfeil ein, spannt den Bogen und der Pfeil fliegt direkt auf sein Ziel - den Kopf des Vogels.

Mit dieser Geschichte möchte ich eine zentrale Fragestellung dieses Buches einführen: An wen wenden wir uns bei unserer Arbeit mit unseren Analysanden? In unseren Behandlungszimmern ähneln wir den Brüdern in dieser Geschichte: Wir sehen viele Dinge (den Baum, die Blätter, die Brüder, usw.), aber es ist notwendig, nur eines der vielen Elemente auszuwählen, die sich uns zeigen. Wir wählen das Element aus, das uns für die jeweilige Konstellation/Beziehung/Geschichte des Patienten besonders spezifisch erscheint. Bei unserer Arbeit mit schwierigen Patienten sollten wir sie nicht nur als Einzelpersonen mit ihrer speziellen Geschichte und ihrem speziellen Leiden betrachten, sondern als Repräsentanten einer spezifischen psychopathologischen Konstellation, die jeglichen Therapieerfolg zunichtemacht, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird. (...)"

Der Autor

Franco De Masi, Dr. med., Psychiater und Lehranalytiker der Italienischen Psychoanalytischen Gesellschaft, früher Präsident des Mailänder Zentrums für Psychoanalyse und Vorstand des dortigen Ausbildungsinstituts, langjährige Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken und seit 35 Jahren als nieder­gelassener Psychoanalytiker. Zahlreiche Veröffentlichungen im International Journal of Psychoanalysis, der Rivista Italiana di Psicoanalisi und anderen internationalen Fachzeitschriften. Sein Hauptinteresse gilt theoretischen und behandlungstechnischen Fragen bei schweren psychischen Erkrankungen und psychotischen Patienten. Mehrere Buchpublikationen in italienischer, spanischer, französischer und deutscher Sprache.

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