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Die analytische Antwort

Eine Geschichte der Gegenübertragung in Form von Autorenportraits

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr Unveränderter Nachdruck d. Ausgabe 1995. 2009
Format 21,0 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 408 Seiten
Gewicht 572
Reihe Bibliothek der Psychoanalyse
ISBN 9783837920178

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39,90 €


Merkliste

Neuausgabe des 1995 zuerst bei der edition diskord erschienenen Bandes

Die Kontroverse um die Gegenübertragung gehört zu den spannendsten und leidenschaftlichsten in der Geschichte der Psychoanalyse. Nahezu jeder Analytiker von Format hat sich zu diesem Thema schon geäußert.

In ihren 30 Autorenportraits lässt Andrea Gysling die ganze Vielfalt dieser Auseinandersetzung von 1910 bis heute aufscheinen.

Inhalt

Vorwort von 1994 // Vorwort von 1985 // Einleitung

Teil I: DIE PIONIERZEIT: AM ANFANG WAR DIE FURCHT

  1. Die besonderen Charakteristika der Pionierzeit
  2. Die Gegenübertragung bei FREUD: Das Spiegel-, Chirurgen- und Indifferenzideal
  3. Adolph STERN: Ohne ein gewisses Maß an milder, positiver Gegenübertragung geht es nicht
  4. Edward GLOVER: Unsere Gegenübertragung bedarf täglicher analytischer Pflege
  5. Sandor FERENCZI: Warum denn immer so streng und versagend? Wo bleibt die Zärtlichkeit?
  6. Otto RANK: Das wichtigste Ingrediens der optimalen Gegenübertragung heißt Bescheidenheit. Der Analytiker wird zum Hilfs-Ich und Teilobjekt

Teil II: DIE ZWEITE PHASE: DER DORNRÖSCHENSCHLAF BIS ZUM BEGINN DER FÜNFZIGER JAHRE.

  1. Vom langen Schlaf zwischen 1930 und 1950. Und von einigen bemerkenswerten Ausnahmen
  2. ALEXANDER und FRENCH: Deine Gegenübertragung sei umgekehrt proportional zur einstigen Haltung der Eltern des Patienten
  3. Karen HORNEY: Ihr Umgang mit den Patienten - ein Spiegel ihrer unbewußten Konflikte?
  4. Ella SHARPE: Dem Analytiker als immer nur ausgeglichenem Übermenschen wird der Garaus gemacht. Wichtig ist einzig der Grad seiner Bewußtheit
  5. Wilhelm REICH: Die wilde Jagd nach der negativen Übertragung als Ausdruck einer paranoid gefärbten Gegenübertragung?
  6. Donald Woods WlNNICOTT: Haß in der Gegenübertragung ist manchmal ganz normal und soll dem Patienten sogar vermittelt werden
  7. Carl Gustav JUNG: Freuds Indifferenzideal ist unmenschlich und feige. Analytiker sollten sich vom Patienten infizieren lassen
  8. Robert FLIESS: Zuviel Engagement und Identifikation ist des Teufels. Analytiker sollen sich mit ihren Patienten nur so weit identifizieren wie Tee-Tester mit einem Schluck Tee
  9. Alice und Michael BALINT: Keimfreiheit und Neutralität gibt es nicht. Schon die Anordnung der Kissen auf der Couch spricht Bände
  10. Otto FENICHEL: Übertrieben kühles Spiegel-Gehabe ist genauso schlimm wie das Suchen nach Triebbefriedigung
  11. Leo BERMAN: Restlose Hingabe des Analytikers als Gegenübertragung ist das wichtigste therapeutische Agens
  12. Theodor REIK: Analytiker arbeiten zu kopflastig. Man höre mehr auf seine Gegenübertragung, dann hat man schon alles begriffen

Teil III: DIE DRITTE PHASE: DIE GEGENÜBERTRAGUNG WIRD DER SCHLÜSSEL ZUM UNBEWUSSTEN DES PATIENTEN

  1. Der umwälzende, neue Gedanke und der Beitrag der Briten zu dieser Revolution
  2. Paula HEIMANN: Die Gegenübertragung ist eine Schöpfung des Patienten
  3. Margaret LlTTLE: Die ganz subjektive Gegenübertragung öffnet den Weg ins Unbewußte des Patienten. Man sollte daher unbedingt zu ihr stehen
  4. Maxwell GlTELSON: Die Gegenübertragungs-Komplikation wird zum Wachstumspunkt für den Patienten, vorausgesetzt, man ist offen und ehrlich
  5. Heinrich RACKER: Selbst in der allerneurotischsten Gegenübertragung liegt noch ein Kömchen Wahrheit über den Patienten verborgen
  6. Wilfred R. BlON: Der stumme Schrei. Die Gegenübertragung als Abbild des Überwältigenden
  7. Werner KEMPER: Unsere Gegenübertragung sagt immer die Wahrheit. Allerdings nur in qualitativer, nicht in quantitativer Hinsicht
  8.  Anni REICH: Die Revolution ist ein Ding des Teufels. Die Neuerer mißverstehen die Psychoanalyse in ihrer Essenz. Jetzt heißt es zusammenhalten!

Teil IV: UND HEUTE:DIE GEGENÜBERTRAGUNG ALS MOTOR DER KUR, ALS FUNDAMENT DER DEUTUNG UND MANCHMAL GAR ALS KONKURRENZ ZU IHR

  1. Die Gegenübertragung als bloße Re-aktion wird zur primären Aktion
  2. Sacha NACHT: Auf der Suche nach einem neuen Standort zwischen Abstinenz und gratifizierender »Präsenz«
  3. Donald W. WlNNICOTT und Masud KHAN: Die Gegenübertragung wird somatisch. Sie ist der warme Mutterleib, der den Patienten trägt
  4. Michael BALINT: Im Umgang mit Grundgestörten wird eine Gegenübertragung, schmiegsam und unzerstörbar wie Wasser, wichtiger als alles Deuten
  5. Marguerite SECHEHAYE: Nicht der direkten Mutterliebe und Wunscherfüllung, sondern einzig der verhüllten Mütterlichkeit und der symbolischen Wunscherfüllung bedürfen die Psychotiker
  6. John ROSEN: Mutterliebe und Nähren der Seele als übergeordnetes Prinzip in der Psychosentherapie
  7. Gaetano BENEDETTI: Nicht auf Mütterlichkeit, sondern auf die erschütterte Liebe eines Bruders oder Stellvertreters in der Gegenübertragung kommt es an.
  8. Otto KERNBERG: Die Väter melden sich zurück: Schluß jetzt mit soviel Verwöhnung von früh gestörten Patienten! Wo bleiben die Grenzen? Wo die Selbstverantwortung des Patienten? Wo die Neutralität und die Forderungen der Realität?

Schlußbetrachtungen

Personenregister und Literaturverzeichnis.

Die Autorin

Andrea Gysling, Tochter einer russischen Kunstmalerin und eines Schweizer Psychiaters, arbeitet in eigener Praxis als Psychoanalytikerin in Zürich. Ihre Ausbildung absolvierte sie bei Gaetano Benedetti in Basel.

Rezensionen

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