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Deutsche Kinderfibel

Details

Verlag Rowohlt
Auflage/ Erscheinungsjahr o. J. (1933)
Format 21 × 14,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung OLwd. mit Schutzumschlag
Seiten/ Spieldauer 311 Seiten
Abbildungen 13 Photos, 6 Tafeln, 1 farbige Abbildung der Collage eines Fünfjährigen auf dem Einband
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-003716_AQ

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Zu diesem Buch

Extrem seltenes antiquarisches Exemplar der Leinwandausgabe mit dem illustrierten Schutzumschlag; gut erhalten; an den Rändern mir kleineren Spuren von Stockflecken.

Hinter dem unschuldig tönenden Titel verbirgt sich die fundierte, nichts beschönigende Zustandsbeschreibung der Situation von Unterschicht- und Arbeiterkindern zu Beginn der 30er Jahre in Deutschland. »Es ist darin von Kindern die Rede, nicht nur von Kindern und ganz und gar nicht für Kinder.« (Aus dem Vorwort).

Themen sind u. a. Wohnverhältnisse, Bildung, Arbeitslosenunterstützung, Wohlfahrt, Tuberkulose, Verwahrlosung, Vergewaltigung, Hunger, Obdachlosigkeit.

Kaum erschienen, wurde das Buch 1933 von den Nationalsozialisten nach der Machtübernahme verboten, beschlagnahmt und alles Eingesam­melte vernichtet. Seltenes Original dieser radikalen sozialkritischen Schriften der berühmten Kommunistin, die unter ihrem Pseudonym Ruth Fischer erschien und unter dem Eindruck ihrer Arbeit zwischen 1929 und 1933 als Pädagogin und Sozialpflegerin in Berlin-Wedding verfasst wurde.

Über die Autorin

Elfriede Friedländer agierte unter einer Vielzahl von Namen. Einerseits unter Decknamen und Pseudonymen als Kommunistin, wobei sie die Familiennamen ihrer nicht miteinander verheira­teten Eltern – Ida Maria Fischer – und den ihres Vater – Rudolf Eisler – varierte; zudem war sie drei Mal verheiratet.

Ruth Fischer, eigentlich Elfriede Friedländer, wurde 1895 in Leipzig geboren und zog 1901 mit ihrer Familie nach Wien, wo sie in einem bildungsbürgerlichen Umfeld aufwuchs. Ihre Brüder Hanns Eisler (Komponist) und Gerhart Eisler (Journalist) wurden später bekannte Kommunisten. Schon im Gymnasium war Elfriede Friedländer politisch aktiv und engagierte sich in einer links-jüdischen sozialdemokratischen SchülerInnengruppe.

1919 ging sie nach Deutschland und wurde in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) aktiv. Zuerst im Frauenreferat, später in der Komintern (Kommunistische Internationale). Sie bekam einen falschen Pass und publizierte künftig fast ausschließlich unter dem Namen „Ruth Fischer“. 1924 wurde sie für die KPD in den Deutschen Reichstag gewählt, wurde Abgeordnete im Preußischen Landtag und Vorsitzende der KPD. Sie sollte dies unter der aufkommenden Stalin-Ära nicht lange bleiben. Sie und ihr langjähriger Freund Arkadij Maslow wurden parteiintern und aus Moskau als „LinksabweichlerInnen“ kritisiert und 1925 bei einem Besuch in Moskau festgenommen.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 floh Ruth Fischer mit ihrem Freund Maslow über Prag und Frankreich schließlich 1941 nach New York, wo sie als „Kommunismus-Expertin“ eine Stelle an der Harvard Universität erhielt. Ernüchtert durch die McCarthy-Hysterie zog sie Ende der 50er Jahre nach Paris, wo sie 1961 starb. (Quelle: www.fraueninbewegung.com)

Zum Erhaltungszustand

Im Klassischen Fachantiquariat der SFB die extrem seltene Erstausgabe in einem Exemplar in besonders guter Erhaltung und mit dem Schutzuschlag; innen ohne Anstreichungen o.Ä.

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