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Destruktion des Ichs

Psychoanalytische Annäherungen an den Ursprung menschlicher Aggression

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 03.2021
Format 21 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Einband - flex. (Paperback)
Seiten/ Spieldauer 273 Seiten
ISBN 9783837930443

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29,90 €


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Aus dem Inhalt

An gegenwärtigen Konfliktlinien in Politik und Gesellschaft entzünden sich aus psychoanalytischer Perspektive Fragen nach den destruktiven Anteilen des Subjekts. Peter Widmer beleuchtet die doppelte Seite dieser Destruktivität: ihr Potenzial, die Illusion eines mächtigen Ichs zu erzeugen, aus dem – wenn es bedroht wird – eine enorme zerstörerische Kraft hervorgeht. Ihr Ursprung ist weit davon entfernt, nur gesellschaftlicher, biologischer oder sexueller Art zu sein; in Sprache und Subjektivität erlebt sich der Mensch als fraglich und isoliert, kämpft um die Anerkennung der Gemeinschaft.

Widmers psychoanalytische, philosophische und politische Reflexion zeichnet ebenso Auswege auf: Der Spirale des Zerstörerischen zu entkommen heißt, es zu bejahen und zu artikulieren – und nicht, sich an das Ideal einer hassfreien Gesellschaft zu klammern.

  • Einleitung
  • Aufbau des Buches

1 Relevanz des Themas

2 Theorien der Aggression außerhalb der Psychoanalyse

  • Kant
  • Hegel
  • Lorenz
  • Vergleich

3 Bemerkungen und Fragen zu den Triebtheorien Freuds und Lacans

  • Das Ich bei Freud und Lacan
  • Kritik der Ich-Psychologie
  • Das Ich in den Partialtrieben
  • Genitalität
  • Zum Problem des Gesamt-Ichs
  • Wann ist ein Trieb ein Trieb?
  • Das Es
  • »Vater, siehst Du denn nicht, dass ich verbrenne?«

4 Sprache, Ich und Ichtriebe

  • Sprache und Selbsterhaltung
  • Der Mangel an Sein als Quelle des Ich- bzw. Selbsterhaltungstriebs
  • Geschlecht

5 Zeit und Ich

  • Zeit und Zeitlichkeit in der Psychoanalyse
  • Zeitlichkeit und Aggression
  • Zwei entgegengesetzte Bedeutungen von »Ichtrieb«
  • Holbeins Anamorphose – ein Phallus-Phantom?

6 Das Ich als Instanz von strukturell bedingten Mängeln

  • Durch Signifikanten induzierte Mängel
  • Die Unterscheidung von Aussage (énoncé) und Sagen (énonciation) als Verklammerung der durch
  • die Signifikanten und die Zeitlichkeit bewirkten Mängel
  • Hilflosigkeit und Ideale
  • Beobachtungen beim Tennisspiel

7 Voraussetzungen von destruktivem Handeln

  • Überlegungen zur Semantik
  • Tableau der Aggression
  • Destruktion im Feld der Aggression
  • Arten der Zerstörung
  • Das Ich als Ort von Mängeln
  • Das Ich als (erweiterter) Ort des Narzissmus
  • Wie es kommt, dass das Ich-Gehäuse Schaden erleidet, und wie es sich dagegen wehrt
  • Geschlechtsspezifische Aspekte
  • Übertragungsspezifische Aspekte
  • Rassismus und Antisemitismus

8 Wie Destruktion zustande kommt

  • Projektion
  • Verlogenheit – la mauvaise foi
  • Signifikant und Nichts
  • Begehrtes Opfer-Sein
  • Glaube und Wahn
  • Bemerkungen zu Lacans Seminar VII. Die Ethik der Psychoanalyse
  • Religion und Vatersehnsucht
  • Amokläufe – Massenmorde
  • Die Waffen menschlicher Destruktion

9 Hass – Destruktion – Genießen

  • Drei Interpretationen

10 Zusammenfassung

  • Ausblick
  • Dank
  • Literatur
  • Index

Der Autor

Peter Widmer, Dr. phil., ist als Psychoanalytiker in freier Praxis in Zürich tätig, ist Herausgeber der psychoanalytischen Fachzeitschrift RISS und hatte Gastprofessuren und Lehraufträge an verschiedenen Universitäten in Europa und der Welt.

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